BDEWFahrplan zum Umbau der Energienetze
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat einen Fahrplan entwickelt, um den Umbau des Energiesystems hin zu intelligenten Energienetzen bis zum Jahr 2022 zu ermöglichen. Wie der BDEW mitteilt, sind erste Ergebnisse des Plans im Rahmen der Fachmesse E-World vorgestellt worden. In der Roadmap „Realistische Schritte zur Umsetzung von Smart Grids in Deutschland“ werden drei Marktphasen identifiziert und zehn konkrete Schritte vorgeschlagen. Dazu gehören unter anderem die Entwicklung eines konsistenten rechtlichen und regulatorischen Rahmens, die Förderung von Forschung und Entwicklung, die Erstellung von Standards und Normen sowie stringente Regelungen zur Abgrenzung und Interaktion von Markt und Netz. „Diese vier Maßnahmen müssen bis Ende 2014 umgesetzt werden“, sagt Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. „Denn sie sind die Voraussetzung dafür, dass intelligente Netze etabliert und die weitere Verbreitung der neuen Technologie erfolgen kann.“ Die Marktphase würde realistisch gesehen in den Jahren 2018 bis 2022 einsetzen, teilt der BDEW weiter mit. Mit der Roadmap werde klar, dass der Aufbau intelligenter Netze nicht nur den Abbau regulatorischer Hemmnisse erfordert, um tatsächlich in neue Technologien investieren zu können, sondern auch die notwendige Zeit. In einem mehrphasigen Prozess wäre aus Sicht der Energiebranche ein Ausbau unter den skizzierten Voraussetzungen bis 2022 realisierbar. Laut BDEW ist vorgesehen, die Ergebnisse des Plans zeitnah dem Bundeswirtschaftsministerium zu übergeben. Sie sollen als Grundlage für die weitere Diskussion in der vom Ministerium gegründeten Plattform für zukunftsfähige Netze dienen.
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