MetelenKleine Kommune mit viel Klimaschutz

In Metelen gibt es einen Bürgerwindpark, Photovoltaik-Anlagen, energetische Sanierungen von Wohn- und Gewerbegebieten sowie einen energieautarken Betrieb.
(Bildquelle: Gemeinde Metelen/Rika Brinkjans)
Durch Biomasse, Photovoltaik und Windenergie erzeugt Metelen, das sich über eine Fläche von 40 Quadratkilometern erstreckt, bereits bis zu 430 Prozent des jährlichen, lokalen Strombedarfs. Der überschüssige Strom geht aktuell in die regionalen und überregionalen Verteilernetzte. So wird dafür gesorgt, dass in den Städten, in denen mehr Strom verbraucht als produziert wird, auch ausreichend vorhanden ist. Weitere Ausbaumaßnahmen für erneuerbare Energien sind in der Planung. So sollen unter anderem laut Klimaschutzplan 38 Prozent der CO2-Emissionen bis 2030 eingespart werden (gegenüber dem Basisjahr 2010). Als langfristiges Ziel sind sogar 87 Prozent bis 2050 geplant. „Wenn die Wertschöpfungskette der erneuerbaren Energien direkt und indirekt zu Vorteilen für Kommune und Bürger führt, dann treffen hier mehrere positive Aspekte zusammen, die es zu unterstützen gilt“, begründet Robert Brandt, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE), die Auszeichnung als Energiekommune im Monat März
Durch energetische Sanierungen zur Klimaneutralität
Auch kleinste Kommunen sind in der Verantwortung, das Klima zu schützen und den Menschen den Klimaschutz näher zu bringen. Metelen ist mit 6.500 Einwohnerinnen und Einwohnern die sechstkleinste Gemeinde in NRW. Im gesamten Rathaus sind 25 Personen beschäftigt. Insofern ist man zufrieden, seit 2018 bereits eine volle Stelle in der Gemeindeverwaltung für den Klimaschutz geschaffen zu haben. „Ich selbst engagiere mich zusätzlich in den Gremien des Energieland2050 des Kreises und organisiere so die Entwicklung für die Klimaneutralität der Region mit“, verdeutlicht Bürgermeister Gregor Krabbe (CDU) und weist dabei auf die Wichtigkeit der überörtlichen Vernetzung der Akteure hin. Das auch in kleinen Gemeinden eine Menge für den Klimaschutz und für erneuerbare Energien getan werden kann, zeigt dieser aktive Ort im Münsterland.
Durch den Umbau des Baubetriebshofs der Gemeinde zu einem energieautarken Betrieb haben EU und Land beschlossen, das Projekt zu fördern. Die Umstellung auf E-Arbeitsgeräte, E-Fahrzeuge, die thermische Nutzung der kommunalen Gehölze mit einer Hackschnitzelheizung sowie die energetische Sanierung des Gebäudes zeigen, dass nachhaltiges Arbeiten auch im handwerklichen Umfeld möglich ist. Das Abwasserwerk nutzt bereits über ein Blockheizkraftwerk (BHKW) das vorhandene Faulgas zur Strom- und Wärmeproduktion. In diesem Jahr wird zusätzlich eine PV-Anlage auf dem Gelände den Eigenstromverbrauch des Klärwerks durch selbstproduzierten Strom weiter senken.
Klimabildung und Beteiligung als Schlüssel für Akzeptanz
Der Bürgerwindpark Haltern Moddefeld ist nur ein Beispiel für eine aktive Bürgerschaft. Dort sollen demnächst 50,4 Megawatt Strom erzeugt werden. Bürger aus Horstmar und Metelen erhalten hier die Möglichkeit auf eine finanzielle Beteiligung am Bürgerwindenergieprojekt. Die „Wertschöpfung und Entscheidungskompetenz dauerhaft vor Ort behalten, statt Standorte an auswärtige Investoren zu vergeben“, lauten die Kernpunkte des Vorhabens.
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