Pfälzer WaldKommunen treiben Energiewende voran
Ende Oktober haben der Bezirksverband Pfalz und die Energieagentur Rheinland-Pfalz zur Regionalkonferenz Zukunftsfähige Energieregion Pfälzerwald eingeladen. Gut 100 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Initiativen sind der Einladung gefolgt und haben über die zentrale Frage „Wie können wir die Energiewende im Pfälzerwald umsetzen?“ diskutiert. Aufgrund der starken Einschränkungen beim Ausbau der Windkraft müssen Alternativen gefunden werden, um ein nachhaltiges Energiesystem im Pfälzerwald aufzubauen. Die einhellige Meinung war: Zwar müsse eine umweltfreundliche Stromproduktion, zum Beispiel durch Photovoltaikanlagen aufgebaut werden, im und um den Pfälzerwald liegen jedoch auch große Einspar- und Effizienzpotenziale im Bereich der Wärmeversorgung und der E-Mobilität. Die Energiewende dürfe nicht auf den Stromsektor reduziert werden, bekräftigten verschiedene Referenten. Best Practises, beispielsweise der Einsatz lokaler Biomasse für die Nahwärmeversorgung oder Energieeinsparungen durch die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen gaben laut den Veranstaltern Impulse für die abschließende Diskussion. Außerdem sei deutlich geworden, dass viele Fördergelder aus Bundes- und Landesmitteln für Energiewende- und Klimaschutzprojekte beantragt werden können. „Die Förderlandschaft ist so gut wie nie zuvor“, sagten die Klimaschutz-Managerinnen aus Enkenbach-Alsenborn und Speyer, Lisa Rothe und Fabienne Mittmann. Um diese zu überblicken und sinnvoll für die Kommune nutzen zu können, brauche es aber „Kümmerer“ in der Kommune oder Unterstützung von außen. In der abschließenden Diskussion kam der Vorschlag auf, sich gebietsübergreifend dem Thema Elektromobilität zu widmen. Dieses sei sowohl im Hinblick auf Pendlerbewegungen als auch bei der Gestaltung eines nachhaltigen Tourismus im Pfälzerwald von großer Bedeutung. Auch die Pfälzerwald-Hütten, ein Alleinstellungsmerkmal für den Tourismus im Pfälzer Wald, müssten energetisch zukunftsfähig gemacht werden, sagte Theo Wieder, Vorsitzender des Bezirkstags Pfalz. Die Projektideen werden künftig in themenspezifischen Konkretisierungsworkshops weiterverfolgt. Es wurde auch klar: Ohne die aktive Einbindung der Bürger und privates Engagement wird die Energiewende im Pfälzerwald nicht zu realisieren sein. Es bedürfe vielmehr weiterer Initiativen und Kampagnen, um das Bewusstsein dafür zu schaffen.
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