EWPTeil der Leipziger Energiebörse
Energie und Wasser Potsdam (EWP) hat jetzt seine Beschaffungsstrategie um eine neue Option erweitert: Seit dem 27. Februar 2025 ist das Unternehmen an der Leipziger Energiebörse European Energy Exchange (EEX), zugelassen und kann dort direkt Strom, Gas und Emissionszertifikate handeln. Wie EWP mitteilt, reagiert es damit auf die Erfahrungen der Energiekrise der Jahre 2020 bis 2023, in denen sich die Abhängigkeit von großen Energielieferanten als problematisch erwiesen hatte.
„Die Energiekrise hat die bewährten Beschaffungsmechanismen unseres Hauses verändert“, erklärt Eckard Veil, technischer Geschäftsführer von EWP. In der Vergangenheit sei es kein Problem gewesen, benötigte Energiemengen über etablierte Lieferanten zu beziehen. Doch während der Krise konnten viele Anbieter ihre Verpflichtungen nicht mehr erfüllen. Mit dem Zugang zur EEX wolle die EWP diese Abhängigkeit verringern und die Versorgungssicherheit für die Bürgerinnen und Bürger Potsdams stärken.
Trotz der neuen Handelsmöglichkeit werde die bisherige Beschaffungsstrategie nicht grundlegend geändert, sondern lediglich um eine zusätzliche Option ergänzt, betont das Unternehmen. „Dass ein regionaler Versorger wie die EWP an der EEX aktiv sein kann, ist nicht die Regel“, sagt Michael Maisinger, Energiehandelsmanager von EWP. Voraussetzung seien wirtschaftliche Stabilität und ein solides Wachstum. Die Zulassung sei deshalb ein bedeutender Erfolg, der Potsdam langfristig unabhängiger von Marktverwerfungen machen werde.
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