OsnabrückStadtwerke legen CO₂-Bilanz vor
Während auf Bundes- und EU-Ebene noch über die Umsetzung der europäischen Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (Corporate Sustainability Reporting Directive, kurz CSRD) diskutiert wird, ziehen die Stadtwerke Osnabrück bereits jetzt Konsequenzen. Sie haben 2025 erstmals eine CO₂-Bilanz erarbeitet. „Für uns hat Nachhaltigkeit strategische Priorität. Wir wollen Verantwortung übernehmen und unsere Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft transparent machen – unabhängig von regulatorischen Entwicklungen“, sagte Vorstandsvorsitzender Daniel Waschow in einer Mitteilung.
Digital gestütztes Berichtswesen
Ein Team unter der Leitung von Agon Ukiqi entwickelte gemeinsam mit dem Osnabrücker IT-Dienstleister LM IT Services eine digitale Plattform. Die Software soll Daten zu allen drei Emissionsbereichen – direkte Emissionen (Scope 1), eingekaufte Energie (Scope 2) und Lieferketten (Scope 3) – erfassen und zentral auswerten. Grundlage ist eine sogenannte PowerApp-Lösung, deren Ergebnisse in ein Dashboard übertragen werden. „Damit können wir künftig CO₂-Bilanzen automatisiert erstellen. Das spart Ressourcen und schafft Transparenz“, erklärte Ukiqi.
Vorbereitung auf 2026
Laut Mitteilung bestätigten Wirtschaftsprüfer die methodische Qualität und die konsequente Digitalisierung. Waschow betonte, dass eine frühe Verankerung von Nachhaltigkeit regulatorische Sicherheit schaffe. „Die durch EU-Entscheidungen gewonnene Zeit ist für uns keine Bremse, sondern eine Chance, unsere Ambitionen weiter auszubauen“, sagte er.
Die Stadtwerke Osnabrück sehen sich damit gut vorbereitet auf die künftigen gesetzlichen Anforderungen. Sie präsentieren ihr Vorgehen als Beispiel dafür, dass Nachhaltigkeitsberichterstattung nicht nur eine Pflicht sei, sondern auch ein strategischer Faktor für Vertrauen bei Investorinnen und Investoren sowie Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartnern.
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