WiesbadenBasis für klimaneutrale Wärmeversorgung gelegt

Zur Kennzeichnung künftiger Aktivitäten rund um die Wärmewende hat die Stadt als Logo ein geschwungenes „W“ eingeführt, das den Richtungswechsel hin zu einer klimafreundlichen Zukunft symbolisieren soll.
(Bildquelle: Stadt Wiesbaden)
Wie die Landeshauptstadt Wiesbaden mitteilt, ist seit Ende August die Bestands- und Potenzialanalyse zur kommunalen Wärmeplanung öffentlich zugänglich. Das Dokument bildet die energetische Ausgangslage der Stadt ab und zeigt, welche Möglichkeiten für eine klimafreundliche Wärmeversorgung in den kommenden Jahren bestehen. Die Analyse ist über das Geoportal der Stadt, die Webseite wiesbaden.de/waermewende sowie über das Beteiligungsportal Wiesbaden Wirkt abrufbar.
Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) betont die Bedeutung des Projekts: „Die Wärmewende zählt zu den größten Herausforderungen auf dem Weg zur Klimaneutralität. Sie greift unmittelbar vor Ort und betrifft jeden einzelnen Stadtteil.“ Mit der Analyse liege eine Datengrundlage vor, auf der gemeinsam mit Bürgerschaft, Wirtschaft und Wohnungsgesellschaften Lösungen entwickelt werden könnten.
Auch Bürgermeisterin Christiane Hinninger (Bündnis 90/Die Grünen), zuständig für Umwelt und Klima, hebt hervor, dass die Untersuchung nicht nur ein theoretisches Werk sei. Vielmehr solle sie als praxisnahes Werkzeug für Planerinnen und Planer, Energieversorger, Entscheidungsträger und Bürgerinnen und Bürger dienen. Sie verdeutliche, wo die Stadt aktuell stehe und welche Schritte nötig seien, um sich von fossilen Energieträgern unabhängig zu machen.
Nach Angaben von Jörg Höhler, Vorstandsvorsitzender von ESWE Versorgung, ist die Potenzialanalyse auch für die Energieversorgung von zentraler Bedeutung. Sie bilde die Grundlage für konkrete Projekte wie den Ausbau der Fernwärme, die Entwicklung klimafreundlicher Nahwärmelösungen sowie Vorhaben in den Bereichen Geothermie und Großwärmepumpen.
Die Bestands- und Potenzialanalyse ist ein verpflichtender erster Baustein der Kommunalen Wärmeplanung nach dem Wärmeplanungsgesetz. Auf ihrer Basis folgen nun die nächsten Schritte: die Ausweisung zukünftiger Versorgungsgebiete, die Entwicklung von Zielszenarien für die Wärmeversorgung und Maßnahmenpfade für den Umbau des Wärmesystems. Diese sollen bis Ende 2025 vorliegen.
Zur Kennzeichnung künftiger Aktivitäten rund um die Wärmewende führt die Stadt zudem ein Logo ein: ein geschwungenes „W“, das an eine Heizspirale erinnert und den Richtungswechsel hin zu einer klimafreundlichen Zukunft symbolisieren soll.
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