Donnerstag, 18. Juni 2026

SWTE NetzKalter Nahwärme für Neubaugebiet

[08.10.2024] In Mettingen wurde das erste Kalte-Nahwärmenetz der Region Tecklenburger Land in Betrieb genommen. Die Anlage wurde von der SWTE Netz errichtet und ist ein nachhaltiges Modell für die zukünftige Wärmeversorgung.
Das Bild zeigt mehrere Persinen in der Technikzentrale des Kalte-Nahwärme-Netzes in Mettingen.

Die Technikzentrale ist das Herzstück des Kalte-Nahwärme-Netzes in Mettingen.

v.l.: SWTE Netz-Geschäftsführer Tobias Koch; Bauamtsleiter Felix Sieker; Bürgermeisterin Christina Rählmann, Ian und Hailee Kleingünther; SWTE Netz-Meister Andre Schröer; SWTE Netz-Ingenieur Kai Watermeyer; Nico und Denise Kleingünther.

(Bildquelle: SWTE Netz GmbH)

In einem Neubaugebiet der Gemeinde Mettingen (Nordrhein-Westfalen) ist jetzt das erste Kalte-Nahwärmenetz der Region in Betrieb gegangen. Die SWTE Netz, ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Tecklenburger Land, hat das innovative System entwickelt, um bis zu 90 Haushalte langfristig mit nachhaltiger Wärme zu versorgen. Das Projekt startete vor vier Jahren, nachdem Mettinger Ratsmitglieder und Vertreter der Stadtwerke ein ähnliches Projekt in Schleswig besichtigt hatten. Nun sind die ersten Häuser im neuen Baugebiet fertiggestellt und die Versorgung mit umweltfreundlicher Wärme aus der Tiefe hat begonnen.

Das Kalte-Nahwärmenetz funktioniert über Erdwärmesonden, die Umweltenergie aus der Tiefe gewinnen. Diese Energie wird dann über dezentrale Wärmepumpen in den Häusern auf ein nutzbares Niveau gebracht. Neben der Wärmeerzeugung kann das System an heißen Tagen auch zur Kühlung eingesetzt werden. Im ersten Bauabschnitt wurden laut SWTE Netz 18 Erdwärmesonden in rund 150 Meter Tiefe installiert, später werden es insgesamt 38 Sonden sein. Das Rohrnetz wird am Ende eine Länge von rund 2.400 Metern haben. Die SWTE Netz hat nach eigenen Angaben rund 3,6 Millionen Euro in das Projekt investiert, 40 Prozent der Kosten wurden durch Bundesförderungen für effiziente Wärmenetze abgedeckt.

Bürgermeisterin Christina Rählmann (SPD) freute sich über die Inbetriebnahme: „Ich bin froh, dass wir für unser Neubaugebiet eine nachhaltige Wärmeversorgung gefunden haben und diese mit unseren eigenen Stadtwerken vor Ort umsetzen konnten.“ Gemeinsam mit Stadtwerke-Geschäftsführer Tobias Koch und den ersten Anschlussnehmern besichtigte sie die Technikzentrale, das Herzstück des neuen Nahwärmenetzes. Koch ist von der neuen Technik überzeugt: „Wir sind sicher, dass das Nahwärmenetz nicht nur nachhaltig, sondern auch effizient ist. Wir bieten den Anschlussnehmern eine Komplettlösung, bei der wir nicht nur die Wärmepumpen und Warmwasserspeicher liefern, sondern ein Rundum-Sorglos-Paket für die Wärmeversorgung.“





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Wärmeversorgung

Nürnberg: Spatenstich für neues Heizkraftwerk

[17.06.2026] N-ERGIE baut im Nürnberger Südwesten ein innovatives Heizkraftwerk für eine klimafreundliche Fernwärmeversorgung. Die Anlage soll ein neues Stadtquartier und Teile des bestehenden Netzes versorgen und gilt als wichtiger Baustein der Wärmewende. mehr...

Koblenz: Konkretisierung der Wärmepläne

[15.06.2026] Koblenz treibt die kommunale Wärmeplanung voran und konkretisiert Projekte für Wärmenetze in mehreren Stadtteilen. Neue Bundesvorgaben verändern zwar den gesetzlichen Rahmen, doch für Eigentümer werden nun wichtige Weichen für die künftige Wärmeversorgung gestellt. mehr...

Krefeld/Kassel: Fortschritte bei der Wärmeplanung

[15.06.2026] Die Städte Krefeld und Kassel treiben ihre kommunale Wärmeplanung voran und schaffen damit strategische Grundlagen für die Wärmewende. Während Krefeld den politischen Fahrplan bereits beschlossen hat, hat Kassel die nächste Beschlussstufe erreicht und bereitet die verstärkte Umsetzung vor. mehr...

Stadtwerke Flensburg: Grundstein für Großwärmepumpe gelegt

[10.06.2026] Die Stadtwerke Flensburg haben den Grundstein für ihre erste Großwärmepumpe mit 60 MW thermischer Leistung gelegt. Das 70-Millionen-Euro-Projekt soll ab 2027 Wärme aus Fördewasser ins Fernwärmenetz einspeisen und ist ein zentraler Baustein für die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung. mehr...

