WettbewerbDarmstadt ist Digitale Modellstadt

Darmstadt ist Sieger des Wettbewerbs Digitale Stadt.
(Bildquelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt)
Darmstadt ist Gewinner des Wettbewerbs Digitale Stadt, den der Digitalverband Bitkom in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) initiiert hatte (25209+wir berichteten). Die Wissenschaftsstadt wurde am Montag (12. Juni 2017) im Rahmen des Digital-Gipfels der Bundesregierung unter insgesamt fünf Finalisten (26130+wir berichteten) zum Sieger gekürt. Wie der Branchenverband Bitkom mitteilt, wird Darmstadt nun in den kommenden Jahren mit der Unterstützung von mehr als 20 Partnerunternehmen, die Produkte und Dienstleistungen in zweistelliger Millionenhöhe beisteuern, zur digitalen Modellstadt ausgebaut. Ab Anfang 2018 würden Bereiche wie der Verkehrssektor, die Energieversorgung, Schulen und das Gesundheitswesen mit neuesten digitalen Technologien ausgerüstet. Zudem sollen künftig die öffentliche Verwaltung innovative Online-Anwendungen und der Handel intelligente Lieferdienste anbieten können. Das Unternehmen Vodafone wird zudem die Telekommunikationsnetze auf Geschwindigkeiten von bis zu 500 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) ausbauen.
Digitale Zukunft erproben
„Die Bewerbung von Darmstadt hat die Jury vor allem aufgrund ihrer ausgewogenen Einbeziehung der verschiedenen Themenbereiche und Facetten einer digitalen Stadt überzeugt“, erklärte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. „Die bereichsübergreifende Vernetzung aller Sektoren mit dem Fokus auf hochprofessionelle Cyber-Sicherheit ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Digitale Stadt Darmstadt.“ Die Entscheidung sei denkbar knapp ausgefallen. Rohleder: „Alle Bewerber haben absolut überzeugende Konzepte eingereicht. Der Wettbewerb hat gezeigt, dass die Finalstädte auf einem guten Weg in Richtung digitale Zukunft sind.“ „Sehr viele Städte und Gemeinden in Deutschland werden nun sehr aufmerksam verfolgen, wie die Umsetzung der Konzepte in der Siegerstadt angegangen wird“, ergänzte DStGB-Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg.
„Darmstadt ist seit 20 Jahren Wissenschaftsstadt. Dass es uns ausgerechnet im Jubiläumsjahr gelingt, Digitale Stadt für Deutschland und Europa zu werden, ist kein Zufall“, meint Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Es ist das Ergebnis jahrelangen Vordenkens und Vorarbeitens, zum Beispiel als kontinentales Zentrum der Cyber-Sicherheit. Nun haben wir die Gelegenheit, in Darmstadt Zukunft zu erproben und Digitalisierung zu gestalten, anstatt sie mit uns geschehen zu lassen.“ Dabei wolle man die digitalen Möglichkeiten ausschöpfen, um den Alltag in der wachsenden Stadt mit knappen Flächenressourcen und hoher Verkehrsdichte noch effizienter als heute zu organisieren.
Smarter Parken
Am Rande des Digital-Gipfels haben Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch und Reinhard Clemens, Telekom-Vorstand und T-Systems Chef, bereits eine Vereinbarung zur Einführung der Telekom-App „Park and Joy“ (26013+wir berichteten) unterzeichnet. Das Vorhaben zum smarten Parken wird ab dem kommenden Jahr als eines der Projekte im Rahmen des Wettbewerbs Digitale Stadt umgesetzt. Bis Ende 2019 soll nach Angaben der Stadt Darmstadt ein Großteil des innerstädtischen bewirtschafteten Parkraums vernetzt sein, damit Autofahrer komfortabler und schneller ans Ziel kommen. In einer weiteren Ausbaustufe sollen außerdem Parkhäuser und private Stellflächen an die Smart-City-Lösung angeschlossen werden. So werde die Möglichkeit geschaffen, Parkplätze sogar im Vorfeld zu reservieren. Oberbürgermeister Partsch: „Die neue Park-App passt gut in das Projekt Green Smart City, das Darmstadt als Wissenschafts- und Forschungsstandort, vor allem im IT-Bereich, mit den zukunftssichernden Bereichen Umweltschutz und Ressourcenschonung verknüpft. Mit der App machen wir auf das verfügbare Kontingent an Parkplätzen aufmerksam und erleichtern Pendlern sowie Besuchern den Aufenthalt in unserer Stadt. Das unnötige und zeitaufreibende Umherfahren auf der Suche nach einem freien Abstellplatz entfällt.“
Civitas Connect: Offene digitale Basisinfrastrukturen
[20.07.2026] Ein offener Brief fordert, bestehende offene Daten- und Integrationsplattformen stärker in die föderalen Digitalstrukturen einzubinden. Laut Initiator Civitas Connect richtet sich die Initiative an Bund, Länder und weitere zuständige Gremien. Kommunen, öffentliche Unternehmen und andere Organisationen können sich der Erklärung bis Ende September anschließen. mehr...
cortility: SAP-Umstellung bleibt eine Herausforderung
[17.07.2026] Mit dem Ende des Supports für SAP R/3 Ende 2027 wächst der Zeitdruck für Energieversorger. Nach Einschätzung des IT-Dienstleisters cortility werden jedoch zahlreiche Unternehmen den Termin nicht einhalten können. mehr...
enercity: Test für KI-Energie-Assistenten
[16.07.2026] enercity hat die Testphase eines KI-Energie-Assistenten gestartet, der Kundinnen und Kunden die Verwaltung ihres Energievertrags direkt über ChatGPT ermöglichen soll. Nach Angaben des Unternehmens können unter anderem Vertragsdaten eingesehen, Rechnungen abgefragt und Zählerstände übermittelt werden. mehr...
