WindEnergy HamburgLange Bindung an Fossile vermeiden
Die WindEnergy Hamburg ist derzeit mit über 1.400 Ausstellern aus 37 Nationen die Weltleitmesse für die Windbranche. In diesem Jahr wird sie durch die parallel stattfindende H2EXPO & CONFERENCE ergänzt, um auch der stark wachsenden Nachfrage nach grünem Wasserstoff Raum zu geben. Im Rahmen der Eröffnungspressekonferenz formulierten die führenden Verbände der Windindustrie in der „Hamburger Erklärung“, welche Entscheidungen dringend gefällt werden müssen, um die Energie- und Klimakrise zu bewältigen. „Wir brauchen Impulse und Perspektiven für den schnellstmöglichen Ausbau der Wind- und Wasserstoffwirtschaft“, erklärt Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress. Zum Auftakt wurde von den führenden Verbänden der Windindustrie die „Hamburger Erklärung zur Reaktion auf die Energie- und Klimakrise“ vorgestellt. Das Panel setzte sich zusammen aus Vertretern des Global Wind Energy Councils GWEC, des europäischen Branchenverbands WindEurope, des Bundesverbands WindEnergie (BWE) und des deutschen Maschinen- und Anlagenbau-Verbands VDMA Power Systems. Zudem unterstützt die interdisziplinär arbeitende Renewable Hydrogen Coalition die Initiative.
„In den letzten fünf Jahren haben wir durchschnittlich 2,4 Gigawatt (GW) Wind Onshore und 1,4 GW Wind Offshore gebaut. Was wir jetzt brauchen, sind jedes Jahr zehn GW Onshore und 2,8 GW Offshore“, erklärt Björn Spiegel, Vize-Präsident des BWE. Das bedeute eine Vervierfachung der Windkraft an Land und eine Verdoppelung im Offshore-Bereich. Um diese Ausbauziele erreichen zu können, sei die gesamte Wertschöpfungskette inklusive der Zulieferindustrie gefragt. Windenergie und andere erneuerbare Energien und Energieträger wie der grüne Wasserstoff müssten im Zentrum politischer Entscheidungen stehen, um eine zuverlässige, langfristige Perspektive für den kontinuierlichen Ausbau schaffen zu können. In der „Hamburger Erklärung“ werden Regierungen aufgefordert, eine langfristige Bindung an fossile Brennstoffe zu vermeiden und stattdessen in erneuerbare Energien zu investieren.
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