Donnerstag, 26. Februar 2026

Bad MünstereifelEnergie-Kommune trotz Flut

[14.11.2025] Mit viel Beteiligung und klaren Plänen baut Bad Münstereifel nach der Flut von 2021 eine neue Energiezukunft auf. Die Stadt setzt auf Sonne und Wind sowie auf Beratung und Austausch. Dafür wurde sie von der Agentur für Erneuerbare Energien zur Energie-Kommune des Monats ernannt.

PV, Windkraft und viel Beteiligung machen Bad Münstereifel zur Energiekommune des Monats November.

(Bildquelle: Stadt Bad Münstereifel/Mager)

Bad Münstereifel wird für seine Arbeit an einer stabilen und klimafesten Zukunft ausgezeichnet. Die Agentur für Erneuerbare Energien hat die Stadt zur „Energie-Kommune des Monats November 2025” gekürt. Die Auszeichnung geht an Kommunen, die mit erneuerbaren Energien und einer aktiven Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger vorangehen. Quelle der Nachricht ist die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE).

Die Stadt an der Erft war 2021 besonders stark von der Flut betroffen. Seitdem richtet sie den Wiederaufbau neu aus. Dabei arbeiten der Kreis Euskirchen und die Stadtverwaltung eng zusammen. Bei den Bau- und Sanierungsarbeiten sollen nicht nur Fachleute, sondern auch Bürgerinnen und Bürger eingebunden werden. Das Ziel ist ein Ort, der künftigen Generationen besser standhält.

Beratung und Austausch

Seit Juli 2024 gibt es ein kostenloses Energieberatungsangebot. Es werden Modernisierungspläne, neue Technik, Förderprogramme und Vorschriften in einfacher Sprache erklärt. Ein Klima-Café bietet einmal im Monat Raum für Gespräche über Klimafolgen, Anpassungen und den sozial-ökologischen Wandel. Anfang 2026 soll dieses Format überarbeitet werden.

Auch beim geplanten Windpark werden die Menschen vor Ort einbezogen. Eine der drei Anlagen ist als „Bürgerinnenwindrad“ geplant. Sie soll ab 2029 Erträge an die Anteilseignerinnen und Anteilseigner auszahlen. Das soll die Zustimmung erhöhen. Parallel dazu baut die Stadt ein Solardachkataster auf. Damit will sie die Nutzung von Photovoltaik auf privaten Häusern, städtischen Gebäuden, Gewerbedächern und geeigneten Freiflächen gezielt fördern.

Beitrag zum Strukturwandel

Bad Münstereifel versteht sich als Teil des Rheinischen Reviers. Diese Region muss sich bis 2030 mit dem Ausstieg aus der Braunkohle neu aufstellen. Mit konkreten Projekten will die Stadt zeigen, wie dieser Wandel gelingen kann.

Robert Brandt, Geschäftsführer des AEE, sagt: „Dass Bad Münstereifel nach der Flutkatastrophe neuen Mut schöpft und den Wandel aktiv mit der Bevölkerung gestaltet, ist ein inspirierendes Beispiel für ganz Deutschland.“ Hier entstünden „echte Zukunftsperspektiven durch gemeinsames Handeln“.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Klimaschutz
bericht

Würzburg: Fahrplan zur ­Klimaneutralität

[23.02.2026] Bis 2028 soll die Stadtverwaltung Würzburg treibhausgasneutral werden. Dabei stützt sie sich unter anderem auf einen kapazitätsoptimierten Sanierungsfahrplan für städtische Liegenschaften. mehr...

Anklam: Bioenergie-Cluster und H2-Kraftwerk

[17.02.2026] Die Hansestadt Anklam setzt auf Bioenergie, Wasserstoff und kommunale Wärmeplanung. Im Mittelpunkt stehen zwei Projekte: das Innovationsbündnis biogeniV und ein geplantes Verbundkraftwerk. Das Ziel ist Klimaneutralität bis 2040. mehr...

Mannheim: Phosphorrecyclinganlage in Betrieb gegangen

[16.02.2026] MVV Energie hat in Mannheim eine Phosphorrecyclinganlage in ihre bestehende Abfallverbrennung integriert. Damit gewinnt das Unternehmen aus Klärschlamm bis zu 90 Prozent des enthaltenen Phosphors zurück und stärkt die regionale Kreislaufwirtschaft in Baden-Württemberg. mehr...

