Sonntag, 7. August 2022
Sie befinden sich hier: Startseite > Themen > Smart City > Erweiterung des LoRaWAN

Pforzheim:
Erweiterung des LoRaWAN


[3.2.2022] Die Stadtwerke Pforzheim haben mit der Installation einer Antenne auf dem Dach des Neuen Rathauses die Grundlage für die Erweiterung ihres LoRaWAN geschaffen. Damit bewegt sich die Kommune weiter in Richtung Smart City.

Auf dem Dach des Neuen Rathauses in Pforzheim befindet sich jetzt eine Antenne, die das städtische LoRaWAN erweitert. Die Stadtwerke Pforzheim (SWP) haben jetzt auf dem Dach des Neuen Rathauses eine Antenne für die Erweiterung des Long Range Wide Area Network (LoRaWAN) installiert. Wie die Stadt Pforzheim mitteilt, tätigt sie damit den nächsten Schritt in Richtung Smart City.
Oberbürgermeister Peter Boch (CDU) erläutert: „Ziel einer Smart City ist es, Informationen auszutauschen, Innovationen voranzutreiben, die Lebensqualität für alle zu verbessern und so ein digitales Ökosystem zu schaffen. Neben einem dicht aufgebauten Glasfasernetz und öffentlichem WLAN wird nun auch das LoRaWAN die Prozesse in Pforzheim optimieren – eine Innovation, die viele Einsatzmöglichkeiten mit sich bringt.“
Angaben der Stadt zufolge ist das LoRaWAN eine besonders strahlungsarme und energieeffiziente Funktechnologie. Dabei würden kleine Datenpakete verschlüsselt über lange Strecken an einen zentralen Empfänger gesendet. Über Funk stehe eine Vielzahl von Sensoren in Kontakt mit dem Empfänger und bilde ein großes, internes Netzwerk – das Internet der Dinge. Die Daten würden später auf einer benutzerfreundlichen Plattform überprüft und ausgelesen. So melde der Parkplatzsensor beispielsweise, wann der Parkplatz belegt ist, der Sensor in der Mülltonne, wenn diese voll ist, oder der Sensor am Wasserzähler den Zählerstand. „Mit dem Ausbau des LoRaWAN ermöglichen wir die Industrie 4.0 und die Smart City Pforzheim – denn eine smarte Stadt entsteht nur mit smarten Netzen“, erklärt Herbert Marquard, Geschäftsführer der SWP. Laut Stadt können nicht nur die innerstädtischen Prozesse durch ein flächendeckendes LoRaWAN optimiert werden, auch die Industrie profitiere von seinen unzähligen Anwendungsmöglichkeiten. Mit den Empfängermasten am Verwaltungssitz der SWP in Brötzingen, dem Wartbergturm und dem neuen Mast auf dem Rathaus decke das Netz schon heute einen großen Bereich Pforzheims ab. Weitere Masten – auch in den Stadtteilen – seien in Planung.

Ziel: Hohe Versorgungssicherheit

Wie erfolgreich die Anwendungsmöglichkeiten des LoRaWAN in der Praxis sind, zeige sich beispielsweise am Fernwärmenetz der SWP. Marquard führt hierzu aus: „Aktuell haben wir ein Pilotprojekt in unserem Fernwärmenetz gestartet. Verschiedene Sensoren geben Auskunft über Feuchteeinträge oder Leckagen im Kunststoffmantelrohrsystem, den Druck und die Temperatur im Inneren der Leitung oder die Luftfeuchtigkeit in Schächten. Damit sparen wir uns kosten- und personalintensive Leckagen-Suchen und langfristig Reparaturkosten. So können Schäden zielgenauer identifiziert und die Versorgung der Menschen mit Wärme optimiert werden. Langfristig wollen wir mit dem smarten Fernwärmenetz das erreichen, was unser grundlegendes Ziel ist: Eine möglichst hohe Versorgungssicherheit der Menschen in unserer Stadt und der Region.“
Die Stadt Pforzheim berichtet, dass sie die Technologie in einem gemeinsamen Pilotprojekt mit der Hochschule Pforzheim erprobt. Seit Herbst 2020 würden die Bäume im Stadtgebiet mithilfe der digitalen Sensortechnik überwacht, um die Bewässerung in Zukunft zu optimieren und damit den Wasserverbrauch zu reduzieren. Auch in anderen Bereichen biete das LoRaWAN einen großen Nutzen: In städtischen Gebäuden etwa könne der Energieverbrauch durch Sensoren gemessen und energieeffizienter gesteuert werden. Im Mobilitätssektor optimierten Parkplätze, die mit Sendern ausgestattet sind, das Parkraum-Management und die Verkehrsflüsse in der Stadt. Das erspare Verkehrsteilnehmenden langes Warten und Suchen und reduziere unnötige Emissionsausstöße. (th)

