BDEWMehr Tempo bei Elektrifizierung
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) unterstützt nach eigenen Angaben das Vorhaben der Bundesregierung, den Ausbau erneuerbarer Energien weiter voranzutreiben. BDEW-Hauptgeschäftsführerin Kerstin Andreae erklärte, dies sei eine Voraussetzung für eine zukunftssichere Energieversorgung, mehr Widerstandskraft und weniger fossile Abhängigkeiten.
Mit mehr erneuerbarem Strom könne die Elektrifizierung von Industrie, Wärme und Verkehr vorangebracht werden, teilte Andreae mit. Der Energiebedarf in Deutschland werde derzeit noch zu fast 80 Prozent durch fossile Energieträger gedeckt. Eine stärkere Nutzung von Strom könne nach Angaben des Verbandes den Energiebedarf senken. Als Beispiele nannte Andreae Elektroautos und Wärmepumpen. Diese seien effizienter, weil bei der Nutzung von Strom weniger Energie verloren gehe als bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe.
Für Bereiche, die sich nicht elektrifizieren ließen, brauche es zudem Wasserstoff. Der Verband fordert deshalb ein klares Bekenntnis der Bundesregierung zu diesem Energieträger. Kritik äußerte der BDEW daran, dass sich die Bundesregierung nicht auf eine allgemeine Senkung der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß verständigt habe. Dies hätte laut Andreae breite Entlastungen gebracht, Klimaziele unterstützt und die Elektrifizierung erleichtert. Eine befristete Senkung der Mineralölsteuer bekämpfe dagegen nur die Folgen hoher Spritpreise, erklärte Andreae. Langfristige Voraussetzungen für nachhaltige Entlastungen würden dadurch nicht geschaffen.
Als mögliche Maßnahmen nannte der Verband gezielte Anreize für Flotten, steuerliche Förderung privater Pkw sowie eine Neuauflage des Förderprogramms für klimaschonende Nutzfahrzeuge und Infrastruktur, etwa für elektrische Lastwagen und Zugmaschinen.
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