RosenheimErstes Netzwerk-Treffen

Sie kümmern sich darum, dass Kommunen in Bayern Orientierung erhalten.
v. l.: Rechtsanwalt Michael Köppl; Plattform-Pate Heiko Peckmann von den Stadtwerken Rosenheim; Harald Rapp, Bereichsleiter Stadtentwicklung des AGFW
(Bildquelle: AGFW)
In Rosenheim ist jetzt das bayerische Netzwerk der Plattform Grüne Fernwärme gestartet. Wie der Energieeffizienzverband AGFW mitteilt, unterstützt er mit seinem Angebot Kommunen bei den Herausforderungen der Wärmewende (wir berichteten). Weil diese von Bundesland zu Bundesland zum Teil sehr unterschiedlich ausfielen, setze die Plattform auf die Expertise regionaler Paten. Ansprechpartner für interessierte Kommunen in Bayern seien die Stadtwerke Rosenheim sowie die Erdwärme Grünwald. Eine weitere Veranstaltung im Raum Grünwald werde Ende August stattfinden.
Handlungsdruck für die Kommunen entstehe derzeit unter anderem durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts, erklärte Rechtsanwalt Michael Köppl den anwesenden Bürgermeistern aus der Region. Dieses sehe weitreichende Klagebefugnisse für Bürgerinnen und Bürger im Bereich Klimaschutz vor. Städte und Gemeinden müssten künftig bei jeder ihrer Handlungen prüfen, ob eine klimafreundlichere Alternative bestehe. Im Bereich der Wärmeversorgung könnten kommunale Wärmepläne helfen, sich ein Bild der lokalen Gegebenheiten zu verschaffen. Der AGFW erarbeite gerade eine Orientierungshilfe für Kommunen zu diesem Thema.
Laut AGFW besitzen die Stadtwerke Rosenheim seit vielen Jahren Erfahrungen auf dem Gebiet der Fernwärmeversorgung. Im Rahmen der neuen AGFW-Plattform geben sie dieses Wissen an interessierte Kommunen und Stadtwerke aus der Region weiter. „Wir wollen damit zu einem schnelleren Gelingen der Wärmewende in den bayrischen Kommunen beitragen. Wir helfen bei einer ersten Orientierung, worauf bei der Versorgung mit Fernwärme zu achten ist“, so Pate Heiko Peckmann, Bereichsleiter technische Dienste und Energiemarkt bei den Stadtwerken Rosenheim. Gemeinsam mit Geschäftsführer Götz Brühl und Projektleiter Philipp Mend erläuterte er das Rosenheimer Modell. Demzufolge werde aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz ein brennbares Gas gewonnen, das mit hoher Effizienz in modernen Gasmotoren grünen Strom und Wärme erzeugt.
Harald Rapp, Bereichsleiter Stadtentwicklung beim AGFW, ist Initiator der Plattform Grüne Fernwärme. Sein Fazit der ersten Veranstaltungen fällt sehr positiv aus: „Das große Interesse der Teilnehmer hier in Rosenheim sowie die Erfolge in Sachsen, Baden-Württemberg, Thüringen und Hessen sind für uns die beste Bestätigung. Gemeinsam mit den Landesenergieagenturen und weiteren Partnern stehen wir mit unserem Know-how als Sparringspartner zur Verfügung. Die Bürgermeister und Dezernenten haben derzeit sehr viele Aufgaben vor der Brust. Wir stehen im Bereich der klimaschonenden Wärmeversorgung gerne als Experten bereit.“
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