Oldenburg: Rat hat Wärmeplanung beschlossen

[10.06.2026] Der Rat der Stadt Oldenburg hat den kommunalen Wärmeplan mit 18 Maßnahmen zur Wärmewende beschlossen. Nun startet die Umsetzung von Wärmenetzstudien, Beratungsangeboten und neuen Beteiligungsformaten, die den Umstieg auf klimafreundliche Wärmeversorgung voranbringen sollen. mehr...

bericht

Darmstadt: Fahrplan bis 2045 vorgestellt

[09.06.2026] Darmstadt hatte sich bereits 2022 zur Erarbeitung einer kommunalen Wärmeplanung entschlossen. Nach umfassender Datenerhebung liegen jetzt die Ergebnisse vor. Eine Erkenntnis: Wasserstoff ist für Darmstadt keine realistische Option zur flächendeckenden Wärmeversorgung. mehr...

Luftaufnahme eines Energie- und Fernwärmestandorts am Kölner Hafen. Die Anlage liegt auf einer Landzunge zwischen einem Hafenbecken und dem Rhein. Zu sehen sind mehrere Industriegebäude, ein großer Kühlturm, Schornsteine, Rohrleitungen sowie runde Speicher- und Tankanlagen. Im Hintergrund fließt der Rhein, dahinter erstrecken sich Grünflächen und Bäume. Das Bild zeigt die bestehende Infrastruktur des Standorts Köln-Niehl, an dem eine große Flusswasser-Wärmepumpe errichtet werden soll.

RheinEnergie: Bau einer Flusswasser-Wärmepumpe startet

[09.06.2026] In Köln hat die Hauptbauphase für eine der europaweit größten Flusswasser-Wärmepumpen begonnen. Das Unternehmen RheinEnergie investiert 280 Millionen Euro in das Projekt am Standort Köln-Niehl. Ab 2028 soll die Anlage Fernwärme für bis zu 50.000 Haushalte liefern. mehr...

Kiel: Förderung für Quartierswärmemanagement

[08.06.2026] Schleswig-Holstein fördert erstmals ein Quartierswärmemanagement zur Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung. Die Stadt Kiel erhält dafür rund 198.000 Euro und startet in zwei Quartieren mit Beratungs- und Unterstützungsangeboten für die Wärmewende. mehr...

bericht

Kommunale Wärmeplanung: Fossile Energieträger dominieren

[03.06.2026] Eine aktuelle Studie zur kommunalen Wärmeplanung zeigt: Großstädte setzen auf den Ausbau der Fernwärme. In kleineren Kommunen werden dezentrale Strategien mit Wärmepumpen und biogenen Energieträgern verfolgt. mehr...

Bremen: Erster Klimaturm soll Quartier versorgen

[03.06.2026] Towergy nimmt Ende Juni in Bremen den ersten Klimaturm in Betrieb, eine kompakte Luft-Wasser-Großwärmepumpe für dicht bebaute Quartiere. Das System soll erneuerbare Wärme und Kälte platzsparend bereitstellen und könnte neue Möglichkeiten für die Wärmewende in Städten eröffnen. mehr...

Berlin: Wärme aus dem Rechenzentrum für Modell-Campus

[01.06.2026] Auf dem Modell-Campus ringberlin soll künftig Wärme aus einem benachbarten Rechenzentrum genutzt werden. Langfristig ist die Wärmeversorgung des gesamten Quartiers geplant. mehr...

Wärmewende: Austauschprojekt zwischen Städten gestartet

[29.05.2026] Stuttgart, Leipzig und Köln starten mit der Forschungsstelle für Energiewirtschaft das Projekt GLOW-Up zur kommunalen Wärmewende. Das Netzwerk soll Städten helfen, Wärmepläne schneller umzusetzen, Bürger früh einzubinden und praxistaugliche Lösungen für Finanzierung und Infrastruktur zu entwickeln. mehr...

Kaiserslautern: Quartier erhält Energiezentrale

[29.05.2026] Im Pfaff-Quartier in Kaiserslautern ist eine Energiezentrale für die klimaneutrale Wärmeversorgung des neuen Stadtviertels in Betrieb gegangen. Das Gebäude verbindet Niedertemperatur-Wärmenetz, Abwärmenutzung und Forschung zum bidirektionalen Laden von Elektrofahrzeugen und gilt als Kernstück des Projekts EnStadt. mehr...

Borken: Kaltes Nahwärmenetz geplant

[27.05.2026] Borken will ein kaltes Nahwärmenetz aufbauen, das Wärme aus gereinigtem Abwasser nutzt. Für das kommunale Modellprojekt stellen Bund und Kommune zusammen mehr als zehn Millionen Euro bereit – mit dem Ziel, öffentliche Gebäude weitgehend ohne fossile Energien zu beheizen. mehr...

Mönchengladbach: Allianz für Wärmewende gegründet

[26.05.2026] Mönchengladbach hat mit Energieversorgern, Handwerk, Wirtschaft und Verbraucherschutz die „Allianz für die Wärmewende“ gegründet. Das Bündnis soll den Umbau der Wärmeversorgung bis 2045 koordinieren und konkrete Projekte für klimaneutrale, bezahlbare Wärme anschieben. mehr...