ANGACOM-2403.05-rotation

Dienstag, 16. April 2024

Beleuchtung:
Ganzjähriges Antragsfenster


[11.3.2020] Die kommunale Außenbeleuchtung entwickelt sich zum Rückgrat der smarten Stadt. Um die Umstellung zu erleichtern, gibt es ein neues Antragsfenster für die Förderung von LED-Beleuchtung mit Steuer- und Regelungstechnik.

Vernetzte LED-Leuchten erhöhen Flexibilität und Wartungskomfort. Die LED-Technologie ist heute in der Straßen- und Außenbeleuchtung Stand der Technik. Doch nach Angaben des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) waren im Jahr 2018 nur 20 Prozent der Lichtpunkte LED-saniert und lediglich 35 Prozent steuerbar. Dabei entwickelt sich die kommunale Außenbeleuchtung zum Rückgrat der smarten Stadt.
Mittlerweile können Leuchten situations- und bedarfsgerecht aktiviert werden, zum Beispiel indem sie sich einschalten, wenn Menschen oder Fahrzeuge in der Nähe sind. Oder sie passen die Lichtintensität automatisch an die Umgebung an. Sensoren an den Masten erfassen dafür die vorhandene Lichtintensität und das Verkehrsaufkommen.

Spareffekte nutzen

In Cluster zusammengefasst lassen sich Lichtpunkte schnell und einfach steuern. So werden stadtgebietsweise Schaltvorgänge und Änderungen an Dimmprofilen oder Kalenderfunktionen vorgenommen. Mit geregelten LED-Leuchten sparen Kommunen, Energieversorger und Unternehmen bis zu 80 Prozent des verbrauchten Stroms im Vergleich zu veralteten Halogen-Metalldampflampen. Für weitere Spareffekte sorgt eine vorausschauende, datenbasierte Wartung. Dabei werden Serviceleistungen beispielsweise in Form von Ferndiagnosen, Störungsüberwachung, Fernwartung oder Software-Updates erbracht.
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) unterstützt Kommunen und Akteure beim Umstieg auf energieeffiziente LED-Beleuchtung mit Steuer- und Regelungstechnik. Für Kommunen ist es seit dem 1. Januar 2020 einfacher, Fördergelder über die Kommunalrichtlinie zu beantragen: Die Antragstellung ist nun ganzjährig möglich. Gefördert werden die Umrüstung von Außen- und Straßenbeleuchtung auf hocheffiziente Beleuchtungstechnik in Kombination mit der Installation einer Regelungs- und Steuerungstechnik zur zonenweisen zeit- oder präsenzabhängigen Schaltung sowie für eine adaptive Nutzung der Beleuchtungsanlage.

Licht als Infrastrukturplattform

Weitere Komponenten bieten Advanced Services. Kameras ermöglichen etwa zusammen mit weiteren Sensoren ein besseres Verkehrsmanagement und intelligentes Parken. Von Sensordaten profitieren auch Verkehrsleitsysteme: Entwickeln sich Staus oder werden erhöhte Feinstaubwerte registriert, wird der Verkehr entsprechend geregelt. Lichtpunkte werden mit WLAN-Sendern ausgestattet und erhöhen die Konnektivität. Internet Hotspots machen Städte attraktiver. Für Akzeptanz sorgt eine konsequente Anonymisierung der Daten in den Big-Data-Anwendungen einer Smart City.
Ein wichtiger Punkt für kommunale Entscheider ist die Zukunftsfähigkeit der Anlage, denn die durchschnittliche Standzeit einer Straßenleuchte liegt bei 30 Jahren. Aus diesem Grund sind Beleuchtungslösungen meist modular aufgebaut und erweiterungsfähig. Oft werden zunächst kleinere Smart-Lighting-Projekte umgesetzt und als Grundlage für den weiteren Transformationsprozess genutzt. Die Brancheninitiative licht.de wird auf der Messe light + building (8. bis 13. März 2020, Frankfurt am Main) an ihrem Stand Einblicke in neue Möglichkeiten digitaler und vernetzter Beleuchtung geben.

Dr. Jürgen Waldorf ist Geschäftsführer der Brancheninitiative licht.de.

https://www.licht.de
Dieser Beitrag ist in der Ausgabe Januar/Februar 2020 von stadt+werk erschienen. Hier können Sie ein Exemplar bestellen oder die Zeitschrift abonnieren. (Deep Link)

Stichwörter: Smart City, licht.de, Energieeffizenz, Beleuchtung, light + building

Bildquelle: licht.de/Signify

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Smart City

Hagen: Erfassung des Energieverbrauchs
[11.4.2024] In der Stadt Hagen erfassen intelligente Messsysteme und Sensoren seit Anfang Februar den Energieverbrauch in städtischen Gebäuden. mehr...
Ein Mitarbeiter der Smart City Solutions GmbH installiert die Sensoren an Gas- und Wasserzählern in einer Hagener Kita.
Konstanz: Wetterstationen für die Smart Green City
[22.12.2023] Zwölf Wetterstationen liefern in Konstanz künftig genaue Klimadaten. Diese sollen unter anderem für die Stadtplanung und zur effizienten Steuerung des Winterdienstes genutzt werden. mehr...
Freuen sich über die neue Wetterstation im Konstanzer Herosé-Park*
Mainova/evm: Kräfte gebündelt
[12.12.2023] Um Kommunen auf dem Weg zur Smart City zu unterstützen, arbeiten Mainova und die Energieversorgung Mittelrhein (evm) enger zusammen. Beide Unternehmen wollen ein gemeinsames Smart-City-Portfolio entwickeln. mehr...
Sensor für das Parkraum-Management.
energielenker: Regler steuert smartes Quartier
[15.11.2023] Ein Regler von energielenker steuert die Energieflüsse in einem smarten Quartier Harsefeld. mehr...
Wird mit einem Regler von energielenker gesteuert: Smartes Quartier Harsefeld.
GISA: Webinare zur Smart City
 
[17.10.2023] Anhand von Praxisbeispielen stellt das Unternehmen GISA in drei Online-Sessions seine Plattform für Smart-City-Anwendungen vor. Interessierte Kommunen können sich noch anmelden. mehr...

Suchen...

 Anzeige

 Anzeige



Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Smart City:
Langmatz GmbH
82467 Garmisch-Partenkirchen
Langmatz GmbH

Aktuelle Meldungen