Mittwoch, 28. Februar 2024

Erfurt:
Kooperationsvertrag unterzeichnet


[28.9.2022] Der Oberbürgermeister Erfurts hat jetzt einen Kooperationsvertrag mit dem Unternehmen Deutsche Glasfaser unterzeichnet. Über den darin geplanten Breitbandausbau entscheiden demnächst die Bürgerinnen und Bürger in einer so genannten Nachfragebündelung.

Unterzeichnung des Kooperationsvertrags. Zusammen mit dem Unternehmen Deutsche Glasfaser hat der Erfurter Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) jetzt einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Wie das Unternehmen Deutsche Glasfaser mitteilt, hat er damit eine wichtige Voraussetzung für den Glasfaserausbau geschaffen. In dem Papier sei festgehalten worden, dass Deutsche Glasfaser in insgesamt 16 Stadtteilen ein Glasfasernetz mit privaten Investitionsmitteln ausbauen will. Dazu zählten Dittelstedt, Azmannsdorf, Büßleben, Hochstedt, Kerspleben, Linderbach, Niedernissa, Urbich, Vieselbach, Töttleben, Windischholzhausen, Gispersleben, Schwerborn, Stotternheim, Kühnhausen und Mittelhausen. Parallel plane der Mitbewerber Deutsche GigaNetz, in anderen Stadteilen ein Glasfasernetz auszubauen.
Ob die Anbindung an zukunftssicheres Glasfasernetz erfolgen kann, entschieden die Bürgerinnen und Bürger selbst. So werde Deutsche Glasfaser vom 29. Oktober 2022 bis 28. Januar 2023 in den beteiligten Stadtteilen eine so genannte Nachfragebündelung (Vorregistrierung) durchführen. Im Aktionszeitraum könnten sich die Bürgerinnen und Bürger, die in den geplanten Ausbaugebieten wohnen, für einen Vertrag mit Deutsche Glasfaser entscheiden. Erreicht die Vertragsquote im jeweiligen Ausbaugebiet mindestens 33 Prozent, stehe dem Ausbau nichts mehr im Wege. Für Bürgerinnen und Bürger, die einen Vertrag unterschreiben, sei der Ausbau ihres Anschlusses kostenlos.
Als privatwirtschaftlicher Anbieter und dank langjähriger Erfahrung könne Deutsche Glasfaser den Ausbau schnell und wirtschaftlich vorantreiben. Das Fachmagazin connect habe im August 2022 Deutsche Glasfaser zum besten regionalen Festnetzanbieter gekürt. Das Unternehmen setze auf so genannte Fiber-to-the-Home (FTTH)-Glasfaseranschlüsse. Dabei werde die Glasfaser statt bis zum Verteilerkasten auf der Straße direkt bis ins Haus beziehungsweise in die Wohnung oder ins Unternehmen geführt. Damit könnten auch große Datenmengen mit höchster Geschwindigkeit übertragen werden: Für Privatkunden ständen so Geschwindigkeiten von mindestens 300 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) bis zu ein Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) im Download, Gewerbekunden sogar bis zu zehn Gbit/s zur Verfügung.
(th)

https://www.erfurt.de
https://www.deutsche-glasfaser.de

Stichwörter: Breitband, Deutsche Glasfaser, Erfurt

Bildquelle: Deutsche Glasfaser

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Breitband

Gigabit Infrastructure Act: Desktruktives Verhalten verhindern
[11.1.2024] In Brüssel wird über den Gigabit Infrastructure Act zum Breitbandausbau in den EU-Mitgliedstaaten entschieden. In einem gemeinsamen Positionspapier fordern die Verbände BREKO und BDEW die EU auf, investitionsfreundliche Rahmenbedingungen zu schaffen. mehr...
Glasfaserverlegung: Verbände fordern von der EU investitionsfreundliche Regelungen.
Breitbandausbau: Open Access 2.0 geht in die Umsetzung Bericht
[9.1.2024] In Deutschland gibt es aktuell bei Glasfaserprodukten keinen echten Wettbewerb. Anders ist es in Schweden. Mit Fiber4 haben die tktVivax Group und die schwedische Vinnergi-Gruppe jetzt ein kooperatives Marktmodell nach skandinavischem Vorbild nach Deutschland gebracht. mehr...
In Deutschland gibt es aktuell bei Glasfaserprodukten keinen echten Wettbewerb.
BREKO-Jahrestagung: Glasfaser für alle Bericht
[5.12.2023] Der Glasfaserausbau in Deutschland macht gute Fortschritte. Auf der Jahrestagung des Bundesverbands Breitbandkommunikation (BREKO) fordert die Branche weniger staatliche Förderung und weniger Bürokratie. mehr...
Auf der BREKO-Jahrestagung sprach sich BREKO-Geschäftsführer Stephan Albers überraschenderweise für eine Reduzierung der staatlichen Mittel von drei auf eine Milliarde Euro pro Jahr aus.
MICUS: Studie zur Gigabitförderung
[20.11.2023] Eine jetzt veröffentlichte Studie des Unternehmens MICUS Strategieberatung zeigt, dass die Gigabitförderung ein elementarer Bestandteil des Glasfaserausbaus in Deutschland bleibt. mehr...
Die Studie der MICUS Strategieberatung zur Gigabitförderung ist erschienen.
tktVivax: Erschwerte Kalkulation
[15.11.2023] Die Bundesnetzagentur hat einen Präzedenzfall in Sachen Netzzugangsentgelte geschaffen. Das Unternehmen tktVivax warnt vor den Folgen. mehr...