Sonntag, 3. Mai 2026

AEEErneuerbare Energien statt Atomstrom

[12.03.2013] Laut der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) zeigen die regenerativen Energien in Deutschland, dass die Stromerzeugung aus fossilen und atomaren Quellen ein Auslaufmodell ist.
Kernkraftwerk: Stromerzeugung aus atomaren Quellen ist nach Auffassung der Agentur für Erneuerbare Energien ein Auslaufmodell.

Kernkraftwerk: Stromerzeugung aus atomaren Quellen ist nach Auffassung der Agentur für Erneuerbare Energien ein Auslaufmodell.

(Bildquelle: EnBW)

Die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien hat 2012 im Vergleich zu 2010 um rund 32 Prozent auf mehr als 136 Milliarden Kilowattstunden (kWh) zugenommen. Das teilt die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) mit. Der Bruttostromverbrauch sei in diesem Zeitraum laut Daten der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen um knapp drei Prozent auf 595 Milliarden kWh gesunken. Laut AEE ist damit der Rückgang bei der Kernkraft um knapp 30 Prozent auf 99,5 Milliarden kWh mehr als ausgeglichen worden. Zudem habe sich Deutschlands Überschuss im Stromexport um 5,4 Milliarden kWh auf 23,1 Milliarden kWh erhöht. Triebkraft für den Aufschwung der erneuerbaren Energien sei die Stromerzeugung gewesen, während die Nutzung umweltfreundlicher Alternativen zu fossilen Rohstoffen im Wärme- und Verkehrssektor wesentlich weniger dynamisch verlief oder sogar rückläufig war.
„Dies zeigt, dass der Erfolg der Energiewende keine Selbstverständlichkeit ist“, sagt Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. „Vielmehr hat das seit dem Jahr 2000 bestehende Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) im Strombereich dafür gesorgt, dass unterschiedliche Technologien von der Photovoltaik auf den Dächern bis zur Windenergie auf hoher See entwickelt und ausgebaut werden konnten.“ Wie die AEE mitteilt, ist der Förderaufwand für die erneuerbaren Energien im Vergleich zur jahrzehntelangen und andauernden Subventionierung des fossil-atomaren Systems deutlich niedriger. Laut der Studie „Was Ökostrom wirklich kostet“ des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft wäre Strom pro Kilowattstunde um rund zehn Cent teurer, wenn die Belastung des Staatshaushalts und die externen Kosten der konventionellen Erzeugung in den Strompreis einkalkuliert werden würden. Die Einspeisevergütung für Strom aus neuen Windkraftanlagen an Land liege bei rund neun Cent pro kWh und die Erzeugungskosten von Solarstrom betragen je nach Anlagengröße 15 bis 18 Cent pro Kilowattstunde. „Künftig wird die Nutzung erneuerbarer Energien ohnehin kostengünstiger als konventionelle Energien, denn die technologische Entwicklung ermöglicht weitere Kostensenkungen und wir machen uns unabhängig von stetig steigenden fossilen Brennstoffpreisen“, so AEE-Geschäftsführer Vohrer.
Den volkswirtschaftlichen Nutzen erneuerbarer Energien zeigen die im Auftrag der Bundesregierung erstellten Langfristszenarien, heißt es in der Pressmitteilung weiter. Dort erwarten die Forscher, dass die erneuerbaren Energien zur Jahrhundertmitte bereits rund 570 Milliarden Euro an potenziellen Mehrausgaben vermeiden, die entstehen würden, wenn die fossile Versorgung fortgesetzt würde.





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