Mittwoch, 17. August 2022

Potsdam:
Hallenbäder senken Wassertemperatur


[7.7.2022] Aufgrund der Energiekrise senken die Hallenbäder der Stadtwerke Potsdam die Temperaturen von Wasser und Raumluft.

Angesichts des Ukraine-Krieges und der zweiten Stufe des Notfallplans Gas hat die Bäderlandschaft Potsdam (BLP) Einsparungen beim Energieverbrauch vorgenommen. Zudem werden die Aktivitäten im Klimaschutz verstärkt. „Die Situation erfordert kurzfristiges Handeln und dem stellen wir uns. Dabei ist es für uns wichtig, einen sinnvollen Weg zwischen den erforderlichen Sparmaßnahmen der aktuell zweiten Stufe des Notfallplans Gas und der Gewährleistung eines weiterhin attraktiven Angebotes für unsere Bade- und Saunagäste, die vielen Schul-, Vereins-, Freizeitschwimmer und Kursteilnehmer zu finden“, erklärt BLP-Geschäftsführerin Ute Sello. In den vergangenen Tagen wurden folgende Maßnahmen im Sport- und Freizeitbad blu und im Kiezbad Am Stern umgesetzt: Absenkung der Beckenwassertemperaturen in allen Bereichen der beiden Hallenbäder um bis zu zwei Grad Celsius (außer beim Babyschwimmen); Absenkung der Raumluft in den Hallenbädern um bis zu zwei Grad Celsius; Umstellen fast aller Handwaschbecken auf nur Kaltwasser (Ausnahmen im Bereich Babywickeltische); Absenkung der Duschwassertemperaturen in den Hallenbädern; Absenkung weiterer Temperaturen beziehungsweise Abschalten zum Beispiel der Wärmebänke in den Schwimmhallen; Absenkung der Temperaturen in den Saunen um fünf Grad Celsius sowie der Beckenwassertemperatur des Ausschwimmbeckens im blu.
Wie hoch die Einsparungen an Fernwärme aus diesen Maßnahmen sein werden, kann nicht beziffert werden. Dies hängt stark von der Nutzung (Anzahl der Besucher) und den Außentemperaturen ab. Gas bezieht die BLP ausschließlich für die beiden Außensaunen im blu. Hier rechnet die BLP mit einer Einsparung von 15 Prozent, was ebenfalls von der Intensität der Nutzung und der Außentemperatur beeinflusst wird. Außerdem wird der Einsatz von Biogas geprüft. Weiterhin wird ab 7. Juli 2022 durch die planmäßige, wechselweise Sommerschließung jeweils einer Sportschwimmhalle, der Sauna im KBS und der Schließung des Familienbads und der Sauna im blu ab 22. August 2022 ein weiterer Einspareffekt erreicht. Einsparungserfordernisse für Fernwärme oder Gas gibt es bei den Strandbädern nicht, da diese als reine Strandbäder keinen Wärme- oder Gasbezug haben. Die Handwaschbecken und Duschen im Stadtbad Park Babelsberg und im Waldbad Templin haben schon immer nur Kaltwasser. Gebadet wird in den Havelseen. Neben diesen Sofortmaßnahmen setzen die Bäder ihre bereits langjährigen Anstrengungen zur Verbesserung des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit verstärkt fort. So konnte Ende Juni 2022 – trotz aktuell angespannter Lage im Lieferantenbereich – die Errichtung der Photovoltaikanlage auf dem blu abgeschlossen werden. Die Anlage umfasst 270 Solarmodule, die eine Leistung von rund 99 Kilowatt erbringen können. Das sind pro Jahr 90.500 Kilowattstunden (kWh) Strom, soviel wie 29 Haushalte pro Jahr verbrauchen. Mit der im Februar 2022 abgeschlossenen Sanierung des Kiezbads Am Stern sind die Potsdamer Bäder modern, attraktiv und auf einem sehr guten energetischen Standard. Mit der Sanierung wurden dort zahlreiche Umbauten mit energiesparenden Effekten umgesetzt. Die neue Glasfassade mit Dreifach-Verglasung bringt eine jährliche Einsparung von 29.000 kWh Wärme. (ur)

https://www.swp-potsdam.de

Stichwörter: Energieeffizienz, Gaskrise, Potsdam



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