Sonntag, 24. Mai 2026

ErzgebirgePlattform Grüne Fernwärme gestartet

[24.09.2021] Der AGFW und die Kreisstadt Stollberg im Erzgebirge informierten über Möglichkeiten der klimaneutralen Wärmeversorgung.
Die Initiatoren freuen sich über den gelungenen Start des westsächsischen Netzwerks der Plattform Grüne Fernwärme.

Die Initiatoren freuen sich über den gelungenen Start des westsächsischen Netzwerks der Plattform Grüne Fernwärme.

Tilman Werner, Geschäftsführer Sächsische Energieagentur – SAENA, Rechtsanwalt und Ministerialrat a. D. Michael Köppl, Marcel Schmidt, Oberbürgermeister Stollberg/Erzgebirge sowie Harald Rapp, Bereichsleiter Stadtentwicklung des AGFW (v.l.).

(Bildquelle: AGFW)

Kommunen in ganz Deutschland stehen derzeit vor der Herausforderung, ihre Strom- und Wärmeversorgung klimaneutral zu gestalten und CO2 einzusparen – so auch die Große Kreisstadt Stollberg. Der Umbau bestehender Infrastrukturen erfordert viel Know-how und nicht überall ist dieses gleichermaßen vorhanden. Hier setzt die neue „Plattform Grüne Fernwärme“ des Energieeffizienzverbandes AGFW an (wir berichteten), deren westsächsisches Netzwerk gestern in Stollberg offiziell gestartet ist. „Wir stehen als Kommune selbst vor wichtigen Entscheidungen für unsere Wärmeversorgung. Wir werden die bestehenden Wärmenetze erweitern und auch neue Netze zur Versorgung unserer Wohnquartiere errichten. Erneuerbare Energien spielen dabei eine immer wichtigere Rolle, weil wir nur so die Klimaziele von EU, Bundesregierung und Freistaat erreichen können“, erklärt Stollbergs Oberbürgermeister Marcel Schmidt.
Als Netzwerk-Pate steht Schmidt mit seinen Mitarbeitern bereit, wenn sich Umlandkommunen ebenfalls für Fernwärme aus erneuerbaren Energien interessieren. Das Spektrum reiche beispielsweise von Solar- und Geothermie über die Nutzung von Holz bis hin zu Abwärme. „Mit der Plattform Grüne Fernwärme wollen wir Kommunen eine fachliche Orientierung bieten, die sich für Fernwärme und Wärmenetze interessieren. Sie brauchen oft zu Beginn die meiste Unterstützung. Von der ersten Idee über die Planungsphase bis hin zum Beschluss durch das Gemeindeparlament begleiten wir die Entscheidungsträger deshalb auf ihrem Weg zur CO2-Einsparung in der kommunalen Wärmeversorgung“, sagt Harald Rapp, Bereichsleiter Stadtentwicklung des AGFW.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Wärmeversorgung

Advertorial: Wie Stadtwerke die Wärmewende erfolgreich umsetzen

[21.05.2026] Bei der Wärmewende gibt es keine Standardlösungen. Deshalb macht die Steag Iqony Group individuelle Bedürfnisse von Stadtwerken und Kommunen finanzierbar und umsetzbar. mehr...

Böhlen: Klimaneutrale Wärme

[20.05.2026] In der sächsischen Stadt Böhlen soll die Wärmeversorgung künftig auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Das Projekt umfasst den Bau einer neuen Energiezentrale und die Modernisierung des bestehenden Wärmenetzes. mehr...

Zwei große, zylindrische Wärmespeicher mit dem Schriftzug „BS|ENERGY“ stehen hinter Bäumen unter blauem Himmel. Im Vordergrund sind herbstlich gefärbte Blätter und eine Straßenlaterne zu sehen.

BS Energy: Plan für klimaneutrale Wärme

[18.05.2026] BS Energy hat einen Transformationsplan für die Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung und den Ausbau der Fernwärmeversorgung in Braunschweig veröffentlicht. Nach Angaben des Unternehmens erfüllt der Energieversorger damit Vorgaben des Bundesgesetzes für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze. mehr...

E.ON: Wärmepumpe spart Energiekosten

[13.05.2026] Eine Analyse von E.ON beziffert das Einsparpotenzial von Wärmepumpen in deutschen Einfamilienhäusern für die Heizsaison 2025/26 auf rund 2,28 Milliarden Euro. Zugleich zeigt die Berechnung, wie stark der Wechsel von Öl und Gas zu elektrischen Heizsystemen auch den CO2-Ausstoß senken könnte. mehr...

Blick auf den Energiestandort Süd der Stadtwerke München mit dem neuen Wärmespeicher. Der große, zylindrische Speicher steht neben mehreren Schornsteinen des Heizkraftwerks am Ufer der Isar. Im Vordergrund sind Bäume und das Flussufer zu sehen, im Hintergrund Teile des Münchner Stadtgebiets.

Stadtwerke München: Wärmespeicher startet Betrieb

[12.05.2026] Mit einem Wärmespeicher wollen die Stadtwerke München die Fernwärmeversorgung flexibler gestalten und die Wärmewende vorantreiben. Der Speicher ist nun in Betrieb gegangen, zwei Fernwärmenetze sind bereits angeschlossen. mehr...

Mannheim: Wärmewende Akademie ist jetzt ein Verein

[04.05.2026] Die Mannheimer Wärmewende Akademie hat sich als eingetragener Verein neu aufgestellt. Damit erhält das bisherige Netzwerk aus Stadt, Energieversorgern und Handwerk eine dauerhafte Organisationsform, die Qualifizierung und Umsetzung der kommunalen Wärmewende verstetigen soll. mehr...

