Dienstag, 25. August 2026

MarburgKonzept für Klimaschutz entwickelt

[27.07.2023] Die Stadt Marburg hat ein Partizipations- und Kommunikationskonzept zur Stärkung der Klima-Governance entwickelt, das sechs Schlüsselmaßnahmen umfasst.
Die Stadt Marburg hat jetzt in Workshops Partizipations- und Kommunikationskonzept zur Stärkung der Klima-Governance entwickelt.

Die Stadt Marburg hat jetzt in Workshops Partizipations- und Kommunikationskonzept zur Stärkung der Klima-Governance entwickelt.

(Bildquelle: Birgit Heimrich, Stadt Marburg)

Die Stadt Marburg hat ein Konzept für mehr Aktivierung und Austausch für den gemeinsamen Klimaschutz mit Vertreterinnen und Vertretern dieser Bereiche erarbeitet. Wie die Stadt mitteilt, hat der Fachdienst Bürger*innenbeteiligung das Ergebnis jetzt vorgelegt. Der Vorschlag mit dem Titel „Partizipations- und Kommunikationskonzept zur Stärkung der Klimagovernance in der Universitätsstadt Marburg“ konzentriere sich auf sechs Schlüsselmaßnahmen. Diese seien nach umfangreicher Vorbereitung in einem Workshop mit Teilnehmenden aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Politik, Universität und Stadtverwaltung zusammengetragen worden.
Als ersten wichtigen Baustein schlage das Konzept die Einrichtung von ehrenamtlichen Klimabotschafterinnen und -botschaftern vor. In Anlehnung an das erfolgreiche Konzept der ehrenamtlichen Solarberaterinnen und -berater sollen die Klimabotschafterinnen und -botschafter auf Stadtteilebene sowohl private Haushalte als auch Vereine, Verbände, Gewerbe und andere Akteure in Sachen Klimaneutralität beraten und vernetzen. Alle Interessierten konnten mitmachen und sich als Klimabotschafterinnen und -botschafter bewerben. Sie erhielten eine professionelle Weiterbildung, unter anderem zu Fragen der Kommunikation und der Stadtteilarbeit.
Weitere Vorschläge seien regelmäßige stadtweite Treffen, bei denen sich Wirtschaft, Universität, Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung zum Stand der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen austauschen und vernetzen. Vorgesehen seien außerdem Beteiligungsformate wie Bürger*innenräte und Klimawerkstätten. Statt dauerhafter Gremien wie eines Klimarats oder Klimabeirats schlage das Marburger Konzept temporäre und möglichst repräsentativ zusammengesetzte Räte zu einzelnen Klimafragen vor, die für die ganze Stadt relevant sind. Die Klimawerkstätten sollen vor allem den fachlichen Austausch zu einzelnen Fragen des Klimaschutzes fördern und sich unter anderem mit Fragen der Wärmeversorgung und energetischen Sanierung befassen, außerdem mit Ernährung und lokaler Nahrungsproduktion oder mit Klima- und Nachhaltigkeitsbildung.
Das „Partizipations- und Kommunikationskonzept zur Stärkung der Klimagovernance in der Universitätsstadt Marburg“ ist am 21. Juli von der Stadtverordnetenversammlung der Universitätsstadt Marburg beschlossen worden. Erarbeitet worden seien die Vorschläge unter anderem bei einem Workshop, an dem Vertreterinnen und Vertreter von 25 Organisationen und Institutionen aus der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft, der Politik, der Universität und der Verwaltung teilnahmen.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Politik

RWE/Amprion: Stromanbieter kritisieren geplante Übernahme

[19.08.2026] Die geplante Übernahme von Amprion durch RWE stößt bei vier Ökostromanbietern auf Kritik. Sie fordern von der Bundesnetzagentur eine neue Prüfung, weil sie Risiken für Wettbewerb, Netzunabhängigkeit und den Zugang zu Flexibilitätsmärkten sehen. mehr...

Windenergie-auf-See-Gesetz: VKU fordert Ausbau mit Augenmaß

[19.08.2026] Der VKU fordert für den weiteren Ausbau der Offshore-Windenergie mehr Wettbewerb und eine stärkere Orientierung am tatsächlichen Stromertrag. Zur Novelle des Windenergie-auf-See-Gesetzes schlägt der Verband unter anderem ein niedrigeres Ausbauziel und kleinere Ausschreibungsflächen vor. mehr...

interview

Interview: Schocks absorbieren

[10.08.2026] Die Energiebranche fordert klare Regeln für den Schutz Kritischer Infrastrukturen. stadt+werk sprach mit Kerstin Andreae, BDEW, und Ingbert Liebing, VKU, über die Bedrohungslage und mögliche Wege zu höherer Sicherheit. mehr...

Verband Region Stuttgart: Ausbau der Stromnetze beschleunigen

[06.08.2026] Der Verband Region Stuttgart und zahlreiche Partner wollen den Ausbau der Stromnetze in der Region beschleunigen. Eine gemeinsame Absichtserklärung soll Planungs- und Genehmigungsverfahren vereinfachen und die Zusammenarbeit von Kommunen, Netzbetreibern und Stadtwerken stärken. mehr...

