EnBWService-Standort Emden
Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG wird auf dem Flugplatzgelände in Emden auf einer Gesamtfläche von knapp 450 Quadratmetern eine Service-Station für ihre Offshore-Windparks in der Nordsee errichten. Mit dem Bau soll laut Unternehmensangaben im Frühjahr 2018 begonnen werden. Als neuer Stützpunkt der EnBW Offshore Service GmbH sollen von hier aus in Zukunft die Serviceeinsätze für die Nordsee-Windparks der EnBW mittels Helikopter erfolgen. Ab 2019 werden zunächst rund 40 Mitarbeiter Wartungs- und Servicearbeiten für die bereits im Bau befindlichen Offshore Windparks EnBW Hohe See und EnBW Albatros durchführen. Auch für die Wartung des geplanten Offshore-Windparks HeDreiht, der 2025 in Betrieb gehen soll, wird die Servicemannschaft in Emden zuständig sein. Insgesamt sollen in dieser zweiten Ausbaustufe dann 60 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
„Seit fast einem Jahr ist die EnBW Offshore Service GmbH bereits mit rund zehn Mitarbeitern von Emden aus für die Betriebsführung des Offshore Umspannwerks BARD Offshore 1 verantwortlich. Wir freuen uns, mit der nun getroffenen Standortentscheidung für unsere neue Betriebsstätte unser bereits bestehendes Engagement vor Ort ausweiten und vertiefen zu können“, so Ralf Neulinger, Leiter Produktion Erneuerbare Energie bei der EnBW.
Die Offshore-Windparks EnBW Hohe See und EnBW Albatros werden derzeit als Gesamtprojekt mit einer Leistung von rund 610 Megawatt realisiert. Nach der für 2019 geplanten Inbetriebnahme werden beide Windparks laut EnBW zusammen jährlich rund 2,5 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugen. Mit dieser Energie könnten rund 710.000 Haushalte versorgt und rund 1,9 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Die Stromerzeugung von Albatros und Hohe See entspreche damit rechnerisch dem Stromverbrauch aller Privathaushalte in Deutschlands drittgrößter Stadt München. Für den Offshore-Windpark HeDreiht hat die EnBW eigenen Angaben zufolge in der ersten Offshore-Ausschreibung in Deutschland den Zuschlag erhalten. Das EnBW-Gebot für den Bau des 900 Megawatt starken Projekts komme ohne EEG-Subventionen aus und zähle damit zu den weltweit ersten Offshore-Projekten, die ohne Förderung auskommen.
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