Europäische UnionVorreiter beim Klimaschutz?
Die neuen energiepolitischen Zielsetzungen der EU sollen unter anderem dafür sorgen, den CO2-Ausstoß drastisch zu senken.
(Bildquelle: Uwe Schlick / pixelio.de)
Nach mehrmonatigen Verhandlungen haben sich die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union auf einen neuen Klima- und Energierahmen bis zum Jahr 2030 verständigt. Wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilt, soll der CO2-Ausstoß in der EU um 40 Prozent gegenüber 1990 sinken und der Anteil der erneuerbaren Energien am Energieverbrauch auf 27 Prozent ansteigen. Zudem wurde ein Energieeffizienzziel in Höhe von 27 Prozent festgelegt. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) begrüßte die Einigung: „Der Europäische Rat hat für die künftige Klima- und Energiepolitik Europas richtige Weichen gestellt. Auch wenn sich Deutschland mehr gewünscht hätte, begrüße ich, dass der gordische Knoten zwischen den unterschiedlichen Interessen der Mitgliedstaaten durchgeschlagen werde konnte.“ Auch vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) kam Zustimmung: „Die EU wird ihrer Vorreiterrolle beim Klimaschutz damit wieder gerecht“, kommentiert Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Gleichzeitig erhalte die Energiewirtschaft mehr Planungssicherheit für Investitionen, die nach dem Jahr 2020 vorgesehen sind. Nun werde es auf die Umsetzung der Entlastungsregelungen ankommen. „Auch wenn diese Regelungen zugunsten einiger Mitgliedstaaten für den erzielten Kompromiss sicherlich notwendig waren, darf es dabei nicht zu Wettbewerbsverzerrungen kommen“, so Müller weiter.
Kleinster gemeinsamer Nenner
Der Wirtschaftsrat der CDU äußerte sich enttäuscht über den Ausgang der Verhandlungen. „Statt einer klaren, an Markt und Wettbewerb orientierten Linie, zeigen die Ergebnisse ein Potpourri aus Umverteilung, Ausnahmeregelungen und neuen Subventionstöpfen“, sagt Kurt J. Lauk, Präsident des Wirtschaftsrats der CDU. Das Hauptziel müsse sein, den Kohlendioxidausstoß zu reduzieren. Ein effizienter EU-Emissionshandel sei notwendig. Umweltschützer bezeichnen die Beschlüsse indes als wenig ambitioniert. „Das verbindliche CO2-Reduktionsziel um mindestens 40 Prozent bis 2030 war der kleinste gemeinsame Nenner – nicht mehr“, erklärt Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH). „Gleichzeitig sind die Beschlüsse für den Ausbau der erneuerbaren Energien ein Desaster.“ Ein Zubau von lediglich 27 Prozent bis 2030 sei viel zu wenig. „Das sind lediglich 0,8 Prozent pro Jahr und damit deutlich weniger als bisher“, so Resch.
Netzausbau: Bündnis fordert Freileitungsvorrang
[17.06.2026] Ein Bündnis aus Netzbetreibern, Verbänden und Wirtschaftsorganisationen fordert einen konsequenten Freileitungsvorrang beim Ausbau neuer Gleichstromtrassen. Die Akteure warnen, dass Ausnahmen im Bundesbedarfsplangesetz den Netzausbau verteuern und verzögern könnten. mehr...
Hessen: Finanzielle Beteiligung soll Pflicht werden
[15.06.2026] Hessen will Kommunen künftig verpflichtend an den Erträgen von Wind- und Solaranlagen beteiligen. Das neue Gesetz soll die Akzeptanz der Energiewende vor Ort erhöhen und den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen. mehr...
BDEW Kongress 2026: Branche fordert Planungssicherheit
[11.06.2026] Die Energiebranche fordert von der Bundesregierung zügige Entscheidungen bei zentralen energiepolitischen Vorhaben. Beim BDEW Kongress 2026 warnten Verbandsvertreter vor Verzögerungen bei wichtigen Gesetzen und forderten mehr Planungssicherheit für Investitionen. mehr...
BDEW Kongress 2026: Verband drängt auf schnelle Beschlüsse
[11.06.2026] Der BDEW fordert von der Bundesregierung ein abgestimmtes Energiepaket für 2026. Nach Ansicht des Verbands müssen mehrere zentrale Gesetzesvorhaben zügig beschlossen werden, um Investitionen in die Energieinfrastruktur abzusichern. mehr...
