Mittwoch, 18. März 2026

SWTE NetzKalter Nahwärme für Neubaugebiet

[08.10.2024] In Mettingen wurde das erste Kalte-Nahwärmenetz der Region Tecklenburger Land in Betrieb genommen. Die Anlage wurde von der SWTE Netz errichtet und ist ein nachhaltiges Modell für die zukünftige Wärmeversorgung.
Das Bild zeigt mehrere Persinen in der Technikzentrale des Kalte-Nahwärme-Netzes in Mettingen.

Die Technikzentrale ist das Herzstück des Kalte-Nahwärme-Netzes in Mettingen.

v.l.: SWTE Netz-Geschäftsführer Tobias Koch; Bauamtsleiter Felix Sieker; Bürgermeisterin Christina Rählmann, Ian und Hailee Kleingünther; SWTE Netz-Meister Andre Schröer; SWTE Netz-Ingenieur Kai Watermeyer; Nico und Denise Kleingünther.

(Bildquelle: SWTE Netz GmbH)

In einem Neubaugebiet der Gemeinde Mettingen (Nordrhein-Westfalen) ist jetzt das erste Kalte-Nahwärmenetz der Region in Betrieb gegangen. Die SWTE Netz, ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Tecklenburger Land, hat das innovative System entwickelt, um bis zu 90 Haushalte langfristig mit nachhaltiger Wärme zu versorgen. Das Projekt startete vor vier Jahren, nachdem Mettinger Ratsmitglieder und Vertreter der Stadtwerke ein ähnliches Projekt in Schleswig besichtigt hatten. Nun sind die ersten Häuser im neuen Baugebiet fertiggestellt und die Versorgung mit umweltfreundlicher Wärme aus der Tiefe hat begonnen.

Das Kalte-Nahwärmenetz funktioniert über Erdwärmesonden, die Umweltenergie aus der Tiefe gewinnen. Diese Energie wird dann über dezentrale Wärmepumpen in den Häusern auf ein nutzbares Niveau gebracht. Neben der Wärmeerzeugung kann das System an heißen Tagen auch zur Kühlung eingesetzt werden. Im ersten Bauabschnitt wurden laut SWTE Netz 18 Erdwärmesonden in rund 150 Meter Tiefe installiert, später werden es insgesamt 38 Sonden sein. Das Rohrnetz wird am Ende eine Länge von rund 2.400 Metern haben. Die SWTE Netz hat nach eigenen Angaben rund 3,6 Millionen Euro in das Projekt investiert, 40 Prozent der Kosten wurden durch Bundesförderungen für effiziente Wärmenetze abgedeckt.

Bürgermeisterin Christina Rählmann (SPD) freute sich über die Inbetriebnahme: „Ich bin froh, dass wir für unser Neubaugebiet eine nachhaltige Wärmeversorgung gefunden haben und diese mit unseren eigenen Stadtwerken vor Ort umsetzen konnten.“ Gemeinsam mit Stadtwerke-Geschäftsführer Tobias Koch und den ersten Anschlussnehmern besichtigte sie die Technikzentrale, das Herzstück des neuen Nahwärmenetzes. Koch ist von der neuen Technik überzeugt: „Wir sind sicher, dass das Nahwärmenetz nicht nur nachhaltig, sondern auch effizient ist. Wir bieten den Anschlussnehmern eine Komplettlösung, bei der wir nicht nur die Wärmepumpen und Warmwasserspeicher liefern, sondern ein Rundum-Sorglos-Paket für die Wärmeversorgung.“





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