Mittwoch, 18. März 2026

KarlsruheEnergiePakt geschlossen

[26.08.2022] Auf Initiative des Karlsruher Oberbürgermeisters Frank Mentrup wurde jetzt ein EnergiePakt ins Leben gerufen, der beim Einsparen von Energie helfen soll. Die Auswirkungen der Energiekrise sollen dadurch abgemildert werden.
Pressekonferenz zum EnergiePaktim Karlsruher Rathaus.

Pressekonferenz zum EnergiePaktim Karlsruher Rathaus.

v.l.: Dr. Frank Mentrup, Oberbürgermeister Karlsruhe; Dietmar Späth, OB Baden-Baden; Martin Wolff, OB Bretten; Johannes Arnold, OB Ettlingen; Michael Heuser, Bürgermeister Rheinstetten

(Bildquelle: Stadt Karlsruhe, Georg Hertweck)

Um die Auswirkungen der Energiekrise abzumildern, hat der Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) zusammen mit den Stadtwerken Karlsruhe jetzt einen EnergiePakt ins Leben gerufen. Wie die Stadt Karlsruhe mitteilt, haben sich der Initiative bereits die Städte Baden-Baden, Rastatt, Ettlingen, Rheinstetten, Bruchsal und Bretten angeschlossen sowie weitere zahlreiche Partner.
Ziel der Initiative sei es, ein Zeichen des Zusammenhalts zu setzen, ein Bewusstsein für Energie und den Energieeinsatz eines jeden und einer jeden Einzelnen zu schaffen, zum aktiven Energieeinsparen zu motivieren, Energieberatungen durchzuführen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie durch effektive Verbrauchsreduzierungen die negativen Folgen der Energiekrise durch vermeintlich kleine aber auch große Maßnahmen abgemildert werden können. Die Initiative schließe sich dem Aufruf der Bundesregierung an, dem zufolge es gelte, ab sofort 20 Prozent Energie einzusparen. Dadurch könne schon heute mehr Gas in die Speicher gefüllt werden, das dann an den kalten Tagen zur Verfügung steht.
„Jeder und jede Einzelne ist gefordert, seinen individuellen Beitrag zu leisten. Doch wir Kommunen haben eine besondere Verantwortung auch mit Blick auf das Funktionieren der Wirtschaft in unserer prosperierenden Technologieregion. Und wir haben eine Vorbildfunktion, indem wir das Thema Energiesparen durch konkrete Maßnahmen zum Beispiel in den öffentlichen Gebäuden vorleben“, unterstreicht Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick aus Bruchsal. Es sei die Summe von vielen kleinen Veränderungen, das Hinterfragen von Gewohnheiten, die letztendlich Großes bewirken könnten.

Zahlreiche Maßnahmen für das 20-Prozent-Ziel

Angaben der Stadt Karlsruhe zufolge werden die einzelnen Städte in den kommenden Wochen Vorträge, Beratungsangebote und konkrete Hilfestellungen zum Thema auf den Weg bringen. Aber auch Botschafterinnen und Botschafter an Schulen, in Vereinen, Energieberatungen im Rahmen von Veranstaltungen, und Experten-Interviews sollten für das Energiethema mit umfangreichen Maßnahmen informieren und für das Energiesparen sensibilisieren.
Zudem sei eine Internet-Seite erstellt worden, die den Worten Olaf Heils, dem Geschäftsführer der Stadtwerke Karlsruhe, zufolge „das Herzstück des EnergiePakts darstellt.“ Die Seite biete zahlreiche Hilfestellungen für das individuelle Energiesparen, informiere und erkläre die Hintergründe der Energiemarktsituation und weise auf Beratungs- und Hilfsangebote hin. Eine Energiespar-Challenge solle dazu aufrufen, die 20 Prozent auch zu erreichen.
Als Anlaufstelle für die Menschen in der Region diene ferner ein Energy-Mobil. Geschulte Energieberaterinnen und -berater seien an Bord und stünden Rede und Antwort, erklärten die politischen Sachverhalte und Hintergründe der Energiekrise und gäben Tipps zum Energiesparen und zur Kostensenkung. Wann sich das Energy-Mobil wo aufhält, werde auf der Internet-Seite bekannt gegeben.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Politik

Naturstrom: Umfrage zur Energiepolitik veröffentlicht

[18.03.2026] Eine große Mehrheit der Bevölkerung bewertet die Energiepolitik der Bundesregierung negativ und lehnt zentrale Reformpläne ab. Die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage zeigen wachsende Skepsis gegenüber Solar- und Heizungsentscheidungen – mit möglichen Folgen für Investitionen und Akzeptanz der Energiewende. mehr...

Hauptverwaltung des Energieversorgers Badenova in Freiburg mit moderner Glasfassade, Eingangsbereich und Skulptur vor dem Gebäude.

Badenova: Forderungskatalog nach Landtagswahl

[13.03.2026] Nach der Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg fordert der Energieversorger Badenova ein schnelleres Vorgehen bei der Energie- und Wärmewende. Das kommunale Unternehmen hat dazu ein Papier mit zwölf Punkten vorgelegt. Darin geht es unter anderem um Finanzierung, Genehmigungen, Wärmenetze und den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft. mehr...