Augsburg: Wärmeplanung liegt öffentlich aus

[04.05.2026] Augsburg hat den Entwurf seiner kommunalen Wärmeplanung veröffentlicht und legt damit erstmals ein konkretes Szenario für die künftige Wärmeversorgung der Stadtteile vor. Bürger, Unternehmen und Verbände können den Plan nun prüfen und bis 20. Mai Hinweise einreichen, bevor die Stadt den Kurs bis 2040 festsetzt. mehr...

Nexiga: Dashboard zum Wärmebedarf

[29.04.2026] Eine frei zugängliche Internet-Plattform zeigt Daten zum Heizwärme- und Warmwasserbedarf auf Postleitzahl- und Gemeindeebene. Nach Angaben des Anbieters Nexiga soll das Angebot Kommunen, Energieversorgern und weiteren Akteurinnen bei der Wärmeplanung helfen. mehr...

Oldenburg: Dialogprozess fließt in Wärmeplanung ein

[28.04.2026] Oldenburg passt seinen kommunalen Wärmeplan nach einem breit angelegten Bürgerdialog an drei zentralen Stellen an. Der jetzt vorliegende Dialogbericht zeigt, welche Beratungs- und Umsetzungsangebote die Stadt für Wärmepumpe, Heizungstausch und energetische Sanierung nachschärfen will. mehr...

SAENA: Broschüre zur Abwärmenutzung aktualisiert

[28.04.2026] Die Sächsische Energieagentur hat ihre Broschüre zu Technologien der industriellen Abwärmenutzung grundlegend aktualisiert und in dritter Auflage veröffentlicht. Der Leitfaden zeigt Unternehmen, wie sich ungenutzte Prozesswärme technisch erschließen lässt, um Energiekosten zu senken und den Umbau hin zu klimaneutralen Prozessen abzufedern. mehr...

Infografik mit einer stilisierten Karte von Konstanz und markierten Projektgebieten für den Ausbau von Wärmenetzen. Farbig hervorgehobene Stadtteile zeigen unterschiedliche Planungsstände: Hafner und Bodensee-Therme in Dunkelgrün (fortgeschrittene Projektentwicklung), Berchengebiet, Paradies und Altstadt in Hellgrün (Machbarkeitsstudie abgeschlossen), Petershausen West in Gelb (Voruntersuchungen), Petershausen West/Königsbau sowie Klinikum in Grau (Voruntersuchungen in Planung). In Sprechblasen stehen jeweils die vorgesehenen Energiequellen wie Seethermie, Außenluft, Abwärme aus Kläranlage oder Kehrichtverwertungsanlage. Rechts oben erklärt eine Legende die Farben und Symbole.

Konstanz: 30 Millionen Euro für Wärmenetze

[27.04.2026] Der Gemeinderat in Konstanz hat den Ausbau klimafreundlicher Wärmenetze beschlossen. Die Stadt will die Stadtwerke über 15 Jahre mit insgesamt 30 Millionen Euro stärken. Damit sollen neue Projekte in geeigneten Stadtgebieten ermöglicht werden. mehr...

Ein großer Autokran hebt auf einer Baustelle einen zylinderförmigen Industriebehälter aus Metall an. Das Bauteil liegt auf Schienen und ist mit mehreren Rohranschlüssen versehen. Im Hintergrund sind Baugeräte, Fahrzeuge und freie Flächen zu sehen. Darüber spannt sich ein blauer Himmel mit dünnen Wolken.

enercity: Großwärmepumpe ersetzt Kohleblock

[23.04.2026] In Hannover hat der Bau einer 30-Megawatt-Großwärmepumpe am Klärwerk Herrenhausen eine neue Phase erreicht. Nach Angaben von enercity hat die Montage zentraler Bauteile begonnen. Die Anlage soll bis Ende 2026 in Betrieb gehen und Wärme für bis zu 13.000 Haushalte liefern. mehr...

Münster: Finaler Entwurf der Wärmeplanung liegt vor

[21.04.2026] Münster plant den Umbau seiner Wärmeversorgung mit mehr Fernwärme und Wärmepumpen. Der jetzt vorliegende Wärmeplan zeigt, wie die Stadt bis 2045 klimaneutral werden will, und steht im Mai zur politischen Entscheidung. mehr...

Frontansicht des Bremer Rathauses mit reich verzierter Backsteinfassade, großen Fenstern und historischem Giebel. Über dem Gebäude wehen die deutsche Flagge sowie weitere Fahnen. V

Freie Hansestadt Bremen: Kommunaler Wärmeplan beschlossen

[16.04.2026] Der Bremer Senat hat den kommunalen Wärmeplan beschlossen. Er soll den Umbau der Wärmeversorgung hin zu klimafreundlichen Lösungen steuern und Bürgerinnen und Bürgern Orientierung geben. mehr...

Industrielle Hochtemperatur-Wärmepumpe von Evonik in Herne auf Containerbasis mit Lüftungseinheiten und Rohrleitungen auf Werksgelände.

Uniper / Evonik: Wärmepumpen-Projekt in Herne

[15.04.2026] In Herne geht eine Hochtemperatur-Wärmepumpe in Betrieb, die industrielle Abwärme für die Fernwärmeversorgung nutzt. Nach Angaben der beteiligten Unternehmen können damit rund 1.000 Haushalte im Ruhrgebiet versorgt werden. Zudem sollen jährlich bis zu 1.750 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. mehr...