Treffpunkt Netze

Montag, 21. Januar 2019

Klimaaktive Kommune 2018:
Zehn effiziente Projekte ausgezeichnet


[10.12.2018] Die Sieger des bundesweiten Wettbewerbs „Klimaaktive Kommune 2018“ stehen fest. Ausgezeichnet wurden unter anderem der Green Industry Park der Stadt Freiburg und die Verbandsgemeinde Bad Ems mit ihrem ressourcenschonenden Wärmekonzept.

Das Projekt „Grubenwasserwärme zur Beheizung des Rathauses“ der Verbandsgemeinde Bad Ems (Rheinland-Pfalz) überzeugte beim Wettbewerb „Klimaaktive Kommunen 2018“. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) haben die Gewinner des Wettbewerbs „Klimaaktive Kommunen 2018“ bekanntgegeben. Wie das Difu mitteilt, sind zehn Kommunen für ihre Projekte im Klimaschutz und in der Klimafolgenanpassung ausgezeichnet worden und erhielten jeweils ein Preisgeld von 25.000 Euro. Für die Kategorie 1 „Ressourcen- und Energieeffizienz in der Kommune“ gingen 26 Bewerbungen ein. Kiel (Schleswig-Holstein), Freiburg im Breisgau (Baden-Württemberg) und die Verbandsgemeinde Bad Ems (Rheinland-Pfalz) überzeugten mit ihren Projekten. Kiel ist für seine Green-IT im Rechenzentrum des Abfallwirtschaftsbetriebs ausgezeichnet worden. Das Projekt habe gezeigt, dass durch die energetische Modernisierung eines Server-Raums die vorab prognostizierte Stromeinsparung von 70 Prozent erreicht werden kann, informiert das Difu.

Rathaus ressourcenschonend beheizen

Für ihren Green Industry Park wurde die Stadt Freiburg im Breisgau ausgezeichnet. Die 300 Unternehmen im Gewerbegebiet haben sich zusammengetan, um die Energie im Stadtteil effizient und ressourcenschonend zu nutzen. Aktuell entsteht ein Fernwärmenetz, durch das die Abwärme eines Industriebetriebs zur Beheizung weiterer Betriebsstätten und eines Stadtverwaltungsgebäudes genutzt werden kann. Der dritte Gewinner in dieser Kategorie ist die Verbandsgemeinde Bad Ems: Durch die Nutzung des ganzjährig etwa 25 Grad Celsius warmen Wassers aus einem ehemaligen Bergwerkstollen kann das historische Rathaus der Verbandsgemeinde ressourcenschonend beheizt werden. 50 Rohre aus Kupfer und Edelstahl nehmen die Wärme des Wassers auf, die dann über eine Nahwärmeleitung in den Keller des Rathauses geführt wird, informiert das Difu. Dort bringe eine Wärmepumpe die Temperatur auf 50 Grad Celsius, und eine neue Heizkreisverteilung sorge für behagliche Temperaturen im gesamten Gebäude.

Klimaanpassung in der Kommune

In der Kategorie 2 „Klimaanpassung in der Kommune“ wurden insgesamt elf Bewerbungen eingereicht. Das Rennen machten die Projekte der Städte Solingen (Nordrhein-Westfalen) mit der „Wassersensiblen Umgestaltung von Stadtquartieren“, Magdeburg (Sachsen-Anhalt) mit der „Klimaanpassung durch stadtklimatische Baubeschränkungsbereiche“ und Köln (Nordrhein-Westfalen), wo „Überflutungsvorsorge als Aufgabe der Stadtgemeinschaft“ verstanden wird.
In der Kategorie 3 „Kommunale Klimaaktivitäten zum Mitmachen“ beteiligten sich 35 Kommunen. Als Sieger hervor gingen der Landkreis Lichtenfels (Bayern) mit dem Projekt „20 Jahre Lichtenfelser Sonnentage“, die Stadt Brackenheim (Baden-Württemberg) mit „KLIMAfair verpackungsarm einkaufen“ und die Stadt Dortmund (Nordrhein-Westfalen) mit „AMeG – Aktivierung von MigrantInnen zur energetischen Gebäudemodernisierung.“ Den Sonderpreis „Kommunale Klimaaktivitäten und Ernährung“ bekam die Hansestadt Bremen mit ihrem Projekt „Mehr BIO in Bremer KiTas!“. (sav)

www.klimaschutz.de
www.difu.de

Stichwörter: Energieeffizienz, DNS:NET, Deutsches Institut für Urbanistik (Difu), Klimaaktive Kommune 2018

Bildquelle: Peter Himsel/Difu

Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige

e-world

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Energieeffizienz

Stadt.Land.Digital: Quartier Jena-Lobeda ausgezeichnet
[18.1.2019] Ein Sonderpreis des Bundeswettbewerbs Stadt.Land.Digital ist an das Projekt „Smartes Quartier Jena-Lobeda“ vergeben worden. Das Projekt kombiniert die Sanierung von 300 Wohnungen mit der Entwicklung digitaler Services. mehr...
Eurosolar: Jetzt für Solarpreise bewerben
[18.1.2019] Bis Ende Mai können jetzt Bewerbungen für den Deutschen Solarpreis 2019 eingeschickt werden. Bewerber für den Europäischen Solarpreis haben bis Ende Juli Zeit. mehr...
Umweltbundesamt: Kein Verbot von Natriumdampf-Lampen
[21.12.2018] In der Straßenbeleuchtung können Kommunen weiter auf Hochdruck-Natriumdampf-Lampen setzen. Nach Informationen des Umweltbundesamtes sind weder auf Bundes- noch EU-Ebene Nutzungseinschränkungen der Lampen vorgesehen. mehr...
EU-Entscheidung: Volle Bandbreite der NAV-Lampen bleibt erhalten.
Aachen: Nachhaltig energetisch saniert
[19.12.2018] Die Stadt Aachen hat im Rahmen des Projekts EU-GUGLE in den vergangenen Jahren zahlreiche denkmalgeschützte Wohnungen energetisch saniert und spart damit im Schnitt 65 Prozent an Energie ein. Gleichzeitig wurde für das betroffene Quartier eine innovative Wärmeversorgung realisiert. mehr...
Energetische Sanierung denkmalgeschützter Wohnungen spart in Aachen im Schnitt 65 Prozent der Energiekosten.
Trianel: Energieaudits angehen
[11.12.2018] Die Stadtwerke-Kooperation Trianel weist öffentliche Unternehmen auf ihre Auditpflicht hin. Der nächste Stichtag ist in einem Jahr. Stadtwerke sind laut Trianel die idealen Partner, um die entsprechenden Aufgaben zu erfüllen. mehr...