Montag, 29. Juni 2026

AppsKonsequent digital

[04.11.2014] Eine App hilft Versorgern und Netzbetreibern bei der mobilen Datenerfassung. Davon profitieren nicht nur Außendienstmitarbeiter, auch die gesamten Arbeitsprozesse werden optimiert. Die Folge: Effizienzsteigerung und Kostensenkung.
Ein App des Entwicklers PTW hilft hilft Versorgern und Netzbetreibern bei der mobilen Datenerfassung.

Ein App des Entwicklers PTW hilft hilft Versorgern und Netzbetreibern bei der mobilen Datenerfassung.

(Bildquelle: PTW)

Anruf in der Netzleitstelle: Ein Stromkunde meldet, bei ihm sei der Strom ausgefallen. Schnell wird klar, weitere Kunden sind betroffen. Es gibt eine Versorgungsunterbrechung. Es folgt der Einsatz für die Außendienstmitarbeiter des Bereitschaftsdienstes. Sie müssen vor Ort Hausanschlüsse und Kabelverteilerschränke überprüfen und die Störung lokalisieren. Eine neue Tablet-App kann jetzt bei dieser wichtigen Arbeit vor Ort unterstützen. gotolisten heißt das neue Tool zur mobilen Datenerfassung für Energieversorger und Netzbetreiber. Entwickelt hat es der Datendienstleister und App-Entwickler PTW. Mit gotolisten lässt sich speziell die Organisation verbessern. Schwerpunkt ist dabei die Versorgung der Mitarbeiter mit aktuellen Informationen wie Planunterlagen und Dokumenten. Die App ist derzeit für Apple iPads erhältlich, in Zukunft auch für Android- und Windows-Tablets.
Bisher waren mobile Lösungen oft zu teuer und zu kompliziert in der Handhabung. Die zunehmende Verbreitung von GPS-fähigen Endgeräten wie Tablets allerdings macht die Entwicklung neuartiger Anwendungen möglich und eröffnet neue Einsatzbereiche. gotolisten schafft neue Voraussetzungen für professionelles, mobiles Arbeiten. Das Besondere daran ist die Möglichkeit, individuelle Informationen mit einem selbst gewählten Ort zu verknüpfen – auch in Echtzeit. Ist ein Außendienstmitarbeiter an seinem Einsatzort angekommen, hat er beispielsweise Planunterlagen direkt auf seinem mobilen Endgerät.
Bei der Entwicklung der mobilen Anwendung wurde besonderes Augenmerk auf ein intuitives Handling gelegt. Die Bedienung ist unkompliziert, dadurch entfallen aufwendige Schulungen. Anders als bei sonstigen technischen Apps wurde daher von Anfang an mit professionellen Interface-Designern zusammengearbeitet.

Favoriten- und To-do-Listen

Die App bietet ein Grundgerüst, dessen Funktionalität durch Add-on-Komponenten für spezielle Anforderungen erweitert werden kann. Die Features der Basis-Version umfassen eine Karten- und Listenansicht, eine Routing-Funktion sowie Favoriten- und To-do-Listen. Die integrierte Routing-Funktion führt die Außendienstmitarbeiter zielsicher zum Einsatzort. Die Kartenansicht zeigt dem Nutzer dann den eigenen Standort und wichtige interessante Punkte (POI) wie Kabelverteilerschränke an. Aus der Listenansicht können dann vor Ort ein oder mehrere POI ausgewählt werden, zu denen die zugeordneten Stammdaten angezeigt werden. Einem Kabelverteilerschrank beispielsweise lassen sich auch zusätzliche Informationen wie Schaltpläne zuordnen. Auf Wunsch kann jeder User eigene Dateien mit dem POI verknüpfen. So können Fotos zur Dokumentation erstellt und abgespeichert werden. Damit kann jeder Mitarbeiter vor Ort mit aktuellen Planunterlagen arbeiten und hat den gleichen Informationsstand.
Schnell lassen sich To-do-Listen für Monteure oder externe Dienstleister anlegen. In diesen Listen können Aufgaben vor Ort eingesehen und als erledigt markiert werden. Erst nach der Erledigung einer Aufgabe wird diese aus der To-do-Liste entfernt. Hier werden auch anstehende turnusmäßige Wartungsarbeiten oder notwendige Überprüfungen vor Ablauf einer Gewährleistung angezeigt – ein Detail, das den Arbeitsalltag erleichtert und die optimale Koordination der Außendienstmitarbeiter ermöglicht. Durch einen eigenen Zugang mit Benutzername und Passwort für jeden Mitarbeiter können die Aktivitäten zugeordnet und nachvollzogen werden. Mit diesen zentralen Funktionen ist gotolisten ein umfassendes mobiles Informations- und Dokumentationstool, das online wie offline eingesetzt werden kann. Diese Voraussetzung ist besonders wichtig in Gebieten mit schlechter Netzabdeckung. Zusätzlich zu diesen Basisfunktionen gibt es die Möglichkeit der Individualisierung der App durch Templates. Der Anwender kann eines der bereits erstellten Templates wählen oder sich von dem Unternehmen PTW für den individuellen Bedarf entwickeln lassen. Diese individuelle Erweiterbarkeit ermöglicht den Einsatz der App als kostengünstige, schlanke Lösung für verschiedenste Anwendungen je nach Kundenanforderung.

