StuttgartStadt hält Kurs auf Klimaneutralität

Stuttgart hält an seinem Ziel fest, bis 2035 klimaneutral zu werden.
(Bildquelle: Jan Böttinger/Unsplash)
Die Stadt Stuttgart treibt die Energiewende weiter voran und bekräftigt ihr Ziel, bis 2035 klimaneutral zu werden. Wie die Landeshauptstadt mitteilt, berichteten Verwaltung und Stadtwerke Stuttgart (SWS) im Ausschuss für Klima und Umwelt über Fortschritte und künftige Strategien. Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) hob die bisherigen Erfolge hervor: „Wir haben in Sachen Klimaschutz in den letzten Jahren große Schritte nach vorne gemacht, geradezu Sieben-Meilen-Schritte.“ Er betonte zugleich, dass die Transformation nur gelingen könne, wenn sie sozial- und wirtschaftsverträglich gestaltet wird.
Senkung der CO2-Emissionen
Nach Schätzungen des Amts für Umweltschutz konnten die Treibhausgasemissionen der Stadt gegenüber 1990 um 54 Prozent gesenkt werden, bei städtischen Liegenschaften sogar um 75 Prozent. Zudem ist der Primärenergieverbrauch seit 1990 um mehr als 43 Prozent gesunken. Erneuerbare Energien spielen eine immer größere Rolle: 28 Prozent des Endenergieverbrauchs in Stuttgart stammen inzwischen aus regenerativen Quellen. Die Stadtwerke haben die Stromerzeugung aus Photovoltaik großflächig ausgebaut, von null Megawatt im Jahr 2022 auf 30 Megawatt im Jahr 2024. Bis Ende 2025 sollen fast alle Stuttgarter Schulen mit Photovoltaikanlagen ausgestattet sein.
Auch die Infrastruktur für Elektromobilität wurde ausgebaut. Im Jahr 2024 verfügte Stuttgart über 3.107 Normalladepunkte, was die Stadt in dieser Kategorie deutschlandweit an die Spitze setzt. Parallel dazu wächst der Anteil erneuerbarer Energien am Energieverbrauch der Stadtgesellschaft: Die Leistung aller installierten Photovoltaikanlagen stieg im vergangenen Jahr um 30 Prozent auf insgesamt 109 Megawatt, genug, um mehr als 30.000 Haushalte zu versorgen. Bis Ende 2026 soll die Leistung nahezu verdoppelt werden.
Weitere Projekte
Neben Solarstrom setzt Stuttgart auch auf andere erneuerbare Energien. Projekte wie die Plusenergie-Kita Osumstraße oder das Stadtquartier Neckarpark nutzen Geothermie, Abwasserwärme und Solarthermie. Die Eiswelt Stuttgart ist bereits klimaneutral und kombiniert verschiedene nachhaltige Energiequellen. Im Bereich der Fernwärmeversorgung verfolgt die Stadt eine nachhaltige Strategie: Mehr als 50 Quartiere sollen an ein leitungsgebundenes Wärmenetz angeschlossen werden. Die Stadtwerke Stuttgart spielen hier eine zentrale Rolle und betreiben bundesweit Windenergieanlagen sowie Photovoltaikparks. In Stuttgart selbst hält ihr Marktanteil an Photovoltaikanlagen bereits 20 Prozent.
Auch die Mobilität steht im Fokus der Klimaschutzstrategie. Der Klimamobilitätsplan umfasst 71 Maßnahmen zur Reduktion der CO2-Emissionen im Verkehrssektor, der aktuell 15 Prozent der städtischen Emissionen verursacht. Wissenschaftliche Berechnungen zeigen, dass Stuttgart seine verkehrsbedingten Emissionen zwischen 2010 und 2030 um 46 Prozent senken kann. Im Vergleich zu 1990 wäre eine Minderung um 60 Prozent möglich.
Die Stadtverwaltung ist zuversichtlich, dass Stuttgart sein ambitioniertes Klimaziel erreichen kann. Die kontinuierliche Reduktion der Emissionen, der Ausbau erneuerbarer Energien und die nachhaltige Stadtentwicklung sollen dazu beitragen, dass die Landeshauptstadt 2035 klimaneutral wird.
Energie-Kommune: Bremen will Klimaneutralität bis 2038
[15.06.2026] Bremen möchte seine Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2038 um 95 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren. So sieht es die Klimaschutzstrategie des Landes vor. Dafür wurde sie jetzt von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) als Energie-Kommune des Monats Juni ausgezeichnet. mehr...
BEEKOMM: Thüringen erhält 1,6 Millionen Euro Förderung
[05.06.2026] Mit dem Projekt BEEKOMM unterstützt Thüringen Kommunen beim schnelleren Ausbau von Windenergie und Freiflächen-Photovoltaik. Bund und Land stellen dafür Fördermittel bereit und finanzieren neue Beratungsangebote, die Planungsprozesse vor Ort beschleunigen sollen. mehr...
