BerlinWärme aus dem Rechenzentrum für Modell-Campus
Auf dem Modell-Campus ringberlin in Berlin ist ein Projekt zur Nutzung von Rechenzentrumsabwärme gestartet. Wie die Firma GASAG Solution Plus mitteilt, soll das Gewerbequartier künftig Wärme aus einem benachbarten Rechenzentrum im Marienpark Berlin beziehen. Das Projekt wird gemeinsam mit DATA2HEAT umgesetzt, einer Kooperation von Investa und GASAG Solution Plus.
Versorgung umliegender Gebäude und Quartiere
Im ersten Schritt soll der entstehende Makerspace in Halle 2 mit der gewonnenen Wärme versorgt werden. Nach Angaben der Projektpartner entsteht dort auf rund 17.000 Quadratmetern ein Makerspace für Produktion, Entwicklung, Handwerk, Kreativwirtschaft und technologische Innovation. Perspektivisch sei die Versorgung des gesamten Quartiers vorgesehen. Nach Angaben der Beteiligten verbindet das Vorhaben den Modell-Campus ringberlin und den Marienpark Berlin. Ziel sei es, die Abwärme von Rechenzentren für die Versorgung umliegender Gebäude und Quartiere nutzbar zu machen.
Ungenutzte Energiepotenziale erschließen
Der Berliner Staatssekretär für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Severin Fischer, bezeichnete das Projekt als Beispiel für die Nutzung bislang ungenutzter Energiepotenziale. „DATA2HEAT ist ein starkes Beispiel dafür, wie bislang ungenutzte Energiepotenziale erschlossen und intelligent in urbane Versorgungssysteme integriert werden können“, sagte er. Wie die Projektpartner erläutern, entsteht die Abwärme bei der Kühlung von Servern in Rechenzentren. Die Wärme wird über Wärmetauscher auf Wasser übertragen und über ein Niedertemperaturnetz zu den Verbrauchsorten transportiert. Dort erhöhen Wärmepumpen die Temperatur auf das für die Wärmeversorgung erforderliche Niveau.
Investitionen von mehr als 60 Millionen Euro
Für den Modell-Campus ringberlin sind Investitionen von mehr als 60 Millionen Euro vorgesehen. Wie die Projektpartner mitteilen, stellt das Land Berlin über die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe Fördermittel in Höhe von rund 36 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) bereit. Die Mittel sollen der Errichtung geförderter Flächen des Gründerinnen- und Gründerzentrums zugutekommen.
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