HohenwartH2Direkt wird H2Dahoam
Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt H2Direkt, bei dem 2023 erstmals ein Ortsnetz in Hohenwart (Bayern) vollständig auf Wasserstoff umgestellt wurde, geht die Initiative in die nächste Phase: Unter dem neuen Namen H2Dahoam soll künftig grüner Wasserstoff direkt vor Ort produziert werden.
Erzeugung soll 2027 starten
Der Marktgemeinderat hat dem Vorhaben zugestimmt und die Aufstellung eines Bebauungsplans einstimmig beschlossen. Aktuell wird der Wasserstoff noch per Trailer geliefert. Künftig soll ein Elektrolyseur nahe der bestehenden Einspeiseanlage grünen Wasserstoff aus regionalem PV-Strom erzeugen. Die ersten Einspeisungen sind für 2027 geplant, zunächst für die bestehenden Kunden, später auch für weitere Ortsteile.
Ein geplanter Wasserstoffspeicher soll die Versorgungssicherheit gewährleisten. So kann überschüssiger Sonnenstrom gespeichert und bei Bedarf genutzt werden – auch über Wochen hinweg.
Technologieoffenheit zahlt sich aus
Marcus Böske, Sprecher der Geschäftsführung von Energie Südbayern (ESB), sieht das Projekt als wegweisend: „Mit H2Direkt zeigen wir im Realbetrieb die Eignung bestehender Gasverteilnetze für Wasserstoff. Doch darauf ruhen wir uns nicht aus. Mit H2Dahoam bringen wir die Wasserstofferzeugung nach Hohenwart.“
Auch Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger lobt das Projekt: „Die Technologieoffenheit hat sich hier ganz klar bewährt. Mit 100 Prozent Wasserstoff zu heizen, funktioniert. Dass der Wasserstoff in Zukunft direkt vor Ort in Hohenwart emissionsfrei hergestellt werden soll, ist der logische nächste Schritt.“ Insbesondere für den Gebäudebestand könne Wasserstoff eine sinnvolle Alternative zur Wärmepumpe sein, da aufwendige Sanierungen entfielen. Voraussetzung dafür ist jedoch ein günstiger Wasserstoffpreis, damit sich ein breiterer Einsatz lohnt.
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