Stadtwerke Baden-Baden: Neue GIS-Plattform für alle Versorgungssparten
[10.07.2026] Die Stadtwerke Baden-Baden stellen ihre Geoinformations- und Netzsysteme schrittweise auf eine neue webbasierte Plattform um. Nach Angaben von VertiGIS soll damit eine integrierte Arbeitsumgebung für die Sparten Strom, Gas, Wasser und Fernwärme entstehen. mehr...
Mahnwesen: Lücke im SAP-System
[09.07.2026] Stadtwerke, die SAP im Mahnwesen einsetzen, müssen Mahngebühren manuell verbuchen. Das kostet wertvolle Arbeitszeit und birgt die Gefahr von Fehlbuchungen und Compliance-Risiken. Eine SAP-basierte Erweiterung automatisiert den Prozess und beseitigt diese Schwachstelle. mehr...
cortility: Einfacher Lieferantenwechsel
[08.07.2026] Der IT-Dienstleister cortility hat eine Software vorgestellt, die Energieversorger beim seit 2025 geltenden 24-Stunden-Lieferantenwechsel unterstützen soll. mehr...
dena: Data Spaces für die Energiewende
[02.07.2026] Rund 50 Akteure aus der Energie- und Digitalwirtschaft sprechen sich für den Aufbau von Data Spaces aus. Nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur (dena) sollen standardisierte Datenräume den sicheren Datenaustausch erleichtern, die Energiewende unterstützen und die digitale Souveränität in Deutschland und Europa stärken. mehr...
Dresden: Energielotse überarbeitet
[30.06.2026] Dresden hat seinen Digitalen Energielotsen grundlegend überarbeitet und um neue Funktionen erweitert. Die Online-Plattform soll Bürgerinnen und Bürger bei Entscheidungen zu Heizung, Wärmeversorgung und Fördermitteln im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung unterstützen. mehr...
Mannheim: Kläranlage erhält digitales Prozessleitsystem
[26.06.2026] Die Mannheimer Kläranlage arbeitet künftig mit einem durchgängigen digitalen Prozessleitsystem. Die Modernisierung soll die Betriebssicherheit erhöhen, Ressourcen sparen und die Anlage auf strengere Vorgaben in der Wasserwirtschaft vorbereiten. mehr...
Advertorial: Das Zusammenspiel entscheidet
[25.06.2026] Stadtwerke stehen vor einer neuen Phase der Digitalisierung: Kundenerwartungen steigen, IT-Landschaften werden komplexer, Fachwissen geht verloren. Operative Handlungsfähigkeit zu erhalten und sich gleichzeitig zukunftsfähig aufzustellen, wird zur obersten Priorität. mehr...
deeeper.technology: Start von KI-Plattform
[24.06.2026] Das Unternehmen deeeper.technology hat mit den Deeeper Energy Maps eine KI-Plattform gestartet, die Energiedaten gebündelt auf einer interaktiven Karte darstellt. Die Lösung soll Projektentwicklern und Beratern die Standortbewertung deutlich erleichtern. mehr...
Kisters: Plattform für Steuerbarkeitstests
[23.06.2026] Netzbetreiber müssen jährlich die Steuerbarkeit von Erzeugungsanlagen prüfen und die Ergebnisse an die Übertragungsnetzbetreiber melden. Der Softwareanbieter Kisters hat seine Redispatch-2.0-Plattform dafür erweitert. mehr...
Interview: Tief integrierte Systeme
[16.06.2026] Künstliche Intelligenz eröffnet neue Möglichkeiten für Automatisierung und effizientere Prozesse. Andreas Weber von Kraftwerk Software erklärt im Interview, warum KI erst dann ihr volles Potenzial entfaltet, wenn sie in die Systemarchitektur integriert ist. mehr...
FairEnergie: Umstieg auf Intense-Lösung
[09.06.2026] FairEnergie ersetzt seine bisherige SAP-IS-U-Landschaft durch die cloudbasierte Plattform TENTAC auf Basis von SAP S/4HANA Utilities. Der Reutlinger Versorger setzt dabei auf Standardprozesse und integrierte Abläufe, um Kosten zu senken und kundenbezogene Prozesse zu vereinfachen. mehr...
GISA: GASAG senkt Cloud-Kosten
[08.06.2026] Die GASAG hat ihre SAP-Systemlandschaft in der Microsoft-Azure-Cloud überarbeitet. Nach Angaben des IT-Dienstleisters GISA sanken dadurch die monatlichen Speicherkosten deutlich, während sich die Leistungsfähigkeit der Systeme erhöhte. mehr...









