Freitag, 3. April 2026

MVV-GruppeVermarktung ohne EEG-Vergütung

[06.07.2020] MVV 20 plus heißt ein neues Produkt, das Unternehmen der MVV-Gruppe für Windparks anbieten. Wenn die Förderung nach dem EEG ausläuft, sollen den Betreibern damit die Risiken für den Weiterbetrieb abgenommen werden.
Das Produkt MVV 20 plus soll Betreibern von Post-EEG-Windparks die Risiken für den Weiterbetrieb abnehmen.

Das Produkt MVV 20 plus soll Betreibern von Post-EEG-Windparks die Risiken für den Weiterbetrieb abnehmen.

(Bildquelle: MVV Energie AG)

Das Mannheimer Energieunternehmen MVV und die beiden Tochterunternehmen juwi und Windwärts haben ihre Post-EEG-Lösungen für Anlagenbetreiber in dem gemeinsamen Produkt MVV 20 plus gebündelt. Wie die Unternehmen mitteilen, fasst die Lösung einzelne Weiterbetriebskomponenten zusammen – vom Schnittstellen-Management über den Betriebsführungsvertrag und die Stromvermarktung, bis hin zur Wartung der Anlagentechnik und den notwendigen Rahmenversicherungen. Der Vorteil für Anlagenbetreiber sei: Neben der Bündelung von Dienstleistungen würden dem Betreiber Risiken der Weiterbetriebszeit abgenommen. Dazu komme, dass es nur noch einen zentralen Ansprechpartner gebe, der sich um alle wirtschaftlichen Belange des Windparks kümmert.
Stefan Sewckow, Geschäftsführer von MVV Trading, erläutert: „MVV 20 plus richtet sich an alle Anlagenbetreiber, die ihren Strom nicht selbst an der Börse vermarkten wollen oder denen die Welt der Direktvermarkter schlicht zu unübersichtlich ist.“ Gemeinsam mit dem Anlagenbetreiber entwickle MVV Trading ein passendes Konzept zur Vermarktung des erzeugten Stroms – ganz ohne EEG-Vergütung und doch zu einem garantierten Fixpreis. Martin Greschik, Leiter der Betriebsführung bei Windwärts, ergänzt: „Die Kosten für Schnittstellen-Management und Wartung sind für MVV 20 plus-Kunden ertragsabhängig gestaltet. Das heißt, wir übernehmen einen Teil des Betriebsrisikos, damit die Umsätze unserer Kunden möglichst immer die Kosten übersteigen. Selbst dann, wenn der Wind einmal nicht wehen sollte.“ Auch bei Abregelungen würden die Kunden die volle Kompensation erhalten.
Christian Arnold, Geschäftsführer der Betriebsführung bei juwi, benennt einen weiteren wichtigen Baustein des Produkts: „Die Abrechnung bei MVV 20 plus erfolgt über die erbrachte Leistung in Euro pro Megawattstunde, jeweils zum Monatsende. Das sichert unseren Kunden die nötige Liquidität für einen wirtschaftlich erfolgreichen Weiterbetrieb ihres Bestandsparks.“
Um die Instandhaltung bei gleicher Qualität kostenreduziert durchzuführen, kooperieren juwi, Windwärts und MVV mit einem Wartungsunternehmen für Enercon-Anlagen, der Firma VSB Technik mit Sitz in Dresden. VSB Technik ist seit 2015 zudem Servicepartner für Enercon-Windenergie- Anlagen und soll im Rahmen der Kooperation alle Anlagentypen des Herstellers im Kundenauftrag betreuen.





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