Montag, 22. Juni 2026

VKU, AGFW und BEE„Kommunale Wärmewende jetzt!“

[20.05.2020] Ein Vier-Punkte-Plan mehrerer Verbände fordert die Weiterentwicklung des Wärmebonus für erneuerbare Energien, Ausschreibungen für solarthermische Großkollektoren, Verbesserungen für Tiefengeothermie sowie Mittel für Anlagenbauer und finanzschwache Kommunen.
Im Vier-Punkte Plan wird auch eine Ausweitung des Bonus auf Fernwärmebestandssysteme gefordert.

Im Vier-Punkte Plan wird auch eine Ausweitung des Bonus auf Fernwärmebestandssysteme gefordert.

(Bildquelle: Frank Urbansky)

Die Umstellung der kommunalen Wärmenetze auf erneuerbare Energien und unvermeidbarer Abwärme trägt zum Klimaschutz bei und bietet dazu erhebliche Chancen für diverse Wirtschaftsakteure. Wie diese bereits im Klimaschutzprogramm 2030 aufgeführten Potenziale nun zielgerichtet umgesetzt werden können, wird in einem Vier-Punkte-Plan durch den Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE), den Verband kommunaler Unternehmen (VKU) und den Energieeffizienzverband AGFW beschrieben. Die darin vorgeschlagenen Maßnahmen können überwiegend haushaltsunabhängig finanziert werden, sodass größere Mehrbelastungen für die ohnehin angespannten öffentlichen Haushalte vermieden werden. „Der aktuelle Rechtsrahmen ist zu zaghaft, um die Potenziale der erneuerbaren Wärme großtechnisch umfassend zu nutzen“, sagt BEE-Präsidentin Simone Peter. Der Wärmebonus für erneuerbare Energien im Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) solle daher um Wärme aus Holz und Biomasse sowie um sämtliche Wärmequellen, welche mit Großwärmepumpen erschlossen werden können, erweitert werden. Ebenso sei eine Ausweitung des Bonus auf Fernwärmebestandssysteme erforderlich. Der Ausbau großer Solarkollektoren könnte über Ausschreibungen forciert werden; ebenso sei eine verbesserte Bohrkostenförderung und Risikoabsicherung bei Tiefengeothermie-Projekten erforderlich.
Neben der Stärkung des heimischen Anlagenbaus und einer forcierten industriellen Wertschöpfung über gezielte Industriepolitik geht der Plan explizit auch auf die angespannte Haushaltslage in finanzschwachen Kommunen ein. „Die aktuelle Steuerschätzung zeigt, dass die Finanzlage in vielen Kommunen besorgniserregend ist. Wir schlagen daher vor, den Fond für Kommunalinvestitionsförderung zu verlängern und mit zusätzlichen Finanzmitteln auszustatten. Dann kann die Wärmewende auch in finanzschwachen Kommunen vorangetrieben werden“, erläutert Ingbert Liebing, Hauptgeschäftsführer des VKU.





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