Dienstag, 31. März 2026

BDEW1,34 Millionen Ökostrom-Anlagen

[25.02.2014] In Deutschland erzeugen mehr als 1,34 Millionen Anlagen Strom aus erneuerbaren Energien. Laut Erhebungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) bilden Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen die Spitzengruppe.
Mehr als 1

Mehr als 1,34 Millionen Anlagen erzeugen laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft in Deutschland Öko-Strom.

(Bildquelle: creativ collection Verlag)

In Deutschland haben im Jahr 2012 1.346.528 Anlagen Ökostrom erzeugt. Die Solarenergie hatte mit über 1,3 Millionen Anlagen den größten Anteil. Darauf folgt die Onshore-Windenergie mit knapp 22.200 Anlagen sowie die Biomasse mit knapp 13.100 Anlagen. Das haben neue Erhebungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ergeben. Die meisten Erneuerbare-Energien-Gesetz(EEG)-fähigen Anlagen standen demnach in Bayern (441.504), Baden-Württemberg (249.579) und Nordrhein-Westfalen (191.053). Im Freistaat seien im Bundesvergleich bislang die meisten Photovoltaik- (433.767) und Biomasseanlagen (3.579) installiert worden. Die meisten Windenergieanlagen an Land (5.367) standen in Niedersachsen. Das hat nach Angaben des BDEW wiederum dazu geführt, dass Niedersachsen mit 21,8 Milliarden Kilowattstunden (kWh) den meisten Strom aus EEG-Anlagen erzeugt hat. Danach folgen Bayern (19,4 Milliarden kWh) und Nordrhein-Westfalen (12,4 Milliarden kWh).
Der Biomasseanteil an der gesamten installierten Leistung im Bereich der erneuerbaren Energien lag im Jahr 2012 bei 8,1 Prozent, ihr Anteil an der regenerativen Stromerzeugung bei 26,3 Prozent. „Die Politik muss auch aus diesem Grund beim Thema Energiewende den Wärmemarkt mehr ins Zentrum der Debatte rücken. Aber ausgerechnet hier enttäuscht der Koalitionsvertrag der Großen Koalition“, sagt Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. „Auf den Gebäudebereich entfallen rund ein Drittel der CO2-Emissionen. Das Potenzial, das hier zum Energiesparen und zur Minderung von CO2-Zielen gehoben werden könnte, ist enorm. Beispielsweise können Biomasse und Bioerdgas im Wärmemarkt viel Positives bewirken.“ Die von der Bundesregierung mit der EEG-Reform geplanten Regelungen seien nicht geeignet, die flexiblen Einsparpotenziale von Biogas zu unterstützen. „Im Gegenteil: Mit ihrer Umsetzung würde der weitere Ausbau von Biogasanlagen zur Stromerzeugung zum Erliegen kommen“, erklärt Müller. Wie der Meldung weiter zu entnehmen ist, befürwortet der BDEW die geplante EEG-Novelle der Bundesregierung. Müller: „Bei einem gegenwärtigen Anteil von rund einem Viertel an der Stromerzeugung müssen auch die erneuerbaren Energien mehr Verantwortung übernehmen. Die Eckpunkte von Bundesminister Gabriel und der öffentlich gewordene Referentenentwurf, der sich zur Zeit in der Ressortabstimmung befindet, können daher als großer Fortschritt gesehen werden. Insbesondere die sich abzeichnenden Maßnahmen zur Marktintegration der erneuerbaren Energien und die Pflicht zur Direktvermarktung für neue Anlagen sehen wir als positiv“, erläutert die BDEW-Hauptgeschäftsführerin. Die Direktvermarktung von erneuerbaren Energien ist nach Verbandsangaben inzwischen ein Erfolgsmodell. Im Jahr 2012 wurden 40 Prozent der gesamten EEG-Strommenge im Rahmen des Marktprämienmodells vermarktet. Bei der Onshore-Windenergie seien es bereits 70 Prozent. Der BDEW erwartet, dass dieser Anteil 2013 auf mehr als die Hälfte der EEG-Strommenge gestiegen ist. Genaue Zahlen sollen im Herbst 2014 vorliegen.



Stichwörter: Politik, BDEW, Biogas, Politik


Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Politik

Bundesverband Erneuerbare Energie: Branche legt Maßnahmenpaket vor

[31.03.2026] Die Erneuerbaren-Branche legt ein eigenes Maßnahmenpaket für ein kostengünstiges und resilientes Energiesystem vor. Es reagiert auf umstrittene Gesetzesvorschläge aus dem Bundeswirtschaftsministerium und zielt auf mehr Investitionssicherheit und geringere Systemkosten. mehr...

Deutscher Städte- und Gemeindebund: Umsetzung der Wärmewende in Gefahr

[30.03.2026] Deutschlands Kommunen warnen vor einem finanziellen Kollaps, der Investitionen in die Wärmewende ausbremst. Ohne grundlegende Reformen und verlässliche Förderstrukturen drohen Planung und Umsetzung vor Ort ins Stocken zu geraten. mehr...

Gaspaket: Lob und Kritik von Branchenverbänden

[26.03.2026] Drei Branchenverbände bewerten den Gesetzentwurf zum Gas- und Wasserstoffbinnenmarkt grundlegend unterschiedlich. Ihre Stellungnahmen zeigen, wo es beim Umbau der Gasnetze zu Biomethan und Wasserstoff noch hakt und welche Nachbesserungen sie fordern. mehr...

