Sonntag, 27. September 2026

Erneuerbare EnergienVier Prozent weniger Beschäftigte

[14.12.2015] Wissenschaftler haben die Zahl der Beschäftigten im Bereich erneuerbare Energien abgeschätzt. Diese sank im Jahr 2014 gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) die Beschäftigungsentwicklung im Bereich erneuerbare Energien abgeschätzt. Wie das DLR mitteilt, arbeiteten 355.400 Menschen im Jahr 2014 in der Erneuerbaren-Branche, und somit etwa vier Prozent weniger als im Jahr zuvor. Zu einem besonderen Einbruch sei es in der Solarsparte gekommen, die Beschäftigungszahlen sanken hier um 32 Prozent unter den Vorjahreswert auf 38.300 Personen. Dämpfend hätten sich das weniger rückläufige Auslandsgeschäft und die Zunahme der Beschäftigung in Betrieb und Wartung ausgewirkt. Im Bereich Windenergie habe sich hingegen eine positive Beschäftigungsentwicklung abgezeichnet. Die Zahl der Beschäftigten ist hier um knapp 10 Prozent auf 130.500 Personen gestiegen. So hätten hauptsächlich im Inland produzierende Hersteller den starken inländischen Ausbau bedient. Deutlich geringere Exporte sollen das Wachstum hingegen abgeschwächt haben. Marlene O’Sullivan, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Energiesystemanalyse beim DLR-Institut für Technische Thermodynamik, erläutert: „Zum einen kann dies auf den schwachen europäischen Markt zurückgeführt werden, zum anderen gab es Hinweise darauf, dass einige Unternehmen die Grenzen ihrer Produktionskapazitäten erreicht hatten.“ Die Beschäftigung im Bereich Windenergie auf See lag mit 18.700 Personen knapp unter dem Wert des Vorjahres. Dies sei darin begründet, dass im Jahr 2014 viele Projekte ohne deutsche Beteiligung vorangetrieben wurden. Ganz anders die Entwicklung bei Investitionen in Anlagen: diese seien seit vier Jahren im Jahr 2014 erstmals wieder gestiegen. Als Grund wird der starke Ausbau der Windenergie an Land und auf See genannt. So seien auch 60 Prozent der im Bereich erneuerbare Energien Beschäftigten im Anlagenbau tätig. Die meisten Arbeitsplätze stelle die Windindustrie gefolgt von der Biomasse und der Solarenergie bereit. Die Ergebnisse sind Teil einer umfassenden Untersuchung zu makroökonomischen Wirkungen und Verteilungsfragen der Energiewende unter Federführung der GWS. Auftraggeber ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).



Stichwörter: Politik, DIW, DLR, GWS


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