Freitag, 5. Juni 2026

Baden-WürttembergGuter Wind weht auch im Süden

[12.11.2013] Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller wendet sich gegen Förderbeschränkungen für Windanlagen in Süddeutschland.
Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller wendet sich gegen Förderbeschränkungen für Windanlagen in Süddeutschland.

Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller wendet sich gegen Förderbeschränkungen für Windanlagen in Süddeutschland.

(Bildquelle: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg)

Der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller (Bündnis 90/Die Grünen) hat alarmiert auf Berichte über die Förderpläne der möglichen schwarz-roten Koalition in Sachen Windenergie reagiert. Wenn es stimme, dass die Förderung nur auf die besten Standorte begrenzt werden solle, dann werde der Süden mittelfristig aus dem windreichen Norden fernversorgt, so der Minister. Die größten Verbrauchszentren in Baden-Württemberg und Bayern hätten damit den längsten Weg zur Quelle. Untersteller: „Das Potenzial der vorhandenen guten Windkraftstandorte im Süden bleibt dann ungenutzt, und wir müssen einen enormen Zubau der Transportnetze finanzieren. Das ist unterm Strich ineffizient.“ Untersteller appellierte deshalb in einem Schreiben an den amtierenden Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU), den Nutzen und die Kostenvorteile von Windkraftanlagen im Süden Deutschlands nicht zu unterschätzen. So biete ein geografisch verteilter Ausbau der Windkraft die Chance, Wind dort zu nutzen, wo er gerade wehe: „Dieser Effekt wird künftig eine bedeutende Rolle spielen, wenn es darum geht, Angebot und Nachfrage auszugleichen“, so Untersteller. Anlagen im Süden Deutschlands hätten außerdem insgesamt eine gleichmäßigere Einspeisecharakteristik und seien damit im Vergleich zu Anlagen im Norden netzfreundlicher. Unterm Strich, so Untersteller in seinem Schreiben an Altmaier, müssten in die Planungen der künftigen Energiepolitik auf Bundesebene zwingend auch gute Windstandorte in Süddeutschland eingeschlossen werden, um den Erfolg der Energiewende nicht zu gefährden.





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