Dienstag, 28. April 2026

SAENABroschüre zur Abwärmenutzung aktualisiert

[28.04.2026] Die Sächsische Energieagentur hat ihre Broschüre zu Technologien der industriellen Abwärmenutzung grundlegend aktualisiert und in dritter Auflage veröffentlicht. Der Leitfaden zeigt Unternehmen, wie sich ungenutzte Prozesswärme technisch erschließen lässt, um Energiekosten zu senken und den Umbau hin zu klimaneutralen Prozessen abzufedern.

Die Broschüre „Technologien zur Abwärmenutzung“ ist jetzt in einer dritten, aktualisierten Auflage erschienen.

(Bildquelle: SAENA)

Mit einer überarbeiteten dritten Auflage bündelt die Sächsische Energieagentur (SAENA) praxisnahes Wissen zur technischen Nutzung industrieller Abwärme. Wie die SAENA mitteilt, stellt die Broschüre Technologien zur Abwärmenutzung Verfahren vor, mit denen sich Wärme aus thermischen Prozessen gewinnen, speichern oder in andere Energieformen umwandeln lässt.

Im Mittelpunkt stehen Anwendungen für Betriebe, die ihre Energieeffizienz gezielt verbessern wollen. Die Publikation erläutert zunächst eine methodische Herangehensweise an das Thema und führt dann in konkrete technische Optionen ein. Dazu zählen etwa Systeme zur Vorwärmung von Prozessmedien, die Nutzung von Abwärme für Produktionsprozesse und Gebäude, die Trinkwassererwärmung, Kälteanwendungen sowie Verfahren zur Stromerzeugung.

Der Handlungsdruck ist hoch. Nach Angaben der SAENA entfielen 2023 rund zwei Drittel des Endenergieverbrauchs der deutschen Industrie auf die Bereitstellung von Prozesswärme und damit mehr als auf alle anderen Nutzungsformen zusammen. Gleichzeitig decken viele Unternehmen diesen Bedarf noch überwiegend mit fossilen Energieträgern. Der Umstieg auf erneuerbare Wärmequellen verlangt jedoch erhebliche Investitionen. Genau hier setzt die Abwärmenutzung an: Sie senkt den Primärenergiebedarf, erschließt vorhandene Effizienzreserven und kann Investitionen in neue klimaneutrale Versorgungssysteme wirtschaftlich entlasten.

Die Broschüre verweist zudem auf flankierende digitale Angebote. So wurde der bisherige SAENA-Abwärmeatlas Sachsen inzwischen durch die Abwärmeplattform des BAFA ersetzt. Dort können Unternehmen ihre Abwärmepotenziale registrieren und für andere Betriebe, Institutionen sowie die kommunale Wärmeplanung sichtbar machen. Dadurch lassen sich industrielle Wärmequellen systematischer in betriebliche und regionale Energiekonzepte einbinden.

Mit Praxisbeispielen und Hinweisen zur Wirtschaftlichkeit will die SAENA insbesondere den Einstieg erleichtern. Die Agentur betont, dass sich Investitionen in die Abwärmenutzung häufig bereits nach vergleichsweise kurzer Zeit rechnen und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit stärken. Die neue Ausgabe der Broschüre steht ab sofort zum Download bereit.





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