Mittwoch, 4. Februar 2026

Greenpeace-ReportGlobale Energiewende keine Utopie

[22.09.2015] Eine aktuelle Greenpeace-Studie malt eine rosige Energie-Zukunft. Bis zum Jahr 2050 sei eine weltweite Energiewende hin zu 100 Prozent erneuerbare Energien möglich. Rund 20 Millionen zusätzliche Arbeitsplätze könnten so geschaffen werden.
Greenpeace-Report: Bis zum Jahr 2050 ist eine weltweite Energiewende hin zu 100 Prozent erneuerbare Energien möglich.

Greenpeace-Report: Bis zum Jahr 2050 ist eine weltweite Energiewende hin zu 100 Prozent erneuerbare Energien möglich.

(Bildquelle: SENER)

Der Greenpeace-Report „Energy [R]evolution“, der in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entstand, kommt zum Schluss: Weltweit sind 100 Prozent erneuerbare Energien bis zum Jahr 2050 machbar. Die wichtigste Botschaft des Berichts lautet: Es gibt keine technischen oder wirtschaftlichen Hindernisse auf dem Weg zu einer CO2-neutralen Energiegewinnung. Nötig sei nur der politische Wille, so Greenpeace. Für die Umstellung auf saubere Energieerzeugung bis 2050 müssen zunächst enorme Investitionen getätigt werden. Auf rund eine Billion Dollar jährlich schätzen die Autoren der Studie das Volumen. Sie rechnen allerdings auch mit Einsparungen bei Brennstoffkosten in gleicher Höhe.
Der in der Studie befürwortete Fahrplan stellt dabei große Umbrüche in Aussicht: Der Energiesektor würde sich grundlegend ändern, aber nicht auf Kosten der Arbeitsplätze. Im Jahr 2030 könnten demnach weltweit fast zehn Millionen Menschen im Bereich Solarenergie beschäftigt sein – zehnmal mehr als heute und genauso viele wie derzeit in der Kohleindustrie arbeiten. Insgesamt würden durch die Umstellung 20 Millionen zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden: Bei einer beschleunigten Energiewende hätten in 15 Jahren 48 Millionen Menschen Jobs in der globalen Energiebranche, liefe alles weiter wie bisher nur 28 Millionen. Sven Teske, Greenpeace-Energieexperte und Autor der Studie, erklärt: „Die Erneuerbaren Energien sind inzwischen erwachsen und können mit klimaschädlichen Kohlekraftwerken und riskanten Atommeilern konkurrieren. Wir dürfen nicht zulassen, dass Kohle- und Atomlobbyisten den Weg in eine saubere, sichere und wirtschaftliche Energiezukunft versperren.“



Stichwörter: Politik, Greenpeace


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