Schleswig-HolsteinSpitzenposition bei EE-Stromversorgung
Die Erneuerbaren erreichen in Schleswig-Holstein erstmals einen Anteil an der Stromerzeugung von über 50 Prozent.
(Bildquelle: Uwe Schlick / pixelio.de)
Zahlen des Statistikamtes Nord für das Jahr 2015 belegen, dass die Stromerzeugung aus Windenenergie an Land und auf See in Schleswig-Holstein um rund 5.500 Terawattstunden gestiegen ist. Wie das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume mitteilt, betrug der Anteil der Erneuerbaren an der Stromerzeugung damit erstmals 53 Prozent. Energie aus Wind, Sonne und Biogas habe rechnerisch sogar rund 110 Prozent des Stromverbrauchs in Schleswig-Holstein gedeckt. Bundesweit sei lediglich ein Anteil von knapp 32 Prozent erreicht worden. Damit nimmt Schleswig-Holstein einen Spitzenplatz beim Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ein. Die Stromerzeugung aus Kohle und Atom gehe dagegen zurück. Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) kommentierte: „Erstmals haben die Erneuerbaren in Schleswig-Holstein 2015 Kohle und Atom überholt. Den Erneuerbaren muss die Zukunft gehören. Sonst ist der Klimaschutz, zu dem Deutschland und die EU sich verpflichtet haben, nicht zu machen.“ Anders verhält es sich mit der Photovoltaik. Zwar sei die im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr gesunkene Stromerzeugung aus Photovoltaik vor allem auf ein vergleichsweise schlechtes Sonnenjahr zurückzuführen, dennoch sei sie auch eine Quittung für die vorgenommene Deckelung und Vergütungskürzung in den vergangenen Jahren. „Der Photovoltaik-Ausbau wurde dadurch nahezu abgewürgt“, sagte Habeck.
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