KWKG-ReformVerbände begrüßen Gutachten

Kesselhaus eines Heizkraftwerks: Energieverbände begrüßen das Gutachten zum gegenwärtigen Stand der Kraft-Wärme-Kopplung.
(Bildquelle: SWM)
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat ein Gutachten zur aktuellen Situation und den Perspektiven der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) veröffentlicht. Laut BMWi umfasst es sowohl die Grundlagen für die Evaluierung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) als auch eine Kosten-Nutzen-Analyse von KWK im Vergleich zu anderen Technologien. Die Ergebnisse des Gutachtens sollen in die geplante KWKG-Novelle einfließen. Dazu sagt der Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU), Hans-Joachim Reck: „Mit der Studie liegt nun endlich die Grundlage für eine Novelle des KWKG vor, die dringend überfällig ist. Es ist erfreulich, dass die Studie auch Verbesserungsbedarf im Bereich der Bestandsanlagen deutlich macht.“ Dies decke sich mit der Situation und Wahrnehmung in den Unternehmen. „Jetzt geht es darum, die Ergebnisse zügig umzusetzen“, fordert Reck. Auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) begrüßt, dass mit der KWK-Studie die Grundlage für die Novelle des KWK-Gesetzes geschaffen worden ist: „Nach der Überarbeitung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) geht es jetzt darum, mit der KWKG-Novelle eine wirtschaftliche Basis für hocheffiziente KWK-Anlagen im Bestand, im Neubau und der Modernisierung zu schaffen“, sagt Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. „Nur so kann das im Koalitionsvertrag verankerte Ziel von 25 Prozent KWK-Stromanteil bis zum Jahr 2020 der Bundesregierung erreicht werden.“
Das BMWi hat angekündigt, die Ergebnisse des Gutachtens mit der betroffenen Branche zu konsultieren. Konkrete Schlussfolgerungen für die künftige Ausgestaltung der KWKG-Förderung sollen dann auf Basis der Ergebnisse und der Branchenkonsultation gezogen werden. Hierbei soll auch eine Verzahnung mit den Entscheidungen zum künftigen Strommarktdesign erfolgen.
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