Baden-WürttembergWindenergie muss durchstarten
Die Windenergie im Land Baden-Württemberg muss endlich durchstarten. „Die verschiedenen Arbeitsgruppen der Taskforce in der Landesverwaltung haben in den vergangenen Monaten zwar die Basis gelegt. Einige juristische Fallstricke der Vergangenheit sind aus dem Weg geräumt“, so der Bundesverband Windenergie (BWE). Das Widerspruchsverfahren sei abgeschafft, der Infrastruktursenat beim Verwaltungsgerichtshof eingerichtet. Viele neue Flächen könnten dadurch für die Planung und den Bau von Windparks geöffnet werden. Jetzt müssten Verwaltung und Kommunalpolitik die Veränderungen aufgreifen und Tempo machen. „Unter tatkräftiger Führung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), der seit Monaten massiven Druck für mehr Windparks im Land macht, müssen wir nach der Sommerpause in die konkrete Umsetzung der Energiewende in Baden-Württemberg einsteigen. Mehr als hundert Windparks stehen in den Startlöchern“, so BWE-Landesvorsitzende Julia Wolf.
Die Wirtschaft sei darauf gut vorbereitet. Die im Land Baden-Württemberg aktiven Windenergie-Unternehmen holten die Planungen der letzten Jahre aus den Schubladen und könnten dank modernster Technologie an den Standorten fast doppelt so viel Windstrom erzeugen wie noch vor zehn Jahren. Diese positiven Rahmenbedingungen im Land benötigen nach Meinung des BWE jetzt das Engagement der Kreise und Kommunen in Baden-Württemberg. Jetzt gelte es Vorranggebiete und Konzentrationszonen auszuweisen, jetzt müssten Regionalverbände, Landkreise und Kommunen die Projekte in den Gremien und in den Genehmigungsverfahren zügig und rechtssicher zum Erfolg führen. Dafür gebe es mutmachende Anzeichen, immer mehr Gremien gäben grünes Licht für die Planung von Windparks. Trotzdem verharrten noch zu viele Kommunen in einer abwartenden und passiven Haltung. Die Bevölkerung sei für den Ausbau mit großer Mehrheit bereit. Nicht erst seit der Klimawandel täglich spürbar sei und die durch den Ukraine-Krieg ausgelöste Energiepreiskrise die Menschen verunsichert, stehe eine breite Mehrheit im Land der Windenergie auch in der eigenen Kommune positiv gegenüber.
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