EnergiemarktHöhere Wechselwilligkeit
Der Wettbewerb auf dem Strom- und Gasmarkt nimmt wieder zu. Das geht aus aktuellen Daten der Bundesnetzagentur zum Energie-Monitoring 2024 hervor. Demnach haben im vergangenen Jahr über zehn Millionen Haushalte den Stromanbieter oder -tarif gewechselt. Beim Gas waren es mehr als drei Millionen. „Die hohe Zahl an Lieferantenwechseln im Jahr 2024 zeigt, dass Verbraucherinnen und Verbraucher nach besseren Konditionen suchen. Das ist ein gutes Zeichen für Wettbewerb und Energiewende“, sagte Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur.
Laut Bundesnetzagentur sanken die durchschnittlichen Strompreise im April 2025 auf 40,1 Cent pro Kilowattstunde – rund vier Prozent weniger als im Vorjahr. Wer zu einem Wettbewerbsanbieter wechselte, zahlte im Schnitt 38,2 Cent pro Kilowattstunde. Beim Gas lagen die günstigsten Tarife bei 11,6 Cent pro Kilowattstunde. Rund 2,2 Milliarden Euro konnten Haushalte 2024 durch Wechsel von Anbieter oder Vertrag einsparen, so die Behörde.
Gleichzeitig ist der Anteil der Grundversorgungskunden weiter gesunken. Beim Strom liegt er nun bei 23 Prozent, beim Gas bei 16 Prozent. Im Jahr zuvor waren es noch 25 beziehungsweise 19 Prozent. Die Daten stammen aus dem jährlichen Monitoring der Bundesnetzagentur. Ziel ist es, die Entwicklung auf den Energiemärkten transparent zu machen und Handlungsspielräume für Politik, Unternehmen und Verbraucherinnen und Verbraucher aufzuzeigen.
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