Immer aktuelle Daten

Wenn Außendienstmitarbeiter Unterlagen auf Papier mitführen müssen, kommt es oft zu Reibungsverlusten zwischen Innen- und Außendienst. Durch den Einsatz der Tablet-App gotolisten kann der Außendienst konsequent papierlos arbeiten – schnell und zeitsparend. Nach Abschluss der Arbeiten kann dies auf dem mobilen Endgerät dokumentiert und eine Fertigstellungsmeldung abgesetzt werden. Auch das Einfügen von aktuellen Hinweisen ist möglich – „Achtung Baustelle, Kabel wegen Sanierung außer Betrieb.“ So ist die vollständige Dokumentation der vor Ort erbrachten Leistungen gewährleistet. Probleme mit fehlenden oder unvollständigen Dokumentationen gehören damit der Vergangenheit an. Alle Daten liegen mit der App jederzeit aktuell und digital vor.

Peter Trettel

Trettel, PeterPeter Trettel ist Geschäftsführender Gesellschafter der PTW GmbH mit Sitz in Lindau am Bodensee. Die PTW GmbH wurde 1993 gegründet und ist einer der großen Dienstleister im Bereich Geo-Informationssysteme in Deutschland. 2010 war Peter Trettel Mitbegründer der Bürgerenergiegenossenschaft Stadt Land See e.G. und ist seitdem deren Vorstandsvorsitzender.

Stichwörter: Informationstechnik, PTW, Apps


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Informationstechnik

Mannheim: Kläranlage erhält digitales Prozessleitsystem

[26.06.2026] Die Mannheimer Kläranlage arbeitet künftig mit einem durchgängigen digitalen Prozessleitsystem. Die Modernisierung soll die Betriebssicherheit erhöhen, Ressourcen sparen und die Anlage auf strengere Vorgaben in der Wasserwirtschaft vorbereiten. mehr...

Advertorial: Das Zusammenspiel entscheidet

[25.06.2026] Stadtwerke stehen vor einer neuen Phase der Digitalisierung: Kundenerwartungen steigen, IT-Landschaften werden komplexer, Fachwissen geht verloren. Operative Handlungsfähigkeit zu erhalten und sich gleichzeitig zukunftsfähig aufzustellen, wird zur obersten Priorität. mehr...

deeeper.technology: Start von KI-Plattform

[24.06.2026] Das Unternehmen deeeper.technology hat mit den Deeeper Energy Maps eine KI-Plattform gestartet, die Energiedaten gebündelt auf einer interaktiven Karte darstellt. Die Lösung soll Projektentwicklern und Beratern die Standortbewertung deutlich erleichtern. mehr...

Kisters: Plattform für Steuerbarkeitstests

[23.06.2026] Netzbetreiber müssen jährlich die Steuerbarkeit von Erzeugungsanlagen prüfen und die Ergebnisse an die Übertragungsnetzbetreiber melden. Der Softwareanbieter Kisters hat seine Redispatch-2.0-Plattform dafür erweitert. mehr...

interview

Interview: Tief integrierte Systeme

[16.06.2026] Künstliche Intelligenz eröffnet neue Möglichkeiten für Automatisierung und effizientere Prozesse. Andreas Weber von Kraftwerk Software erklärt im Interview, warum KI erst dann ihr volles Potenzial entfaltet, wenn sie in die Systemarchitektur integriert ist. mehr...

FairEnergie: Umstieg auf Intense-Lösung

[09.06.2026] FairEnergie ersetzt seine bisherige SAP-IS-U-Landschaft durch die cloudbasierte Plattform TENTAC auf Basis von SAP S/4HANA Utilities. Der Reutlinger Versorger setzt dabei auf Standardprozesse und integrierte Abläufe, um Kosten zu senken und kundenbezogene Prozesse zu vereinfachen. mehr...

SAP will digitale Souveränität stärken und investiert in sichere Cloudlösungen für den öffentlichen Sektor.

