Freitag, 22. Mai 2026

VKUVorschläge für Entbürokratisierung

[11.05.2023] Für einen schnelleren Ausbau der erneuerbaren Energien fordert der VKU intelligente Regelungen, die Prozesse vereinfachen. Der Verband hat dazu sechs Vorschläge entwickelt.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) hat Vorschläge für einen schnelleren Ausbau der erneuerbaren Energien vorgelegt und betont die Notwendigkeit einer Entbürokratisierung. Erforderlich seien intelligente Regelungen, die Prozesse vereinfachen und beschleunigen und gleichzeitig Planungssicherheit gewährleisten. Der Verband hat nun sechs konkrete Vorschläge erarbeitet, um den Ausbau der erneuerbaren Energien zu beschleunigen und die Kosten zu senken:
– Der Ausbau der Lade-Infrastruktur soll durch die Bündelung mehrerer Projekte in einem Förderantrag beschleunigt werden. Bisher muss jeder Ladepunkt einzeln beantragt werden.
– Eine klare Definition im Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) soll verhindern, dass die Behörden wiederholt Unterlagen nachfordern, bevor sie die Vollständigkeit des Genehmigungsantrags feststellen. Eine klare Definition würde unterschiedlichen Auffassungen entgegenwirken.
– Die gesetzlichen Genehmigungsfristen des BlmSchG (sieben Monate beziehungsweise drei Monate im vereinfachten Verfahren) werden häufig nicht eingehalten und mehrfach verlängert. Eine Begrenzung der Fristverlängerung könnte das Verfahren beschleunigen.
– Eine Stichtagsregelung im BlmSchG würde verhindern, dass Änderungen der Sach- und Rechtslage in laufende Genehmigungsverfahren hineinwirken und den Verfahrensablauf verlangsamen.
– Der VKU befürwortet die Digitalisierung der Genehmigungsverfahren nach § 8 des Energieeffizienzgesetzes, um Zeit und Kosten zu sparen.
– Das Vergaberecht sollte reformiert werden, um Bietern die Teilnahme an Vergabeverfahren zu erleichtern. Soziale, ökologische und innovative Aspekte sollten optional eingeführt und die EU-Schwellenwerte sowie die Wertgrenzen im Unterschwellenbereich angehoben werden. Die Vergabeverfahren sollten flexibler gestaltet und die Verfahrensfristen verkürzt werden.
Der VKU weist darauf hin, dass nach Angaben des Deutschen Bundestages in Deutschland insgesamt rund 1.800 Gesetze mit über 50.000 Paragrafen und knapp 3.000 Rechtsverordnungen mit über 40.000 Paragrafen gelten. VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing erklärte: „Die meisten sind zweifellos sinnvoll und notwendig, andere sind aber inzwischen überholt oder bedürfen einer Anpassung.“ Es sei richtig und wichtig, den bestehenden Normenbestand regelmäßig kritisch zu überprüfen, um Regelungen zu vereinfachen – ohne dabei bewährte Standards abzusenken. In jedem Fall sei auch mehr Personal hilfreich, um Genehmigungsverfahren zu beschleunigen, so Liebing.



Stichwörter: Politik, VKU


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Politik

GModG: BSW-Solar begrüßt Stärkung der Solarthermie

[19.05.2026] Das Bundeskabinett will Solarthermie im neuen Gebäudemodernisierungsgesetz stärken und den Einsatz von Solarkollektoren beim Heizungstausch erleichtern. Der Bundesverband Solarwirtschaft erwartet dadurch neue Impulse für den Wärmemarkt, kritisiert aber zugleich die geplante Deckelung des CO₂-Preises. mehr...

VKU/BDEW: Stellungnahme zu neuen Gesetzentwürfen

[18.05.2026] Die Bundesregierung vergangenen Mittwoch die Entwürfe für das Gebäudemodernisierungsgesetz und das neue Kraftwerksgesetz beschlossen. Der VKU und BDEW begrüßen die Signale für Wärme- und Versorgungssicherheit, sehen aber große Risiken bei Infrastrukturplanung, Wettbewerb und Investitionsbedingungen. mehr...

Mehrstöckiges Wohnhaus mit Holzfassade und großer Photovoltaikanlage auf dem Dach in einem grünen Wohngebiet. Das Gebäude verfügt über Balkone, große Fenster und eine Terrasse mit Sitzmöbeln. Im Hintergrund sind weitere Häuser, Bäume und eine hügelige Landschaft zu sehen.

Baden-Württemberg: Energiebranche begrüßt Koalitionsvertrag

[07.05.2026] Die Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg sieht im neuen Koalitionsvertrag von Grünen und CDU eine Grundlage für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien. Der Verband fordert zugleich ein konsequentes Vorgehen der künftigen Landesregierung. mehr...

