RWEWeniger ist mehr

Das Repowering für den Bestandswindpark Calle ist jetzt gestartet.
(Bildquelle: RWE)
Der Energiekonzern RWE hat in Niedersachsen mit dem Repowering des Windparks Calle begonnen. Wie das Unternehmen mitteilt, werden drei neue Windenergieanlagen mit je 5,7 Megawatt installiert, die zusammen auf 17,1 Megawatt kommen und damit die fünf Altanlagen von 2004 mit bislang neun Megawatt Gesamtleistung ersetzen. Der Rückbau der alten Technik läuft bereits; die vollständige Inbetriebnahme der neuen Turbinen in der Gemeinde Bücken im Landkreis Nienburg ist für Ende 2026 vorgesehen. RWE zufolge hatte der Standort in der jüngsten Ausschreibung der Bundesnetzagentur den Zuschlag erhalten.
Die Unternehmenschefin für Europa und Australien, Katja Wünschel, verweist auf die erheblich gesteigerte Ausbeute: Die erzeugte Strommenge soll sich verfünffachen und rechnerisch rund 16.000 Haushalte versorgen. Finanzielle Vorteile entstehen auch für die Region. Einschließlich der 0,1 Cent pro Kilowattstunde aus dem niedersächsischen Beteiligungsgesetz erhalten die Gemeinden laut RWE insgesamt 0,3 Cent je erzeugter Kilowattstunde, was jährliche Zusatzeinnahmen von bis zu 150.000 Euro bedeuten könne.
RWE betont außerdem den nachhaltigen Ansatz des Projekts. So wird der Beton der alten Fundamente für den Wegebau wiederverwendet, ein Altturm an einem anderen Standort weiter genutzt und das übrige Material recycelt. Die bisherigen Ausgleichsmaßnahmen wie Obstwiesen, Hecken und naturnahe Waldbereiche führt RWE nach eigenen Angaben freiwillig fort. Zusätzlich sollen in Abstimmung mit den Flächeneigentümern weitere Beiträge zur Biodiversität folgen, darunter Blühstreifen.
Der Konzern verweist auf das wachsende Engagement im deutschen Heimatmarkt. Der Ausbau der Windenergie an Land sei zentral für die Energiewende; derzeit errichte RWE neue Parks mit insgesamt 167 Megawatt geplanter Leistung und betreibe 737 Megawatt. Mit neun Regionalbüros sucht das Unternehmen bundesweit nach Flächen für Wind-, Solar- und Batterieprojekte.
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