energielenkerVorreiterkonzepte in Norden und Süden

Solarenergie spielt bei der Erreichung der Klimaschutzziele eine wichtige Rolle.
(Bildquelle: Sputnik GmbH)
Der in Baden-Württemberg gelegene Landkreis Emmendingen hat mit Unterstützung der energielenker Gruppe jetzt ein neues integriertes Vorreiterkonzept gemäß der novellierten Kommunalrichtlinie 2022 eingeführt. Wie Energielenker mitteilt, wird mit diesem Konzept die bestehende Klimaschutzstrategie (iKSK) aktualisiert, konkretisiert und ambitionierter gestaltet. Das neue Konzept ziele darauf ab, konkrete Maßnahmen zu definieren, um eine Neutralität von Treibhausgasen (THG) bis 2040 in den Sektoren private Haushalte, Wirtschaft und Verkehr zu erreichen. THG-Neutralität bedeutet ein Gleichgewicht zwischen den THG-Emissionen und deren Abbau durch Kohlenstoffsenken. Zudem soll die THG-Neutralität der Kreisverwaltung bis 2035 geschaffen werden. Die Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis und energielenker sei langfristig bis mindestens zum Projektabschluss angelegt.
„Das Vorreiterkonzept bringt unsere erstmals 2012 entwickelte Klimaschutzstrategie auf einen aktuellen Stand und ebnet den Weg des Landkreises zum Erreichen der Treibhausgasneutralität“, kommentiert Hanno Hurth, Landrat des Landkreises Emmendingen.
energielenker zufolge bildet die detaillierte Bilanzierung der THG-Emissionen des gesamten Landkreises die Grundlage des Konzepts. Die Kreisverwaltung selbst sei zusätzlich gesondert betrachtet worden. Auf dieser Datenbasis seien Potenziale zur THG-Einsparung sowohl für den Landkreis als auch für die Kreisverwaltung ermittelt worden. Anschließend seien ein Referenz- und ein Klimaschutzszenario für den Landkreis mit dem Zieljahr 2040 sowie ein Klimaschutzszenario für die Kreisverwaltung mit dem Zieljahr 2035 entwickelt worden.
Einbindung maßgeblicher Akteure
Besonderes Augenmerk sei auf den Arbeitsschwerpunkt der Beteiligungsformate gelegt worden, für den im Vorfeld ein umfassendes Konzept in Absprache mit dem Landkreis erarbeitet wurde, um verschiedene Zielgruppen zu erreichen. „Im Rahmen der Erstellung des Vorreiterkonzepts haben wir viele maßgebliche Akteurinnen und Akteure aus dem Landkreis in die Entwicklung der zukünftigen Klimaschutzmaßnahmen eingebunden“, erklärt Philipp Oswald, Klimaschutzmanager des Landkreises. „Im Ergebnis haben wir bereits nach zehn Monaten sowohl die Potenziale im Landkreis analysiert als auch die passenden Schritte eingeleitet, um diese langfristig auszuschöpfen.“
Hervorzuheben sind dabei laut energielenker insbesondere Formate wie die Jugendklimakonferenz, eine Mobilitätsbefragung der Mitarbeitenden und ein Workshop mit Vertreterinnen und Vertretern des Kreistags. Die interaktive Zusammenarbeit mit verschiedenen Beteiligten habe zur Entwicklung eines umfangreichen Maßnahmenkatalogs mit 28 effizienten und zielgerichteten Maßnahmen geführt. Dieser bilde eine solide Grundlage für die zukünftigen Klimaschutzaktivitäten des Landkreises Emmendingen.
Vorreiterkonzept auch in Neumünster
Bei der Entwicklung eines Vorreiterkonzepts unterstützt die energielenker Gruppe außerdem die Stadt Neumünster in Schleswig-Holstein. Neumünster habe sich dazu entschlossen, dem Klimaschutz gegenüber den nationalen und europäischen Anforderungen eine höhere Priorität zu geben und die Bemühungen zu verstärken. In diesem Kontext sei der Klimaplan Neumünster als gefördertes Vorreiterkonzept in Zusammenarbeit mit energielenker erarbeitet worden.
