Donnerstag, 25. Juni 2026

Nationale Plattform ElektromobilitätFortschrittsbericht übergeben

[03.12.2014] Die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) hat der Bundesregierung den Fortschrittsbericht 2014 überreicht. Die darin vorgeschlagenen Finanzierungsmodelle sollten rasch geprüft werden, fordert der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft.
Aus Sicht der Nationalen Plattform Elektromobilität ist Deutschland beim Ausbau der Elektromobilität auf einem guten Weg.

Aus Sicht der Nationalen Plattform Elektromobilität ist Deutschland beim Ausbau der Elektromobilität auf einem guten Weg.

(Bildquelle: PEAK Agentur für Kommunikation)

Deutschland ist im Bereich der Elektromobilität auf einem guten Weg. Das bescheinigt die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) in ihrem Fortschrittsbericht 2014, der gestern (2. Dezember 2014) der Bundesregierung überreicht wurde. Demnach hat sich die Strategie der Bundesregierung bewährt, sich in der Marktvorbereitungsphase auf die Förderung von Forschung und Entwicklung, auf Normung und Standardisierung sowie auf Bildung und Qualifizierung zu konzentrieren. In ihrem Bericht macht die NPE für die kommende Phase des Markthochlaufs 2015-2017 Vorschläge, wie Deutschland die gesteckten Ziele im Bereich der Elektromobilität bis zum Jahr 2020 erreichen kann. „Es ist für die Energiewirtschaft ein wichtiges Signal, dass die Nationale Plattform Elektromobilität die zukünftige Finanzierung der öffentlichen Ladeinfrastruktur in den Blick nimmt und konkrete Maßnahmen auflistet, wie ein bedarfsgerechter Aufbau der Ladesäulen für Elektroautos aussehen kann“, sagt Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Dabei sei klar, dass der flächendeckende Aufbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur für Elektroautos nicht von der Energiebranche alleine geschultert werden kann. „Die Energieversorger sind beim Aufbau der Ladesäulen bereits erheblich in Vorleistung gegangen – und dies, obwohl sich momentan öffentlich zugängliche Ladepunkte sowie eine Schnellladenetz nicht wirtschaftlich betreiben lassen. Seit Jahren fordert die Energiewirtschaft von der Politik, endlich ein schlüssiges Finanzierungskonzept zu erarbeiten. Dieses liegt aber nach wie vor nicht vor“, so Müller. Der neue Bericht geht auf Basis einer BDEW-Schätzung davon aus, dass bis zum Jahr 2020, bezogen auf eine Million Elektrofahrzeuge, rund 70.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte sowie 7.000 Schnellladepunkte notwendig sind. Der Investitionsbedarf liege in den kommenden fünf Jahren bei etwa 110 Millionen Euro jährlich. Zur Jahresmitte 2014 standen insgesamt rund 4.700 öffentlich zugängliche Ladepunkte zur Verfügung – das ist mehr als eine Verdopplung seit der Veröffentlichung des vorherigen NPE-Berichts 2012.
Der BDEW empfiehlt, die in dem neuen Bericht vorgeschlagenen Finanzierungsmodelle rasch zu prüfen: Genannt werden beispielsweise die Finanzierung über ein Investitionsprogramm, über Partnerschaften zwischen Unternehmen sowie über die Integration existierender nationaler und europäischer Förderprogramme. Damit sollen neben Innovationen vor allem Investitionen in Ladepunkte und deren dauerhaften Betrieb belohnt werden. Die Bundesregierung hat angekündigt, die Empfehlungen des Fortschrittsberichts zu prüfen.





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