GISA: GASAG senkt Cloud-Kosten

[08.06.2026] Die GASAG hat ihre SAP-Systemlandschaft in der Microsoft-Azure-Cloud überarbeitet. Nach Angaben des IT-Dienstleisters GISA sanken dadurch die monatlichen Speicherkosten deutlich, während sich die Leistungsfähigkeit der Systeme erhöhte. mehr...

bericht

Energiemanagement: Cyber-Sicherheit beginnt im Haus

[04.06.2026] PV-Anlage, Batteriespeicher, Wärmepumpe und Wallbox kommunizieren über digitale Schnittstellen miteinander und mit der Außenwelt. Heim-Energiemanagementsysteme fungieren dabei als zentrale Schaltstelle. Doch mit der Vernetzung steigt auch die Angriffsfläche. mehr...

Berlin: Neues Konzept soll KRITIS schützen

[27.05.2026] Berlin verschärft den Schutz Kritischer Energieinfrastrukturen mit einem neuen TOP-Konzept aus technischen, organisatorischen und physischen Maßnahmen. Anlass sind Brandanschläge auf die Stromversorgung, die zuletzt ganze Stadtteile beeinträchtigten und nun umfangreiche Investitionen sowie neue Sicherheitsstandards auslösen. mehr...

SAP will digitale Souveränität stärken und investiert in sichere Cloudlösungen für den öffentlichen Sektor.

IBM/Natuvion: Cloud-Umstieg beschleunigen

[26.05.2026] Das zentrale SAP-ERP-System (SAP ECC) wird ab 2027 nicht mehr gewartet. Um Energieversorgern den Umstieg auf die Cloud-Plattform SAP S/4HANA Utilities zu erleichtern, haben IBM und Natuvion deshalb eine Zusammenarbeit vereinbart. mehr...

Modernes Gebäude der Stadtwerke Hilden mit großer Glasfassade und silberner Metallverkleidung an einer ruhigen Straße bei sonnigem Wetter. Vor dem Eingangsbereich befinden sich Grünanlagen, kleine Bäume und ein gepflasterter Gehweg.

Stadtwerke Hilden: Neues CRM-System eingeführt

[21.05.2026] Die Suche nach einer neuen Ticketing-Lösung führte bei den Stadtwerken Hilden zur Einführung eines umfassenden CRM-Systems. mehr...

Elvaco: ISO-Zertifizierung erhalten

[20.05.2026] Elvaco hat die Zertifizierung nach ISO/IEC 27001 erhalten und stärkt damit sein Informationssicherheits-Management für Gebäude- und Energiedaten. Die Zertifizierung reagiert auf strengere EU-Vorgaben und wachsende Anforderungen an sichere Datenketten in vernetzten Metering- und Smart-Building-Systemen. mehr...

50Hertz: Netzsoftware als Open Source veröffentlicht

[18.05.2026] Der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz stellt die Software ToOp zur Bewältigung von Netzengpässen als Open-Source-Projekt bereit. Nach Angaben des Unternehmens soll das Tool Netzbetreiber in Europa bei der Steuerung von Stromflüssen unterstützen. mehr...

nscharfe Aufnahme eines modernen Büro- oder Veranstaltungsraums. Im Vordergrund ist auf einer Glasfläche der Schriftzug „Future Energy Lab“ zu sehen. Im Hintergrund stehen mehrere verschwommene Personen an einem Stehtisch im Gespräch.

Cyber-Sicherheit: Den Ernstfall trainieren

[18.05.2026] Ein Übungskonzept soll die Sicherheit Kritischer Infrastrukturen erhöhen. Das Konzept für KRITIS-Betreiber wurde Fraunhofer IOSB-AST mit dem Future Energy Lab der Deutschen Energie-Agentur entwickelt. mehr...

Eine Drohne steht auf einem rot-weiß markierten Landeplatz am Straßenrand vor einem Servicefahrzeug von WEMAG Netz. Das Fahrzeug ist mit einer Leiter ausgestattet und parkt neben einer ländlichen Straße mit kahlen Bäumen und freiem Feld im Hintergrund. Die Szene wirkt sonnig und zeigt den Einsatz moderner Drohnentechnik zur Kontrolle von Stromnetzen.

WEMAG: Drohnen überwachen Stromnetze

[13.05.2026] Der Einsatz von Drohnen in der Energiebranche nimmt zu. Auch der Stromnetzbetreiber WEMAG Netz setzt auf die Flugsysteme, um Stromleitungen schneller zu kontrollieren und Schäden frühzeitig zu erkennen. mehr...