Freitag, 5. Juni 2026

HamburgMasterplan Klimaschutz in Kraft

[25.06.2013] Mit dem Masterplan Klimaschutz greift die Freie und Hansestadt Hamburg unter anderem besonders wirksame Maßnahmen aus dem bis 2012 befristeten Klimaschutzkonzept auf. Energie, Industrie, Gewerbe, Hafen und Gebäude sind die wesentlichen Handlungsfelder.
In der Freien und Hansestadt Hamburg ist jetzt der Masterplan Klimaschutz in Kraft getreten.

In der Freien und Hansestadt Hamburg ist jetzt der Masterplan Klimaschutz in Kraft getreten.

(Bildquelle: MEV Verlag)

In der Freien und Hansestadt Hamburg ist jetzt der Masterplan Klimaschutz in Kraft getreten. Wie die Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt mitteilt, folgt dieser auf das von 2007 bis 2012 befristete Hamburger Klimaschutzkonzept und wird vom Aktionsplan Anpassung an den Klimawandel flankiert. „Mit dem Masterplan setzt Hamburg den Klimaschutz konsequent fort. Wir haben dazu das frühere Hamburger Klimaschutzkonzept auf Herz und Nieren geprüft“, erklärt Umweltsenatorin Jutta Blankau. „Wir führen solche Maßnahmen weiter oder werden solche Maßnahmen starten, die besonders CO2-effektiv sind. Das heißt, sie sollen besonders viel CO2 einsparen, besonders wirtschaftlich sein, dabei soziale Belange einbeziehen und das Potenzial zu Pilotprojekten mit Chance auf Markteinführung bieten.“ Wesentliche Handlungsfelder seien Energie, Industrie, Gewerbe, Hafen und Gebäude. Klimaschutzbelange sollen auf Dauer selbstverständlicher Bestandteil der Politik in Hamburg und der alltäglichen Arbeit aller Behörden werden, so die Umweltsenatorin weiter. „Unser Ziel ist, dass Hamburg weiterhin vorn im Klimaschutz mitspielt.“
Laut der Pressemitteilung zeigt der Masterplan Klimaschutz eine Perspektive bis 2050 auf, die es ermöglicht, das CO2-Minderungsziel von 80 Prozent schrittweise zu erreichen. Vor diesem Hintergrund werden für den Streckenabschnitt bis 2020 die in Hamburg zu ergreifenden, realisierbaren Maßnahmen genannt. So liegen im Bereich Energie etwa die Energiepolitische Kooperationsvereinbarung der Stadt mit den Unternehmen Vattenfall und E.ON Hanse, der Neubau und das Repowering von Windkraftanlagen sowie der Bau und Betrieb von 180 zusätzlichen Blockheizkraftwerken. Im Bereich Industrie, Gewerbe und Hafen werden die Selbstverpflichtungen der Industrie zur Umsetzung von CO2-Minderungen und das Programm Unternehmen für Ressourcenschutz weitergeführt. Neu dazu komme die Energiekooperation Hamburger Hafen, mit der die energetische Neuausrichtung des Hafens vorangebracht werde (16219+wir berichteten). Für den Gebäudebereich gibt es zahlreiche Förderprogramme für energetische Maßnahmen bei Wohn- und Nichtwohngebäuden, heißt es in der Meldung. Mithilfe des Masterplans sollen durch die bis dahin umgesetzten Maßnahmen von 2020 an jährlich rund zwei Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Pro Jahr werde der Masterplan mit 17,6 Millionen Euro finanziert.
Wie der Meldung weiter zu entnehmen ist, hat das Hamburger Klimaschutzkonzept von 2007 bis 2012 sein Ziel erreicht: Wie geplant sind zwei Tonnen CO2 eingespart worden. Es standen insgesamt rund 118,5 Millionen Euro zur Verfügung. Davon seien 115,5 Millionen Euro ausgegeben worden, die übrigen rund drei Millionen Euro gehen jetzt in die Umsetzung von Projekten des Masterplans Klimaschutz.





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