BDEW Kongress 2026: Reiche wirbt für Energiekonsens
[11.06.2026] Auf dem BDEW Kongress setzte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche ein Zeichen. Um Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit gleichermaßen zu gewährleisten, sei ein Energiekonsens zwischen Politik, Energiewirtschaft und Gesellschaft notwendig. Die Energiewende könne nur gelingen, wenn politische Ziele und energiewirtschaftliche Realität zusammengeführt würden. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Bürgerenergiegesetz überarbeitet
[11.06.2026] Nordrhein-Westfalen hat das Bürgerenergiegesetz für Windenergieprojekte überarbeitet und das Beteiligungsverfahren vereinfacht. Kommunen erhalten in bestimmten Fällen mehr Geld, während neue Regeln die Umsetzung von Projekten erleichtern. mehr...
Energy Sharing: Solarstrom teilen
[03.06.2026] Seit diesem Monat können die Bürger selbst erzeugten Solarstrom untereinander teilen. Das sogenannte Energy Sharing soll für beide Seiten Vorteile bringen. Doch es gibt noch Hürden für die Stromgemeinschaften. mehr...
BDEW/EY: Fortschritte bei der Energiewende
[02.06.2026] Der Ausbau erneuerbarer Energien und die Elektrifizierung sind in Deutschland 2025 weiter vorangekommen. Das geht aus dem aktuellen Fortschrittsmonitor Energiewende von BDEW und EY hervor. Gleichzeitig sehen die Herausgeber erheblichen Handlungsbedarf, um die Klimaziele bis 2030 zu erreichen. mehr...
EEG-Novelle: Bayern und Baden-Württemberg fordern Änderungen
[02.06.2026] Baden-Württemberg und Bayern fordern im Bundesrat Änderungen an der geplanten EEG-Novelle, um den Ausbau der Windenergie an Land zu beschleunigen. Die Länder wollen mehr Ausschreibungsvolumen und bessere Bedingungen für Projekte im Süden, um Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit zu stärken. mehr...
Energieministerkonferenz: Geschlossenes Signal für die Energiewende
[27.05.2026] Die Energieministerkonferenz auf Norderney hat sich geschlossen für den weiteren Ausbau der Energiewende ausgesprochen und zugleich neue Maßnahmen für Versorgungssicherheit, Netzausbau und Kraftwerksplanung beschlossen. mehr...
GModG: BSW-Solar begrüßt Stärkung der Solarthermie
[19.05.2026] Das Bundeskabinett will Solarthermie im neuen Gebäudemodernisierungsgesetz stärken und den Einsatz von Solarkollektoren beim Heizungstausch erleichtern. Der Bundesverband Solarwirtschaft erwartet dadurch neue Impulse für den Wärmemarkt, kritisiert aber zugleich die geplante Deckelung des CO₂-Preises. mehr...
VKU/BDEW: Stellungnahme zu neuen Gesetzentwürfen
[18.05.2026] Die Bundesregierung vergangenen Mittwoch die Entwürfe für das Gebäudemodernisierungsgesetz und das neue Kraftwerksgesetz beschlossen. Der VKU und BDEW begrüßen die Signale für Wärme- und Versorgungssicherheit, sehen aber große Risiken bei Infrastrukturplanung, Wettbewerb und Investitionsbedingungen. mehr...
Baden-Württemberg: Energiebranche begrüßt Koalitionsvertrag
[07.05.2026] Die Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg sieht im neuen Koalitionsvertrag von Grünen und CDU eine Grundlage für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien. Der Verband fordert zugleich ein konsequentes Vorgehen der künftigen Landesregierung. mehr...
Netzausbau: Neue Stromleitungen geplant
[04.05.2026] Die Bundesregierung will den Ausbau der Stromnetze beschleunigen und neue Leitungen planen. Ein Gesetzentwurf sieht 45 zusätzliche Projekte vor. Ziel sind mehr Planungssicherheit und geringere Kosten im Energiesystem. mehr...
Energiewende: Kommunen profitieren
[30.04.2026] Viele Städte und Gemeinden erzielen laut einer Umfrage zusätzliche Einnahmen durch erneuerbare Energien. Gleichzeitig bremsen nach Angaben der Kommunen vor allem fehlende Netze und knappe Haushaltsmittel den weiteren Ausbau. mehr...