„Ob kleinste Gemeinde oder Großstadt: Unser Verfahren ist standardisiert und lässt sich daher immer wieder auf neue Projekte übertragen, wobei individuelle Gegebenheiten berücksichtigt werden“, sagt Johannes Meyer, Projektleiter Klimastrategien und Zukunftstechnologien bei der energielenker Gruppe. Auch in Neumünster wurden auf Basis einer Energie- und Treibhausgasbilanz Einsparpotenziale aufgedeckt, heißt es von energielenker. Anschließend seien unter Einbindung der Bevölkerung, ansässigen Unternehmen und der Stadtgesellschaft Handlungsfelder und konkrete Maßnahmen ausgearbeitet worden, um die Potenziale zu heben.
Emissionen sollen gesenkt werden
In Neumünster habe die Stadtverwaltung im Fokus gestanden, für die die Maßnahmen mit konkreten Kosten und notwendigen Investitionen hinterlegt wurden. Darüber hinaus sei auch die Gesamtstadt Gegenstand der Analyse gewesen. Der Klimaplan Neumünster lege als Vorreiterkonzept den Grundstein für die konkrete Berücksichtigung in kommenden Haushaltsplänen und somit für die schnelle Umsetzung von Maßnahmen. Mit seiner Umsetzung sollen die Stadtverwaltung und die städtischen Unternehmen bis 2035 und die Gesamtstadt im Zieljahr 2040 die Treibhausgasneutralität erreichen. Auf dem Weg dorthin werde die energielenker Gruppe die Stadt im hohen Norden kontinuierlich begleiten.
Energie-Kommune: Bremen will Klimaneutralität bis 2038
[15.06.2026] Bremen möchte seine Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2038 um 95 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren. So sieht es die Klimaschutzstrategie des Landes vor. Dafür wurde sie jetzt von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) als Energie-Kommune des Monats Juni ausgezeichnet. mehr...
BEEKOMM: Thüringen erhält 1,6 Millionen Euro Förderung
[05.06.2026] Mit dem Projekt BEEKOMM unterstützt Thüringen Kommunen beim schnelleren Ausbau von Windenergie und Freiflächen-Photovoltaik. Bund und Land stellen dafür Fördermittel bereit und finanzieren neue Beratungsangebote, die Planungsprozesse vor Ort beschleunigen sollen. mehr...
Netzwerk Altmühlfranken: Auszeichnung für Energie- und Wärmewendeprojekte erhalten
[03.06.2026] Das kommunale Klimaschutznetzwerk Altmühlfranken ist für seine interkommunale Zusammenarbeit bei Energie- und Wärmewendeprojekten ausgezeichnet worden. In drei Jahren entstanden 38 gemeinsame Konzepte und Projekte, die den Ausbau erneuerbarer Energien in der Region deutlich vorangebracht haben. mehr...
eueco: Neue Leitfadenreihe zur Bürgerbeteiligung veröffentlicht
[28.05.2026] eueco hat eine neue Leitfadenreihe für Bürgerbeteiligung an Projekten mit erneuerbaren Energien veröffentlicht. Hintergrund sind strengere Vorgaben, wachsender Finanzierungsdruck und der steigende Bedarf an standardisierten Beteiligungsmodellen für Kommunen, Stadtwerke und Projektierer. mehr...
Oberpfalz: Kommunales Klimaschutz-Netzwerk gegründet
[26.05.2026] In der Oberpfalz hat ein kommunales Klimaschutz-Netzwerk für den Ausbau erneuerbarer Energien seine Arbeit aufgenommen. Das auf drei Jahre angelegte Projekt soll Städte und Gemeinden bei Speichertechnik, Netzausbau und Finanzierungsmodellen enger zusammenbringen. mehr...