https://www.pforzheim.de
https://www.stadtwerke-pforzheim.de

Stichwörter: Smart City, Pforzheim, Stadtwerke Pforzheim, LoRaWAN

Bildquelle: Stadt Pforzheim; Alina Di Sannio

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Smart City

ABG/Mainova: Digitalisierung von Heizzentralen
[5.8.2022] Das Smart-City-Projekt Heatral verfolgt das Ziel, die Effizienz von Heiz- und Technikzentralen bei Wohnungsbaugesellschaften zu optimieren. Dabei handelt es sich um eine Kooperation der ABG Frankfurt Holding und Mainova. mehr...
Um die Effizienz ihrer Heiz- und Technikzentralen weiter zu optimieren, kooperiert die Frankfurter Wohnungsbaugesellschaft ABG Frankfurt Holding mit der Mainova.
Augsburg: LoRaWAN-Showroom der Stadtwerke
[25.7.2022] Was es mit der LoRaWAN-Technologie auf sich hat und wie sie die Stadt Augsburg bereits smarter macht, zeigen die Stadtwerke in einem eigens dafür eingerichteten Showroom. mehr...
Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach (vorne, 3. v.l.) hat den Augsburger Digitalrat besucht.
Potsdam: Auf dem Weg zur smarten Stadt
[12.7.2022] Vor rund einem Jahr ist Potsdam BMI-geförderte Smart-City-Modellkommune geworden. Jetzt hat die Arbeitsgruppe Smart City den Projektzwischenstand vorgestellt. Es wird demnach noch an der Strategie gearbeitet, erste Vorhaben wie das LoRaWAN-Netz sollen aber bald zur Verfügung stehen. mehr...
Das Holländische Viertel in der vom BMI geförderten Smart-City-Modellkommune Potsdam.
Zenner IoT Solutions: Open-Data-Modell entwickelt
[27.6.2022] Das Recht auf freien Zugang zu Daten des öffentlichen Sektors lässt sich jetzt mit der Lösung ELEMENT IoT von Zenner umsetzen. Daten aus Smart-City-Anwendungen können damit den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung gestellt werden. mehr...
Mit ELEMENT IoT Open Data werden Sensordaten erfasst und über das offene Netzwerkprotokoll MQTT zur Verfügung gestellt.
5. Fachtagung Smart City: Resilienz des öffentlichen Raums
[15.6.2022] Im Fokus der 5. Fachtagung Smart City Ende Juni steht die Resilienz des öffentlichen Raums. Die Online-Veranstaltung wird von der Transferstelle Bingen organisiert. mehr...

Suchen...

 Anzeige



Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 7/8 2022
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2022
stadt+werk, Ausgabe 3/4 2022
stadt+werk, Ausgabe 1/2 2022

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
ITC AG
01067 Dresden
ITC AG
GISA GmbH
06112 Halle (Saale)
GISA GmbH
IVU Informationssysteme GmbH
22846 Norderstedt
IVU Informationssysteme GmbH
Kremsmüller Anlagenbau GmbH
A-4641 Steinhaus
Kremsmüller Anlagenbau GmbH

Aktuelle Meldungen