Dienstag, 10. Februar 2026

BambergZukunftssichere Quartiersversorgung

[15.11.2018] Die Energie für das Bamberger Konversionsquartier Lagarde soll künftig zum größten Teil aus regenerativen Quellen stammen. Dafür will ein Konsortium um die Stadtwerke Bamberg sorgen. Eine Machbarkeitsstudie soll klären, ob das ambitionierte Projekt realisierbar ist.
Bamberger Konversionsquartier Lagarde: Energie und Wärme sollen künftig zum größten Teil aus regenerativen Quellen stammen.

Bamberger Konversionsquartier Lagarde: Energie und Wärme sollen künftig zum größten Teil aus regenerativen Quellen stammen.

(Bildquelle: Stadtwerke Bamberg)

Auf dem Bamberger Konversionsquartier Lagarde soll eines der innovativsten Wärme- und Energieversorgungssysteme Deutschlands entstehen. Geht es nach den Vorstellungen eines Konsortiums aus Stadtwerken Bamberg, dem Kasseler Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE), der Universität Bamberg und der Build.Ing Consultants + Innovators (BCI) aus Nürnberg könnte die Energie für das 20 Hektar große Lagarde-Quartier mit seinen ensemblegeschützten Backsteingebäuden schon in wenigen Jahren zum größten Teil aus regenerativen Quellen stammen. Projektleiter Stefan Loskarn von den Stadtwerken Bamberg erklärt: „Wärme aus der Erde und Strom vom Dach, Energieverbraucher und -erzeuger vollständig digital vernetzt – und Mobilitätsangebote, die die Anschaffung eines eigenen Autos überflüssig machen. Unser Ziel ist eine integrierte Lösung für eine umweltfreundliche, bedarfsgerechte und zukunftssichere Quartiersversorgung – nicht nur mit Energie, sondern auch mit Mobilitätsangeboten und Telekommunikationslösungen.“
Ob das Projekt realistisch ist, wird eine Machbarkeitsstudie klären, die mit rund 480.000 Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Untersucht wird insbesondere das Potenzial und die Wirtschaftlichkeit eines Wärmenetzes der vierten Generation. Dieses zeichnet sich durch einen besonders hohen Nutzungsgrad an erneuerbaren Energien aus. Der wird durch die Nutzung von Speichern, Sektorkopplung sowie intelligente Vernetzung aller vorhandenen Gebäude und Anlagen erreicht. Vorgabe ist, dass mindestens 50 Prozent der Wärme regenerativ – am besten vor Ort – erzeugt werden. Das in der Nähe liegende Fernwärmenetz soll nur zur Abdeckung von Spitzen und Absicherung der Versorgung eingesetzt werden.





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