Stadtwerke OsnabrückMit schwarzer Null über Plan

Stadtwerke Osnabrück: Langfristige Finanzierungszusage der Stadt.
(Bildquelle: Stadtwerke Osnabrück)
Die Stadtwerke Osnabrück haben 2025 einen Jahresüberschuss von rund 21,5 Millionen Euro erzielt. Das Ergebnis liegt nach Angaben des Unternehmens sowohl über den Planungen als auch über dem Vorjahreswert. Damit habe sich die finanzielle Lage weiter verbessert. Im Konzernergebnis enthalten sind wie bereits im Vorjahr Ausgleichszahlungen der Stadt Osnabrück für die strukturell defizitären Bereiche öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) und Bäder. Bereinigt um diese Zahlungen lag das operative Ergebnis nach Angaben der Stadtwerke knapp unter der schwarzen Null. Es habe damit deutlich über den Planungen, aber unter dem Vorjahreswert gelegen.
Umsätze gehen zurück
Die Umsatzerlöse gingen 2025 gegenüber dem Vorjahr zurück. Als Gründe nennt das Unternehmen geringere Absatzmengen und niedrigere Preise im Energievertrieb. Gleichzeitig entwickelte sich das operative Geschäft besser als erwartet. Der Rohertrag habe unter anderem durch eine Steuerung der Energiebeschaffung über den Planwerten gelegen. Auch der Personalaufwand sei trotz steigender Tarifkosten geringer ausgefallen als erwartet.
Verbesserungen verzeichneten die Stadtwerke nach eigenen Angaben im Energievertrieb, im Netzgeschäft sowie im Bus- und Bäderbereich. Im öffentlichen Personennahverkehr hätten höhere Fahrgastzahlen und niedrigere Kosten zur Entwicklung beigetragen. Das Nettebad habe trotz einer Dauerbaustelle im Umfeld mehr Besucherinnen und Besucher als geplant gezählt.
Höhere Investitionen
Deutlich ausgeweitet wurden die Investitionen. Nach Angaben der Stadtwerke flossen 2025 mehr als 112 Millionen Euro in Netze, Anlagen und Infrastruktur. Investiert wurde unter anderem in die Trinkwasserversorgung sowie in den Ausbau des Glasfasernetzes.
Für zusätzliche Planungssicherheit soll ein gemeinsam mit der Stadt entwickelter Finanzierungsrahmen sorgen. Der Rat der Stadt Osnabrück beschloss im November 2024 eine langfristige Finanzierungszusage. Diese sieht den Ausgleich der strukturellen Verluste im ÖPNV und in den Bädern über einen Zeitraum von zehn Jahren vor. Zudem sind ab 2025 jährliche Kapitalzuführungen von bis zu 15 Millionen Euro vorgesehen. „Es stehen in den kommenden Jahren große Investitions- und Transformationsaufgaben an“, sagt Finanzvorstand Dirk Eichholz. „Die Finanzierungszusage und die Stärkung unseres Eigenkapitals verschaffen uns den notwendigen Handlungsspielraum.“
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