Praxisforum TiefengeothermieNeuer Name spiegelt Aufschwung

Das Praxisforum Geothermie Bayern heißt jetzt Praxisforum Tiefengeothermie, findet aber weiterhin in Pullach im Isartal (Landkreis München) statt.
(Bildquelle: Tobias Schnurr/Enerchange)
Das bisherige Praxisforum Geothermie Bayern trägt ab sofort den Namen Praxisforum Tiefengeothermie. Wie die Veranstalter mitteilen, soll die Umbenennung den starken Aufschwung der Tiefengeothermie in Deutschland und die verbesserten gesetzlichen Rahmenbedingungen widerspiegeln.
Auslöser ist unter anderem das Geothermie-Beschleunigungsgesetz. Es verkürzt Genehmigungsverfahren und verleiht der Nutzung der Erdwärme ein überragendes öffentliches Interesse. Zugleich beendet das Gesetz die bisherige Dreiteilung in tiefe, mitteltiefe und oberflächennahe Geothermie. Künftig gilt jede Nutzung ab einer Tiefe von 400 Metern als Tiefengeothermie. „Diese neue Nomenklatur spiegelt sich konsequent im neuen Namen des Praxisforums wider“, erklärt Veranstalter Jochen Schneider. Er ist überzeugt: „Die Tiefengeothermie wird sich in den kommenden Jahren zur treibenden Kraft der Wärmewende in unserem Land entwickeln.“
Neben dem Beschleunigungsgesetz nennt der Veranstalter weitere Impulse. Der Förderkredit Geothermie der KfW erleichtert die Finanzierung und sichert Bohrungsrisiken besser ab. Eine Explorationsinitiative unterstützt Projekte mit mehr als 50 Prozent Förderung und treibt die systematische Erkundung des Untergrunds voran. Das soll Investitionen in die Technologie anstoßen.
Das Praxisforum Tiefengeothermie findet vom 14. bis 16. Oktober 2026 im Bürgerhaus Pullach im Isartal im Landkreis München statt. Bayern bleibt damit zentraler Standort. Der Freistaat erzeugt nach Angaben des Veranstalters weit über 90 Prozent der nationalen Energie aus Tiefengeothermie und gilt mit zahlreichen realisierten und geplanten Projekten als Vorreiter. Gleichzeitig will das Forum stärker Entwicklungen in anderen Bundesländern und im benachbarten Ausland aufgreifen. „Schon immer hat das Praxisforum über den Tellerrand hinausgeblickt“, sagt Schneider mit Verweis auf frühere Fachvorträge.
Mit der Neuausrichtung gewinnt das Branchentreffen auch einen neuen Goldsponsor. Die Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl unterstützt die Veranstaltung ab diesem Jahr. Benjamin Richter, Partner bei Rödl, betont die langjährige Projekterfahrung des Unternehmens in der Tiefengeothermie und sieht im Forum eine zentrale Plattform für rechtliche, finanzielle und strategische Fragen.
Im Zentrum der Veranstaltung steht der Kongresstag am 15. Oktober 2026 mit Fachvorträgen zu aktuellen Herausforderungen und technischen Entwicklungen. Am 14. Oktober eröffnen ein Berufsforum und zwei Workshops das Programm, am 16. Oktober führt die GeoTHOUR zu zwei Vorzeigeprojekten. Anmeldungen sind ab sofort möglich, bis zum 31. März gelten vergünstigte Preise.
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