Bundesregierung: StromVKG verabschiedet

[04.08.2026] Das neue Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz schafft den Rahmen für zusätzliche flexible Stromkapazitäten. Es soll die Versorgung auch bei wachsendem Anteil erneuerbarer Energien und dem Kohleausstieg absichern. mehr...

EEG-Novelle/Netzanschlusspaket: Stellungnahmen zu Reformschritten

[29.07.2026] Das Bundeskabinett hat heute die Entwürfe für die EEG-Novelle und das Netzanschlusspaket beschlossen. Energieverbände begrüßen den Reformkurs, verlangen im parlamentarischen Verfahren aber an zentralen Punkten Änderungen. mehr...

Thüringen: Energie-Anlagen schneller genehmigen

[28.07.2026] Thüringen will Genehmigungsverfahren für Industrie- und Energie-Anlagen weiter beschleunigen. Neue Vorgaben und organisatorische Maßnahmen sollen Investitionen sowie den Ausbau der Energie-Infrastruktur erleichtern, ohne den Umweltschutz zu schwächen. mehr...

Politik: Stellungnahmen zur EEG-Novelle und zum Netzanschlusspaket

[24.07.2026] Die Referentenentwürfe zur EEG-Novelle und zum Netzanschlusspaket stoßen bei Ländern und Verbänden auf ein geteiltes Echo. Während einige Akteure Nachbesserungen verlangen, sehen andere wichtige Fortschritte – fordern aber mehr Zeit und einen strukturierten Dialog vor dem Kabinettsbeschluss. mehr...

Sokratherm: Politische Entscheidungen verbessern Bedingungen für KWK

[22.07.2026] Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz und ein EuGH-Urteil stärken die Rahmenbedingungen für Kraft-Wärme-Kopplung. Beide Entscheidungen könnten den Einsatz von Blockheizkraftwerken erleichtern und die anstehende Reform des KWK-Gesetzes beeinflussen. mehr...

EEG-Novelle: Kritik aus der Biogasbranche

[22.07.2026] Ein Netzwerk der Biogasbranche kritisiert den Entwurf zur EEG-Novelle als existenzielle Bedrohung für bestehende Biogasanlagen. Nach Ansicht der Flexperten gefährden die geplanten Ausschreibungsregeln Versorgungssicherheit, Wärmewende und ländliche Wertschöpfung – und fordern deutliche Nachbesserungen. mehr...

bericht

Energiewende: Hybridlösungen statt neuer Lock-ins

[14.07.2026] Die Kraftwerksstrategie des Bundes setzt auf zentrale Großprojekte – doch die kommen zu spät und schaffen neue Abhängigkeiten. Kommunale Hybridlösungen aus KWK, Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen und Speichern bieten einen schnelleren, resilienteren Weg. mehr...

Naturstrom: Weniger Negativpreise

[07.07.2026] An der Strombörse gab es im ersten Halbjahr 2026 deutlich weniger Stunden mit negativen Preisen als im Vorjahr. Eine Analyse zeigt, warum die Preise trotz der globalen Energiekrise insgesamt stabil blieben und welche Rolle erneuerbare Energien und Flexibilität dabei spielen. mehr...

Ein großer Mobilkran richtet auf einer Freifläche am Waldrand einen Gittermast einer Hochspannungsfreileitung auf. Mehrere Monteure begleiten die Montage, während weitere Mastsegmente am Boden bereitliegen. Über der Baustelle erstreckt sich ein blauer Himmel mit großen weißen Wolken.

TenneT: Bund steigt ein

[06.07.2026] Der Bund hat seine Beteiligung am Stromübertragungsnetzbetreiber TenneT Germany abgeschlossen. Über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hält der Staat nun 25,1 Prozent der Anteile. Nach Angaben der Bundesregierung soll damit der Ausbau des Stromübertragungsnetzes unterstützt werden. mehr...

Großer Solarpark mit langen Reihen von Photovoltaikmodulen vor mehreren Windenergieanlagen. Die Anlage erstreckt sich über eine offene Landschaft unter einem wolkigen Himmel und veranschaulicht die kombinierte Nutzung von Solar- und Windenergie zur Stromerzeugung.

BDEW/ZSW: BDEW/ZSW

[02.07.2026] Erneuerbare Energien haben im ersten Halbjahr 2026 einen Rekordanteil an der Stromversorgung in Deutschland erreicht. Vorläufigen Berechnungen von ZSW und BDEW zufolge stammten 58 Prozent des Bruttostromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen. mehr...

Gedämmte Fernwärmeleitungen verlaufen in mehreren Bögen über das Außengelände einer Energieanlage. Die groß dimensionierten silberfarbenen Rohre führen entlang eines modernen Technikgebäudes und veranschaulichen die Infrastruktur eines Wärmenetzes.

Städtetag / VKU: Verlässliche Regeln für die Wärmeplanung

[01.07.2026] Zum Stichtag für die Veröffentlichung kommunaler Wärmepläne fordern der Deutsche Städtetag und der Verband kommunaler Unternehmen ein umfassendes Wärmepaket der Bundesregierung. Nach Angaben beider Verbände sorgen geplante Änderungen am Gebäudemodernisierungsgesetz für Unsicherheit bei Kommunen und Stadtwerken. mehr...