Netzwerk Altmühlfranken: Auszeichnung für Energie- und Wärmewendeprojekte erhalten
[03.06.2026] Das kommunale Klimaschutznetzwerk Altmühlfranken ist für seine interkommunale Zusammenarbeit bei Energie- und Wärmewendeprojekten ausgezeichnet worden. In drei Jahren entstanden 38 gemeinsame Konzepte und Projekte, die den Ausbau erneuerbarer Energien in der Region deutlich vorangebracht haben. mehr...
eueco: Neue Leitfadenreihe zur Bürgerbeteiligung veröffentlicht
[28.05.2026] eueco hat eine neue Leitfadenreihe für Bürgerbeteiligung an Projekten mit erneuerbaren Energien veröffentlicht. Hintergrund sind strengere Vorgaben, wachsender Finanzierungsdruck und der steigende Bedarf an standardisierten Beteiligungsmodellen für Kommunen, Stadtwerke und Projektierer. mehr...
Oberpfalz: Kommunales Klimaschutz-Netzwerk gegründet
[26.05.2026] In der Oberpfalz hat ein kommunales Klimaschutz-Netzwerk für den Ausbau erneuerbarer Energien seine Arbeit aufgenommen. Das auf drei Jahre angelegte Projekt soll Städte und Gemeinden bei Speichertechnik, Netzausbau und Finanzierungsmodellen enger zusammenbringen. mehr...
Baden-Württemberg: Zum letzten Mal erhalten Kommunen den European Energy Award
[15.05.2026] Baden-Württemberg hat acht Kommunen mit dem European Energy Award ausgezeichnet, der in Deutschland nun ausläuft. Neue Klimaschutzmanagement-Systeme sollen den Übergang sichern und Kommunen beim Ausbau ihrer Klimaschutzmaßnahmen weiter unterstützen. mehr...
Bad Berleburg: Energie-Kommune mit Wind, PV und Verkehrswende
[13.05.2026] Die Stadt Bad Berleburg wurde von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) zur „Energie-Kommune des Monats Mai 2026“ gekürt. Die nordrhein-westfälische Kommune setzt auf Windkraft, Photovoltaik und neue Mobilitätskonzepte. Ihr Ziel ist es, bis 2035 treibhausgasneutral zu sein. mehr...
Klimakommune Deutschland: Neues Programm für kommunalen Klimaschutz vorgestellt
[12.05.2026] Der Verein Klimakommune Deutschland hat ein neues Programm für kommunalen Klimaschutz und die Umsetzung der Energiewende vorgestellt. Nach dem Aus des European Energy Award sollen Städte, Gemeinden und Landkreise damit wieder ein strukturiertes Instrument für Klimastrategien und Emissionsminderung erhalten. mehr...
Bundeswirtschaftsministerium: Wettbewerb für klimafreundliche Quartiere
[06.05.2026] Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat einen neuen Innovationswettbewerb für Energiequartiere gestartet. Ziel ist es, bestehende Stadtteile effizienter, widerstandsfähiger und klimaverträglicher zu machen. Bewerbungen sind bis zum 2. Oktober 2026 möglich. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Hochschulen legen CO2-Bilanz vor
[28.04.2026] Nordrhein-Westfalens Hochschulen legen erstmals eine gemeinsame, landesweite CO2-Bilanz nach einheitlichen Standards vor. Die Daten aus 30 öffentlich-rechtlichen Einrichtungen zeigen, wo Emissionen entstehen, welche Maßnahmen bereits greifen und warum daraus nun ein dauerhaftes Klimamonitoring folgt. mehr...
Wuppertaler Stadtwerke: Podcast-Folge zu kommunalen Transformationsprozessen
[28.04.2026] Die Wuppertaler Stadtwerke widmen eine neue Podcast-Folge der Frage, wie Kommunen lokale Transformationsprozesse trotz knapper Mittel steuern können. Im Gespräch mit Wuppertals Oberbürgermeisterin Miriam Scherff geht es um Zielkonflikte bei Stadtentwicklung, Mobilität und Klimaschutz – und um politische Strategien, die vor Ort tragfähig bleiben. mehr...
dena Energy Award: Bewerbungsphase eröffnet
[22.04.2026] Der dena Energy Award startet zum 20-jährigen Bestehen mit neuem Namen und erweitertem Fokus auf Dekarbonisierung. Unternehmen können sich bis Juni 2026 mit messbaren Effizienz- und Klimaschutzprojekten bewerben, die als Vorbild dienen. mehr...
Helmstedt: Energie-Kommune auch dank Bürgerförderung
[21.04.2026] Die Stadt Helmstedt treibt den Wandel ihrer Energieversorgung voran. Eine neue Wärmeplanung, große Projekte für Windkraft und Speicher sowie Bürgerförderung stehen im Mittelpunkt. Dafür erhält die Kommune eine bundesweite Auszeichnung. mehr...
Görlitz: Fahrplan für die klimaneutrale Stadt
[20.04.2026] Nach vier Jahren endet das Projekt TRUST in Görlitz mit mehreren Handlungsempfehlungen für den Weg zur Klimaneutralität. Die Ergebnisse stellte das Interdisziplinäre Zentrum für transformativen Stadtumbau Ende März im Rathaus vor. mehr...
Wolfsburg: Klimaneutrale Verwaltung bis 2040
[14.04.2026] Die Stadt Wolfsburg hat ein Konzept zur Klimaneutralität ihrer Verwaltung vorgelegt. Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen bis 2040 deutlich zu senken. Nun soll das Papier in die politischen Gremien eingebracht werden. mehr...