Klimaschutzprogramm: Stellungnahmen von VKU, BSW-Solar und BDEW

[26.03.2026] VKU, BSW-Solar und BDEW haben das neue Klimaschutzprogramm der Bundesregierung bewertet und fordern Nachbesserungen. Die Verbände sehen Fortschritte, warnen aber vor Umsetzungsdefiziten und widersprüchlichen Signalen für zentrale Sektoren der Energiewende. mehr...

Naturstrom: Umfrage zur Energiepolitik veröffentlicht

[18.03.2026] Eine große Mehrheit der Bevölkerung bewertet die Energiepolitik der Bundesregierung negativ und lehnt zentrale Reformpläne ab. Die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage zeigen wachsende Skepsis gegenüber Solar- und Heizungsentscheidungen – mit möglichen Folgen für Investitionen und Akzeptanz der Energiewende. mehr...

Hauptverwaltung des Energieversorgers Badenova in Freiburg mit moderner Glasfassade, Eingangsbereich und Skulptur vor dem Gebäude.

Badenova: Forderungskatalog nach Landtagswahl

[13.03.2026] Nach der Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg fordert der Energieversorger Badenova ein schnelleres Vorgehen bei der Energie- und Wärmewende. Das kommunale Unternehmen hat dazu ein Papier mit zwölf Punkten vorgelegt. Darin geht es unter anderem um Finanzierung, Genehmigungen, Wärmenetze und den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft. mehr...

KRITIS-Gipfel: Forderung nach stärkerer Resilienz

[11.03.2026] Energieverbände fordern eine stärkere Ausrichtung auf Resilienz und Schutz Kritischer Infrastrukturen in Deutschland. Anlass war der erste KRITIS-Gipfel, der gestern in Berlin stattfand. Dort berieten Vertreter der Branche, der Politik und der Bundeswehr über neue Bedrohungslagen und konkrete Schutzmaßnahmen. mehr...

Bundesverband Solarwirtschaft: Frontalangriff auf die Energiewende

[03.03.2026] Ein geleakter Entwurf zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes sieht die Streichung der Förderung für neue private Solaranlagen und eine Pflicht zur Direktvermarktung vor. Die Solarbranche warnt vor massiven Folgen für Investitionen, Arbeitsplätze und die Klimaziele. mehr...

bericht

Gebäudemodernisierungsgesetz: Städte sehen Hürden

[02.03.2026] Die ostdeutschen Städte arbeiten an der Wärmewende. Nun liegen Eckpunkte für ein neues Gebäudemodernisierungsgesetz vor. Der Deutsche Städtetag begrüßt die Einigung, sieht jedoch noch offene Fragen und warnt vor Risiken für Investitionen und Klimaziele. mehr...

Baden-Württemberg: 22 Windpark-Projektierer warnen vor Aus von Windenergie

[02.03.2026] 22 Windpark-Projektierer aus dem Südwesten warnen vor einem faktischen Aus für neue Anlagen in Baden-Württemberg. Sie sehen den Ausschreibungsmechanismus des EEG als Ursache und drängen die Bundesregierung zu raschen Korrekturen. mehr...

Gebäudemodernisierungsgesetz: Kritik und Lob von Branchenverbänden

[26.02.2026] Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) setzt auf eine Grüngasquote, eine entfristete Bio-Treppe und stärkere Förderung für Fernwärmenetze. Verbände aus der Energie- und Wärmewirtschaft begrüßen den Kurswechsel, warnen aber vor Preisrisiken, fehlender Planungssicherheit und offenen Detailfragen. mehr...

Baden-Württemberg: Land stellt 50 Millionen Euro für Elektrolyseure bereit

[25.02.2026] Baden-Württemberg startet die zweite Runde seines Förderprogramms für Elektrolyseure und stellt weitere 50 Millionen Euro für die regionale Wasserstofferzeugung bereit. Das Umweltministerium reagiert damit auch auf fehlende Vorgaben des Bundes und will den Aufbau lokaler Wasserstoff-Hubs beschleunigen. mehr...

Speicherbranche: Kritik an AgNes-Prozess

[24.02.2026] Die geplante Neuordnung der Netzentgelte im AgNes-Prozess stellt die bisherige Befreiung von Stromspeichern infrage. Vertreter der Speicherbranche warnen, dass ohne Vertrauensschutz Milliardeninvestitionen und bis zu 16 GW Batteriespeicherleistung auf der Kippe stehen. mehr...

Sachsen-Anhalt: Resilienz-Stab zum KRITIS-Schutz eingerichtet

[24.02.2026] Sachsen-Anhalt richtet einen ressortübergreifenden Resilienz-Stab zum Schutz Kritischer Infrastrukturen ein. Das neue Gremium soll angesichts wachsender Risiken durch Extremwetter, Cyber-Angriffe und hybride Bedrohungen die Krisenvorsorge des Landes neu ordnen. mehr...

Hamburg: Firmen warnen vor Netzplänen

[23.02.2026] Mehr als 20 Energieunternehmen aus Hamburg wenden sich gegen das vom Bundeswirtschaftsministerium geplante „Netzpaket“. Sie befürchten Nachteile für den Ausbau erneuerbarer Energien und für den Standort. In einem Brief an die Hamburger CDU fordern sie eine Kehrtwende. mehr...