KRITIS-Gipfel: Forderung nach stärkerer Resilienz

[11.03.2026] Energieverbände fordern eine stärkere Ausrichtung auf Resilienz und Schutz Kritischer Infrastrukturen in Deutschland. Anlass war der erste KRITIS-Gipfel, der gestern in Berlin stattfand. Dort berieten Vertreter der Branche, der Politik und der Bundeswehr über neue Bedrohungslagen und konkrete Schutzmaßnahmen. mehr...

Bundesverband Solarwirtschaft: Frontalangriff auf die Energiewende

[03.03.2026] Ein geleakter Entwurf zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes sieht die Streichung der Förderung für neue private Solaranlagen und eine Pflicht zur Direktvermarktung vor. Die Solarbranche warnt vor massiven Folgen für Investitionen, Arbeitsplätze und die Klimaziele. mehr...

bericht

Gebäudemodernisierungsgesetz: Städte sehen Hürden

[02.03.2026] Die ostdeutschen Städte arbeiten an der Wärmewende. Nun liegen Eckpunkte für ein neues Gebäudemodernisierungsgesetz vor. Der Deutsche Städtetag begrüßt die Einigung, sieht jedoch noch offene Fragen und warnt vor Risiken für Investitionen und Klimaziele. mehr...

Baden-Württemberg: 22 Windpark-Projektierer warnen vor Aus von Windenergie

[02.03.2026] 22 Windpark-Projektierer aus dem Südwesten warnen vor einem faktischen Aus für neue Anlagen in Baden-Württemberg. Sie sehen den Ausschreibungsmechanismus des EEG als Ursache und drängen die Bundesregierung zu raschen Korrekturen. mehr...

Gebäudemodernisierungsgesetz: Kritik und Lob von Branchenverbänden

[26.02.2026] Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) setzt auf eine Grüngasquote, eine entfristete Bio-Treppe und stärkere Förderung für Fernwärmenetze. Verbände aus der Energie- und Wärmewirtschaft begrüßen den Kurswechsel, warnen aber vor Preisrisiken, fehlender Planungssicherheit und offenen Detailfragen. mehr...

Baden-Württemberg: Land stellt 50 Millionen Euro für Elektrolyseure bereit

[25.02.2026] Baden-Württemberg startet die zweite Runde seines Förderprogramms für Elektrolyseure und stellt weitere 50 Millionen Euro für die regionale Wasserstofferzeugung bereit. Das Umweltministerium reagiert damit auch auf fehlende Vorgaben des Bundes und will den Aufbau lokaler Wasserstoff-Hubs beschleunigen. mehr...

Speicherbranche: Kritik an AgNes-Prozess

[24.02.2026] Die geplante Neuordnung der Netzentgelte im AgNes-Prozess stellt die bisherige Befreiung von Stromspeichern infrage. Vertreter der Speicherbranche warnen, dass ohne Vertrauensschutz Milliardeninvestitionen und bis zu 16 GW Batteriespeicherleistung auf der Kippe stehen. mehr...

Sachsen-Anhalt: Resilienz-Stab zum KRITIS-Schutz eingerichtet

[24.02.2026] Sachsen-Anhalt richtet einen ressortübergreifenden Resilienz-Stab zum Schutz Kritischer Infrastrukturen ein. Das neue Gremium soll angesichts wachsender Risiken durch Extremwetter, Cyber-Angriffe und hybride Bedrohungen die Krisenvorsorge des Landes neu ordnen. mehr...

Hamburg: Firmen warnen vor Netzplänen

[23.02.2026] Mehr als 20 Energieunternehmen aus Hamburg wenden sich gegen das vom Bundeswirtschaftsministerium geplante „Netzpaket“. Sie befürchten Nachteile für den Ausbau erneuerbarer Energien und für den Standort. In einem Brief an die Hamburger CDU fordern sie eine Kehrtwende. mehr...

Berlin: Gesetzentwurf zum besseren Schutz von KRITIS

[23.02.2026] Der Berliner Senat will das Datenschutz- und Sicherheitsrecht anpassen, um Kritische Infrastruktur besser vor Anschlägen zu schützen. Hintergrund sind gezielte Attacken auf die Stromversorgung; der Gesetzentwurf soll moderne Schutztechnik rechtlich absichern und Informationsrisiken begrenzen. mehr...

VKU/BDEW: Stellungnahme zum Diskussionspapier der Bundesnetzagentur

[19.02.2026] Die Branchenverbände VKU und BDEW haben sich jetzt jeweils zum Diskussionspapier der Bundesnetzagentur zu möglichen Einspeisenetzentgelten positioniert. Beide Verbände begrüßen Reformschritte bei den Stromnetzentgelten, lehnen dynamische Einspeiseentgelte jedoch ab. mehr...

Bundesnetzagentur: Orientierungspunkte für Einspeiseentgelte vorgelegt

[19.02.2026] Die Bundesnetzagentur hat jetzt Orientierungspunkte für Einspeiseentgelte vorgelegt. Daraus geht hervor, dass die Behörde Stromerzeuger ab 2029 systematisch an den Netzkosten beteiligen und dafür ein Kapazitätsentgelt sowie dynamische Einspeiseentgelte einführen will. mehr...

bericht

Solarenergie: Verstärkte Investitionen gefragt

[16.02.2026] Solarenergie ist die günstigste und populärste Art der Stromerzeugung. Bis 2030 soll die bundesweit installierte Solarleistung noch einmal nahezu verdoppelt werden. Wie gestaltet sich die Energiewende in Photovoltaik, Speichern und Solarthermie? mehr...