Montag, 10. August 2020

KIT / Helmholtz:
Open Source für Energiewende


[22.7.2020] Mit der Energy Computing Initiative der Helmholtz-Gemeinschaft ist eine zugangsfreie, offene Software mit Benchmarks und Datensätzen geschaffen worden, welche die klimafreundliche Transformation von Energiesystemen unterstützt.

Auf der im Rahmen der Helmholtz-Gemeinschaft entstandenen Plattform der HECI sind Modellierungswerkzeuge für die Energiesystemoptimierung frei verfügbar. Ob bei der Planung neuer Stromleitungen und verteilter Kraftwerke oder bei einer Novellierung der Energiemarktregulation: Computermodelle helfen dabei, im Rahmen der Energiewende fundierte Entscheidungen zu treffen. Bislang gab es für die Modellierung keine gemeinsamen Standards, berichtet das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Mit der Helmholtz Energy Computing Initiative (HECI), an der sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Helmholtz-Zentren, auch des Karlsruher Instituts für Technologie beteiligen, präsentiere die Helmholtz-Gemeinschaft nun eine Plattform, auf der erstmals zugangsfreie Benchmarks, skalierbare Methoden, realistische Daten sowie Open Source Software für die Projektierung und Optimierung künftiger Energiesysteme bereitstehen. „Mit dieser Initiative stellen wir wertvolle Ressourcen auf dem Weg zu einem sicheren, nachhaltigen und bezahlbaren Energiesystem frei zugänglich zur Verfügung“, sagt Holger Hanselka, Vizepräsident für den Forschungsbereich Energie der Helmholtz-Gemeinschaft und Präsident des KIT.
Unter den zahlreichen Angeboten der HECI findet sich beispielsweise die kostenlose Software-Toolbox Python for Power System Analysis (PyPSA), mit der laut KIT moderne Stromversorgungssysteme simuliert und optimiert werden können. Beim Bestimmen von Transformationspfaden des Gesamtsystems helfe das Framework for Integrated Energy Assessment (FINE), eine Software, die speziell dafür entwickelt worden sei, sektorübergreifende Energiesysteme zu verbessern. Für die Lösung typischer Optimierungsprobleme beim Ausbau erneuerbarer Energien stehen neu entwickelte Algorithmen wie der McCormick-based Algorithm for mixed-integer Nonlinear Global Optimization (MAiNGO) oder das Time Series Aggregation Module (tsam) zur Verfügung.
Neben den Software-Angeboten finden sich auf der HECI-Plattform außerdem Datensätze sowie Benchmarks, also fertige Energiesystemmodelle inklusive Daten zur Bewertung von Methoden der Simulation und deren Weiterentwicklung. Ein Zusammenspiel der unterschiedlichen Werkzeuge soll es laut KIT ermöglichen, optimale Betriebs- und Investitionsentscheidungen in Energiesystemen einzelner Liegenschaften bis hin zu europäischen Übertragungsnetzen zu treffen und dabei gleichzeitig auf eine Erfüllung der Klimaziele von Paris hinzuarbeiten. (ur)

Zur HECI-Plattformgeht es hier. (Deep Link)
Details zum KIT-Zentrum Energie finden sich hier. (Deep Link)
http://www.kit.edu

Stichwörter: Informationstechnik, KIT, Helmholtz, HECI

Bildquelle: KIT

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Informationstechnik

SAP / E.ON: Plattform für effizientere Kernprozesse
[4.8.2020] Mit einer neuen Plattform auf Basis von SAP S/4HANA Utilities möchte der Energiekonzern E.ON seine Prozesse für die Bereiche Abrechnung und Marktkommunikation zukunftsfähig aufstellen. mehr...
Baustellenatlas: Online koordinieren Bericht
[29.7.2020] Das Unternehmen infrest hat eine Portallösung entwickelt, mit der Baumaßnahmen visualisiert werden können. Mit dem Baustellenatlas sollen sich Kommunen sowie Ver- und Entsorgungsunternehmen besser abstimmen können – aber auch Bürger und Wirtschaft können davon profitieren. mehr...
Baustellenatlas gibt einen Überblick über die geplanten Maßnahmen.
edna: ZUGFeRD-Rechnung online prüfen
[27.7.2020] GEFEG unterstützt den Bundesverband edna mit einem Validierungsportal für ZUGFeRD-Rechnungen. Unternehmen der Energiewirtschaft können darüber prüfen, ob ihre Rechnungen dem Standard entsprechen. mehr...
Messdaten-Management: Zentrale Drehscheibe Bericht
[24.7.2020] Aktuell gemessene Daten sind das Fundament der digitalen Transformation. Dabei kommt es darauf an, dass diese zentral und möglichst zeitnah für die unterschiedlichen Anwendungen und Dienste zur Verfügung stehen. Dem Messdaten-Management kommt somit eine ganz neue und zentrale Rolle zu. mehr...
Daten-Management wird komplexer.
VINCI Energies: müllerchur-Lösungen erweitern Portfolio
[23.7.2020] VINCI Energies baut seine Marke Axians weiter aus und übernimmt müllerchur. Das Schweizer Unternehmen bietet Lösungen für die Verwaltung öffentlicher Infrastrukturen und für die Finanzverwaltung. mehr...
Das Schweizer Unternehmen müllerchur ist von VINCI Energies übernommen worden.

Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 7/8 2020
stadt+werk, Sonderheft Juni 2020
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2020
stadt+werk, Ausgabe 3/4 2020

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Informationstechnik:
Redtree GmbH
44575 Castrop-Rauxel
Redtree GmbH
VOLTARIS GmbH
67133 Maxdorf
VOLTARIS GmbH
items GmbH
48155 Münster
items GmbH
A/V/E GmbH
06112 Halle (Saale)
A/V/E GmbH

Aktuelle Meldungen