Netzausbau: Neue Stromleitungen geplant

[04.05.2026] Die Bundesregierung will den Ausbau der Stromnetze beschleunigen und neue Leitungen planen. Ein Gesetzentwurf sieht 45 zusätzliche Projekte vor. Ziel sind mehr Planungssicherheit und geringere Kosten im Energiesystem. mehr...

Arbeiter in Schutzkleidung und Helmen steigen an einem hohen Strommast aus Metall hinauf, während sie an Hochspannungsleitungen arbeiten; der Himmel ist blau mit wenigen Wolken.

Energiewende: Kommunen profitieren

[30.04.2026] Viele Städte und Gemeinden erzielen laut einer Umfrage zusätzliche Einnahmen durch erneuerbare Energien. Gleichzeitig bremsen nach Angaben der Kommunen vor allem fehlende Netze und knappe Haushaltsmittel den weiteren Ausbau. mehr...

DStGB: Forderung nach autonomen Bussen

[30.04.2026] Deutschlands Kommunen verlangen deutlich mehr Geld für den Nahverkehr und drängen zugleich auf autonome Busse im ländlichen Raum. Hintergrund sind Rekorddefizite in den Haushalten, drohende Angebotskürzungen im ÖPNV und die Frage, wie Mobilität außerhalb der Ballungszentren künftig gesichert werden kann. mehr...

Politik: Verbände positionieren sich zu aktuellen Gesetzentwürfen

[24.04.2026] Die Gesetzentwürfe zu StromVKG, EEG und Netzpaket stoßen in der Branche auf breite Zustimmung und scharfe Kritik zugleich. Verbände warnen vor Investitionsrisiken und Ausbauhemmnissen, während die Bundesregierung unter Zeitdruck zentrale Weichen stellt. mehr...

Stadtwerke München: Nachbesserungen bei Energiegesetzen

[24.04.2026] Die Stadtwerke München unterstützen die geplanten Reformen beim Erneuerbare-Energien-Gesetz und beim Netzanschlussverfahren grundsätzlich, warnen jedoch vor schwächeren Investitionsanreizen und einem langsameren Ausbau erneuerbarer Energien, vor allem in Städten. mehr...

Baden-Württemberg: 15-Punkte-Plan für künftige Landesregierung

[21.04.2026] Erneuerbaren-Verbände legen einen 15-Punkte-Plan für den Umbau der Energieversorgung in Baden-Württemberg vor. Der Katalog zielt auf schnelleren Ausbau, mehr Versorgungssicherheit und neue Impulse für Industrie und Verkehr – und setzt die künftige Landesregierung unter Handlungsdruck. mehr...

Gas- und Dampfkraftwerk der Stadtwerke Düsseldorf mit moderner Industriearchitektur, großem verglasten Turm und Schornstein auf dem Betriebsgelände bei Tageslicht.

BDEW: Mix bei Kraftwerksstrategie

[17.04.2026] Der BDEW spricht sich für mehrere Technologien zur Absicherung der Stromversorgung aus. Neben Gaskraftwerken nennt der Verband Batteriespeicher und flexible Stromnachfrage. Hintergrund ist die Debatte über das Ausschreibungsdesign der geplanten Kraftwerksstrategie. mehr...

BEE: Fossile Abhängigkeiten verringern

[14.04.2026] Der Bundesverband Erneuerbare Energie begrüßt die geplanten Entlastungen der Bundesregierung angesichts steigender Energiepreise. Zugleich fordert der Verband schnellere Fortschritte beim Ausbau erneuerbarer Energien. mehr...

BDEW: Mehr Tempo bei Elektrifizierung

[13.04.2026] Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft begrüßt die Ergebnisse des Koalitionsausschusses zum Ausbau erneuerbarer Energien. Zugleich kritisiert der Verband die ausbleibende Senkung der Stromsteuer. mehr...

Umfrage: Mehrheit empfindet Energie-Abhängigkeit als Bedrohung

[10.04.2026] Eine große Mehrheit der Deutschen sieht die Abhängigkeit von Energieimporten als Bedrohung. Eine aktuelle Umfrage zeigt zugleich klaren Rückhalt für mehr erneuerbare Energien und Speicher – und stellt politische Pläne infrage. mehr...

Saarland: Gasspeicher-Strategie gefordert

[02.04.2026] Das Saarland fordert eine nationale Strategie für Gasspeicher, um sinkenden Füllständen und Marktunsicherheiten zu begegnen. Angesichts geopolitischer Spannungen und steigender Preisrisiken wächst der Druck auf den Bund, rechtzeitig vor der nächsten Heizperiode zu handeln. mehr...

Bundesverband Erneuerbare Energie: Branche legt Maßnahmenpaket vor

[31.03.2026] Die Erneuerbaren-Branche legt ein eigenes Maßnahmenpaket für ein kostengünstiges und resilientes Energiesystem vor. Es reagiert auf umstrittene Gesetzesvorschläge aus dem Bundeswirtschaftsministerium und zielt auf mehr Investitionssicherheit und geringere Systemkosten. mehr...