Baden-Württemberg: Zum letzten Mal erhalten Kommunen den European Energy Award
[15.05.2026] Baden-Württemberg hat acht Kommunen mit dem European Energy Award ausgezeichnet, der in Deutschland nun ausläuft. Neue Klimaschutzmanagement-Systeme sollen den Übergang sichern und Kommunen beim Ausbau ihrer Klimaschutzmaßnahmen weiter unterstützen. mehr...
Bad Berleburg: Energie-Kommune mit Wind, PV und Verkehrswende
[13.05.2026] Die Stadt Bad Berleburg wurde von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) zur „Energie-Kommune des Monats Mai 2026“ gekürt. Die nordrhein-westfälische Kommune setzt auf Windkraft, Photovoltaik und neue Mobilitätskonzepte. Ihr Ziel ist es, bis 2035 treibhausgasneutral zu sein. mehr...
Klimakommune Deutschland: Neues Programm für kommunalen Klimaschutz vorgestellt
[12.05.2026] Der Verein Klimakommune Deutschland hat ein neues Programm für kommunalen Klimaschutz und die Umsetzung der Energiewende vorgestellt. Nach dem Aus des European Energy Award sollen Städte, Gemeinden und Landkreise damit wieder ein strukturiertes Instrument für Klimastrategien und Emissionsminderung erhalten. mehr...
Bundeswirtschaftsministerium: Wettbewerb für klimafreundliche Quartiere
[06.05.2026] Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat einen neuen Innovationswettbewerb für Energiequartiere gestartet. Ziel ist es, bestehende Stadtteile effizienter, widerstandsfähiger und klimaverträglicher zu machen. Bewerbungen sind bis zum 2. Oktober 2026 möglich. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Hochschulen legen CO2-Bilanz vor
[28.04.2026] Nordrhein-Westfalens Hochschulen legen erstmals eine gemeinsame, landesweite CO2-Bilanz nach einheitlichen Standards vor. Die Daten aus 30 öffentlich-rechtlichen Einrichtungen zeigen, wo Emissionen entstehen, welche Maßnahmen bereits greifen und warum daraus nun ein dauerhaftes Klimamonitoring folgt. mehr...
Wuppertaler Stadtwerke: Podcast-Folge zu kommunalen Transformationsprozessen
[28.04.2026] Die Wuppertaler Stadtwerke widmen eine neue Podcast-Folge der Frage, wie Kommunen lokale Transformationsprozesse trotz knapper Mittel steuern können. Im Gespräch mit Wuppertals Oberbürgermeisterin Miriam Scherff geht es um Zielkonflikte bei Stadtentwicklung, Mobilität und Klimaschutz – und um politische Strategien, die vor Ort tragfähig bleiben. mehr...
dena Energy Award: Bewerbungsphase eröffnet
[22.04.2026] Der dena Energy Award startet zum 20-jährigen Bestehen mit neuem Namen und erweitertem Fokus auf Dekarbonisierung. Unternehmen können sich bis Juni 2026 mit messbaren Effizienz- und Klimaschutzprojekten bewerben, die als Vorbild dienen. mehr...
Helmstedt: Energie-Kommune auch dank Bürgerförderung
[21.04.2026] Die Stadt Helmstedt treibt den Wandel ihrer Energieversorgung voran. Eine neue Wärmeplanung, große Projekte für Windkraft und Speicher sowie Bürgerförderung stehen im Mittelpunkt. Dafür erhält die Kommune eine bundesweite Auszeichnung. mehr...
Görlitz: Fahrplan für die klimaneutrale Stadt
[20.04.2026] Nach vier Jahren endet das Projekt TRUST in Görlitz mit mehreren Handlungsempfehlungen für den Weg zur Klimaneutralität. Die Ergebnisse stellte das Interdisziplinäre Zentrum für transformativen Stadtumbau Ende März im Rathaus vor. mehr...
Wolfsburg: Klimaneutrale Verwaltung bis 2040
[14.04.2026] Die Stadt Wolfsburg hat ein Konzept zur Klimaneutralität ihrer Verwaltung vorgelegt. Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen bis 2040 deutlich zu senken. Nun soll das Papier in die politischen Gremien eingebracht werden. mehr...













