Dienstag, 3. März 2026

Frankfurt am MainDialog zur Zukunft der Stadt

[16.10.2013] Experten aus Unternehmen haben sich gemeinsam mit Vertretern der Stadt Gedanken gemacht, wie Frankfurt am Main sich als Green City für die Zukunft aufstellt. Ergebnisse der Zukunftsinitiative Metropolregion-Infrastruktur wurden nun vorgestellt.
Frankfurt am Main will sich zur Green City entwickeln.

Frankfurt am Main will sich zur Green City entwickeln.

(Bildquelle: Katharina Bregulla  / pixelio.de)

Mit der Zukunftsinitiative Metropolregion-Infrastruktur (ZMI) haben sich im April 2013 in Frankfurt eine Gruppe engagierter Unternehmen und die städtischen Dezernate für Planung, Wirtschaft, Verkehr und Umwelt zu einem ganzheitlichen Dialogprozess zusammengefunden. Nun hat die Gruppe die Ergebnisse präsentiert. Wie die Stadt mitteilt, zählen zu den vielfältigen Impulsen für die städtische Diskussion und die Identifizierung von wirksamen Anregungen zur praktischen Umsetzung einer Vision für Frankfurt:
Umweltfreundliche Energien: Ein Bündel von Vorschlägen zur Umsetzung der Energiewende auf regionaler Ebene, das städtische Ziele wie den Masterplan „100 % Klimaschutz“ berücksichtigt. Beispiele: Ausbau der Energiesparberatung, energetische Sanierung des Gebäudebestandes oder ein intelligentes Stromnetz. Ein „Frankfurter Bürgerfonds für Klimaschutz“ könnte eine sinnvolle Geldanlage, energetische Modernisierung und neue Arbeitsplätzen im Sinne einer regionalen Ökonomie verbinden. Ein Verbund „energieeffizienter Unternehmen“ könnte Einsparansätze bei Unternehmensgebäuden und in der Industrieproduktion vorantreiben. Ziel ist ein Energie-Management, das die schwankende Erzeugung durch erneuerbare Quellen und die Verbräuche koordiniert. Frankfurt ist in Europa die Stadt mit der zweithöchsten Dichte an Rechenzentren; die Steigerung der Energieeffizienz und Energierückgewinnung aus der Abwärme kann den Stromverbrauch bremsen.
Nachhaltige Mobilität: Formulierung einer ganzheitlichen Mobilitätsstrategie, in dem eine ideale Mischung von Individual- und öffentlichem Verkehr, von Fuß- und Radverkehr, von Elektromobilität, von Personen- und Güterverkehren angestrebt wird. Nutzung moderner, elektronischer Verkehrsleitsysteme, um auch die einzelnen Verkehrsträger effizient zu vernetzen, Staus zu vermeiden oder zu verkürzen und die Parkplatzsuchzeiten zu verringern. Mobile Endgeräte und Smartphone-Apps können die Wirksamkeit solcher Leitsysteme noch erhöhen.
Zukunftsorientierte Industrie: Steigerung von Akzeptanz und Wertschätzung der an Bedeutung zunehmenden modernen Industrie durch verschiedene Maßnahmen. Erarbeitung eines regionalen Logistikkonzepts, das mit unterstützenden Leitsystemen wachsende Güterverkehrsflüsse optimiert und intelligent steuert. Frankfurt muss weiter digitale Infrastrukturen unterstützen, um den bestehenden Standortvorteil zu erhalten.
Ganzheitliche Entwicklung der Stadt: Neue Planungs- und Steuerungsinstrumente inklusive einer passenden Begleitung durch ein Nachhaltigkeitsgremium können die ganzheitliche Umsetzung der Stadtstrategien zielgerichtet und effizient unterstützen. Eine Kennzahlenübersicht städtischen Wachstums könnte den gesamten Prozess zur Green City greifbarer machen.
Attraktive Stadt: Frankfurt könnte sich als kleine Global City präsentieren, mit Merkmalen wie „Smarte Stadt, wirtschaftsstark, ressourceneffizient, lebenswert“. Das Ziel einer Green City rahmt das Handlungsfeld „Wirtschaftskraft“, eine Kommunikationsstrategie stellt die Attribute „liebenswert, angenehm, gesund, entspannt, grün, anregend und interessant“ in den Mittelpunkt. Qualitativ hochwertige, attraktive Wohnhochhäuser könnten die einzigartige Skyline ergänzen und bezahlbaren Wohnraum in der Innenstadt schaffen.



Stichwörter: Politik, Frankfurt am Main


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