Kreis Nienburg: Land fördert modulare Thermolyseanlage

[13.02.2026] Niedersachsen fördert den Bau einer modularen Thermolyseanlage des Unternehmens Waste2Value im Landkreis Nienburg mit 6,05 Millionen Euro. Die Anlage soll schwer recycelbare Kunststoffe chemisch verwerten, 27 Arbeitsplätze schaffen und den Strukturwandel in der Region vorantreiben. mehr...

bericht

Klimamanagement: Software und Beratung aus einer Hand

[11.02.2026] Der IT-Dienstleister regio iT unterstützt Kommunen mit einem modularen Lösungspaket bei Klimaschutz- und Klimaanpassungsstrategien. Es handelt sich um eine synergetische Kombination aus IT-gestütztem Datenmanagement, strategischer Beratung und effizienter Beschaffung. mehr...

Hessischer Staatspreis Energie 2026: Bewerbungsphase gestartet

[11.02.2026] In Hessen hat die Bewerbungsphase für den Staatspreis Energie 2026 begonnen. Bis Ende April können Projekte eingereicht werden, die zu einer sicheren, klimafreundlichen und bezahlbaren Energieversorgung beitragen. mehr...

Trianel: evm entwickelt Strategie für erneuerbare Stromversorgung

[09.02.2026] Die Energieversorgung Mittelrhein entwickelt mit Trianel eine Gesamtportfoliostrategie für eine vollständig erneuerbare Stromversorgung. Ziel ist es, Planung, Betrieb und Vermarktung so zu verzahnen, dass Klimaziele, Wirtschaftlichkeit und Marktrisiken zusammenpassen. mehr...

Baden-Württemberg: Klimaschutz-Programm reaktiviert

[04.02.2026] Kommunen in Baden-Württemberg können wieder Förderanträge für Beratungs- und Begleitmaßnahmen zur energetischen Sanierung öffentlicher Gebäude stellen. Das Land reaktiviert dafür den zweiten Teil des Programms Klimaschutz-Plus und ergänzt die bereits laufende Investitionsförderung. mehr...

Energie-Kommune des Jahres: Drei Finalisten stehen fest

[04.02.2026] Greifswald, der Landkreis Regensburg und Schwalmtal stehen im Finale um den Titel „Energie-Kommune des Jahres 2025“. Die Entscheidung fällt am 26. Februar bei einer digitalen Auszeichnungsveranstaltung nach öffentlicher Abstimmung. mehr...

Hamburg: Forschungsgebäude für Energiewende geplant

[03.02.2026] Die Freie und Hansestadt Hamburg plant am Energie-Campus der HAW Hamburg ein neues Forschungsgebäude für die Energiewende. Rund 20 Millionen Euro fließen in Labore, Büros und einen Showroom für Zukunftstechnologien, der 2028 in Betrieb gehen soll. mehr...

Rheinland-Pfalz: Ausbau der Erneuerbaren nimmt zu

[27.01.2026] Der Ausbau der erneuerbaren Energien in Rheinland-Pfalz hat 2025 deutlich zugelegt, insbesondere bei Windenergie-Genehmigungen und Photovoltaik-Zubau. Nach Angaben des Klimaschutzministeriums sieht sich das Land damit auf Kurs in Richtung Klimaneutralität bis 2040. mehr...

KlimaAgentur Hamm: Auf vier weitere Jahre

[22.01.2026] Die KlimaAgentur Hamm wird für weitere vier Jahre beauftragt und setzt ihren Beratungs- und Unterstützungsauftrag für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen fort. Neue Schwerpunkte liegen auf sozialverträglicher Energiewende, klimaneutraler Mobilität und dem Ausbau des Beratungsangebots. mehr...

Rhein-Lahn-Kreis: Klimaschutzportal bündelt Daten

[22.01.2026] Der Rhein-Lahn-Kreis stellt mit einem regionalen Klimaschutzportal eine zentrale Online-Plattform für klimarelevante Daten, Förderangebote und Aktivitäten bereit. Das Portal soll Transparenz schaffen, Information bündeln und perspektivisch mehr Beteiligung ermöglichen. mehr...

Verbandsgemeinde Schweich: Maßnahmenpaket für Energiewende

[21.01.2026] Die Verbandsgemeinde Schweich baut ihre Eigenstromerzeugung massiv aus und organisiert die Energiewende künftig über eine neue Anstalt des öffentlichen Rechts. Photovoltaik, Strombilanzkreis und geplante Wärmenetze sollen den Weg zur klimaneutralen kommunalen Energieversorgung beschleunigen. mehr...

Kreis Borken: Positive Bilanz zu Beratungsangeboten

[21.01.2026] Der Klimakreis Borken zieht für 2025 eine positive Bilanz seiner Informationsangebote zur energetischen Sanierung und kündigt für 2026 neue Beratungstage und Veranstaltungsformate an. Nach Angaben des Netzwerks stießen insbesondere Vorträge, Klimawochen und Energiechecks auf große Resonanz in der Bevölkerung. mehr...