Rheinland-PfalzStand der Energiewende

Erneuerbare Wärmeerzeugung in der rheinland-pfälzischen Gemeinde Ellern.
(Bildquelle: Energieagentur Rheinland-Pfalz)
Die Energieagentur Rheinland-Pfalz hat den inzwischen dritten Statusbericht zur Energiewende in dem Bundesland vorgelegt. Darin werden die aktuellsten verfügbaren Daten aus den Jahren 2018/2019 analysiert. Ein Ergebnis: In Rheinland-Pfalz nahmen 2019 die erneuerbaren Energien im Strombereich bereits einen Anteil von 51 Prozent der Stromerzeugung ein. Damit sei das Ziel, das Land bis 2030 bilanziell zu 100 Prozent mit regenerativ erzeugtem Strom zu versorgen, ein Stück näher gerückt.
Allerdings gibt es noch viel zu tun. In dem Bericht heißt es: Alleine um den heutigen Strombedarf laut Landesklimaziel erneuerbar zu decken, müsste die Anzahl der Windkraftanlagen in Rheinland-Pfalz bis 2030 verdoppelt werden und die installierte Leistung von derzeit 3,7 Gigawatt auf 8 GW steigen. Bei der Photovoltaik müsste die installierte Leistung auf insgesamt 7,5 GW (derzeit rund 2,5 GW) verdreifacht werden. Kalkulatorisch wäre dazu eine Zubaurate von mindestens 500 Megawatt pro Jahr erforderlich.
In Rheinland-Pfalz sollen laut Landesklimaschutzgesetz die Treibhausgasemissionen bis 2050 um mindestens 90 Prozent gegenüber 1990 gesenkt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, ist auch der Wärmesektor von Bedeutung: Rund 58 Prozent des gesamten Bruttoendenergieverbrauchs im Land entfallen auf die Nutzung von Wärme und Kälte. Der Anteil erneuerbarer Energien in diesem Bereich liegt laut dem Statusbericht erst bei elf Prozent. Zu einer Erhöhung sollen kommunale Wärmenetze beitragen, wie sie in den Rhein-Hunsrück Gemeinden Ellern und Mastershausen oder im Landkreis Cochem-Zell aufgebaut werden. Laut der Energieagentur sollen diese Projekte Strahlkraft entwickeln, damit im Wärmesektor noch größere Erfolge für den Klimaschutz erzielt werden können.
Statusbericht Energiewende in Rheinland-Pfalz 2020 (PDF, 7,1 MB)
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