Mittwoch, 22. September 2021
Sie befinden sich hier: Startseite > Themen > Politik > Grünstrom aus der Region

Nordrhein-Westfalen:
Grünstrom aus der Region


[11.9.2015] Um die Direktvermarktung von Ökostrom zu fördern, hat das Land Nordrhein-Westfalen eine Bundesratsinitiative zur Einführung eines Grünstromvermarktungsmodells beschlossen.

Aus Sicht von NRW-Umweltminister Johannes Remmel stärkt ein Grünstromvermarktungsmodell auch Bürgerenergieprojekte. Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen will nach eigenen Angaben die Vermarktung von regionalem Strom aus regenerativen Energien durch eine Grünstromvermarktungsverordnung fördern. Bislang habe die Bundesregierung von der im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2014 verankerten Ermächtigungsgrundlage für eine Grünstromvermarktungsverordnung keinen Gebrauch gemacht. Daher fordert die Landesregierung in einem Entschließungsantrag die Bundesregierung auf, zeitnah einen Entwurf einer europarechtskonformen Verordnung vorzulegen. „Mit diesem Vorstoß wollen wir im Land die Gründung und Organisation von Energiegenossenschaften oder genossenschaftsähnliche Konstellationen weiter voranbringen“, sagte Nordrhein-Westfalens Umweltminister Johannes Remmel (Bündnis 90/Die Grünen). „So können wir Geschäftsmodelle und die Direktvermarktung von sauberem Strom möglich machen.“

Partner für Händler und Versorger

Laut der Meldung basieren viele der bekannten Ökostromprodukte lediglich auf Zertifikaten für so genannten grünen Strom aus dem europäischen Ausland. „Der Strom aus Anlagen, die eine Vergütung nach EEG erhalten, wird fast ausschließlich an der Strombörse verkauft“, sagte Remmel. Damit verliere der Strom seine nachvollziehbare Herkunft und gehe im allgemeinen Strom-Mix unter. Um die Energiewende weiter zum Erfolg zu führen, brauche es regionale Angebote für sauberen Strom. Zudem soll das Grünstromvermarktungsmodell auch neue Chancen für Bürgerenergie schaffen: Energiegenossenschaften sollen sich weiter entwickeln vom reinen Aufbau von Erzeugungskapazitäten hin zu Partnern für Händler und Versorger. Es könnten so regionale Stromversorgungskonzepte entstehen, die auf Bürgerenergieanlagen basieren.  (ma)


Stichwörter: Politik, Nordrhein-Westfalen, Johannes Remmel

Bildquelle: Land NRW / W. Meyer-Piehl

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik

Analyse: Ost-Kohlestrom bald unrentabel
[22.9.2021] Eine neue Analyse zeigt, dass ostdeutsche Braunkohlemeiler schon bald unwirtschaftlich sein könnten. Eine Kohleausstiegs-Entschädigungen wäre damit ohne Grundlage. mehr...
Zu den betrachteten Kraftwerken gehört auch der Kohlemeiler Lippendorf.
Rheinland-Pfalz: Roadmap zur Wasserstoffwirtschaft
[15.9.2021] Mit einer Studie will das rheinland-pfälzische Klimaschutzministerium eine Wasserstoffstrategie für das Land entwickeln. Für Ministerin Anne Spiegel ist klimaneutraler Wasserstoff einer der Schlüssel, um die Klimaziele zu erreichen. mehr...
Klimaschutz- und Energieministerin Anne Spiegel (Bündnis 90/Die Grünen): „Klimaneutraler Wasserstoff sichert eine klimaverträgliche Energieversorgung und dekarbonisiert unsere Wirtschaft.“
VKU-Stadtwerkekongress : Stadtwerke wollen Sicherheit
[8.9.2021] Zum VKU-Stadtwerkekongress fordern die Mitgliedsunternehmen für die Klimaziele Planungs- und Investitionssicherheit. mehr...
Der VKU-Stadtwerkekongress 2021 findet als Präsenzveranstaltung in der Dortmunder Westfalenhalle statt.
DIW-Studie : Energiewende dezentral gestalten
[27.8.2021] Erneuerbare Energien aus Photovoltaik und Windkraft könnten schon bald 100 Prozent unseres Energiebedarfs decken. Dazu wäre aber eine dezentrale Energiewirtschaft nötig. Das ist das Fazit einer DIW-Studie. mehr...
Eine DIW-Studie sieht eine mögliche Vollversorgung mit erneuerbarer Energie.
PwC-Studie: Wasserstoff-Marktausblick
[17.8.2021] Ein neuer Bericht, den PwC Deutschland zusammen mit dem World Energy Council und dem Electric Power Research Institute erstellt hat, beleuchtet die Marktentwicklung von Wasserstoff bis zum Jahr 2050. Demzufolge ist ab 2030 mit einem erheblichen Nachfrageanstieg zu rechnen. mehr...

Suchen...

 Anzeige

 Anzeige

 Anzeige

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 9/10 2021
stadt+werk, Ausgabe 7/8 2021
stadt+werk, Ausgabe Sonderheft 2021
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2021

telent GmbH
71522 Backnang
telent GmbH
rku.it GmbH
44629 Herne
rku.it GmbH
Savosolar GmbH
22761 Hamburg
Savosolar GmbH
iS Software GmbH
93059 Regensburg
iS Software GmbH

Aktuelle Meldungen